Grey's Anatomy 13x24

Grey's Anatomy 13x24

Im Finale der 13. Staffel von Grey's Anatomy dürfen wir ein wahr gewordenes Wunder sehen. Zudem schaffen es die Macher viele Storylines, die in dieser Staffel nur in der Schwebe standen, einen klaren Ausdruck zu verpassen. So weiß man bei den meisten Handlungssträngen genau, wie es weitergehen wird.

Szenenfoto aus „Ring of Fire“, „Grey's Anatomy“ / (c) ABC
Szenenfoto aus „Ring of Fire“, „Grey's Anatomy“ / (c) ABC
© zenenfoto aus „Ring of Fire“, „Grey's Anatomy“ / (c) ABC

Viele Handlungsstränge, die während der aktuellen Staffel von Grey's Anatomy nur mal nebensächlich erwähnt wurden, werden gekonnt im Staffelfinale Ring of Fire nochmal aufgegriffen. Dadurch bekommt die Staffel zum Einen in vielerlei Hinsicht ein abgeschlossenes Ende, es bleibt aber auch noch genug Spielraum offen über den weiteren Verlauf vieler Figuren und Beziehungen zu diskutieren.

Nachdem die letzte Episode True Colors wortwörtlich explosiv geendet hat, müssen wir nun überraschenderweise feststellen, dass Stephanie Edwards (Jerrika Hinton) noch am Leben ist. Diese muss sich selbst und das Mädchen Erin (Darby Camp) vor dem Feuer in Sicherheit bringen. Währenddessen scheint nur Avery (Jesse Williams) nach ihr zu suchen und der Rest der Krankenhausangestellten versuchen verzweifelt die Situation unter Kontrolle zu bringen. Außerhalb des Krankenhauses bereiten sich Amelia (Caterina Scorsone) und Owen (Kevin McKidd) auf die Rückkehr von Megan, Owens Schwester, vor.

Explosion trumps rapist on the loose

Bereits kurz nach der Explosion, versammelt sich das Krankenhauspersonal und Miranda Bailey (Chandra Wilson) übergibt April (Sarah Drew) die Leitung in dieser Krise. Dabei bekommt sie Unterstützung von vielen anderen Ärzten des Krankenhauses. Jackson sucht nach Steph, über die er sich schon zuvor Sorgen gemacht hat. Auch Meredith sucht nach jemandem. Sie macht sich auf die Suche nach Erin, einem Mädchen das verschwunden ist. Dieses befindet sich bei Steph, jedoch weiß das keiner. Die Suche nach Dr. Edwards soll außerdem offiziell von Dr. Minnick (Marika Dominczyk) geleitet werden.

If you need to scream, scream

Entgegen aller Erwartungen erleben wir in dieser Folge ein wahr gewordenes Wunder, wovon wir öfter in Grey's Anatomy Zeuge werden. Wie bereits in dem letzten Review angesprochen wurde, hätte wohl jeder damit gerechnet, dass Stephanie nun das Zeitliche gesegnet hat. Wie wir jedoch schnell feststellen, ist das gar nicht der Fall. Diese ist zwar verwundet, jedoch ist sie trotzdem dazu in der Lage, Erin medizinisch zu versorgen und sie beide stets aus den Gefahrenzonen zu bringen. Dabei schafft sie es einen kühlen Kopf zu behalten. Trotz der ganzen Hindernisse, die den beiden in den Weg gelegt werden, schaffen es die beiden immer weiter durch Stephanies rationales, schnelles und logisches Denken in Richtung Sicherheit und das obwohl sich Dr. Edwards immer stärker dabei verletzt - einfach bewundernswert.

Stephanie (Jerrika Hinton) und Erin (Darby Camp) versuchen sich in Sicherheit zu bringen.
Stephanie (Jerrika Hinton) und Erin (Darby Camp) versuchen sich in Sicherheit zu bringen. - © ABC

Lediglich als die beiden den gesamten Treppenaufgang hinaufgegangen sind und sie es nicht durch die Tür schaffen, die auf das Dach mit dem rettenden Sauerstoff führt, merkt man der Assistenzärztin ihre Panik an. Das war ihre einzige und letzte Idee und sie gibt in diesem Moment die Hoffnung auf. Das entgeht auch Erin nicht und sie beschreibt ihre Situation mit den einfachen Worten „We are stuck“. Es wirkt beinahe so, als ob sie zusammen mit dem kleinen Mädchen auf den herannahenden Tod warten würde und es dem Mädchen dabei angenehm machen will.

Wie durch ein Wunder entdeckt sie dann plötzlich ihre Karte weiter unten im Treppenhaus, die sie dafür benötigen, um durch die Tür auf das Dach zu gelangen. Es gelingt ihr diese Karte ohne weitere größere Schäden an sich zu nehmen und zusammen mit Erin auf das Dach zu kommen. Dort bekommen sie zwar den benötigten Sauerstoff, jedoch nicht die medizinische Hilfe, auf die sie gesetzt und gehofft haben.

This E.R. is now an O.R.

In der Zwischenzeit macht weder Meredith (Ellen Pompeo) noch Avery einen Fortschritt bei der Suche nach den Vermissten. Erstere findet zumindest Riggs (Martin Henderson), der sich mitten in einer Operation befindet und sie entscheidet sich dazu ihm bei der OP zu helfen. Damit sie schneller aus der Gefahrenzone heraus können.

Gefühlte Ewigkeiten später, fällt den Ärzten des Grey Sloan Memorial auf, dass Edwards immer noch nicht gefunden wurde und fragen bei Dr. Minnick nach, wo diese denn sei. Ohne irgendwelche Anzeichen von Reue oder Schock zu zeigen, gibt sie zu, dass sie die Feuerwehr nicht darüber informiert hat, dass noch eine Ärztin gesucht wird, da sie Arbeit zu erledigen hatte.

Diese Fehleinschätzung von Situationen und das fehlende Mitgefühl mit den anderen Mitarbeitern des Krankenhauses sind nur wenige Punkte einer langen Liste, die letzten Endes zu ihrer Entlassung durch Dr. Bailey führen.

Diese Aussage von Minnick führt auch dazu, dass sich nun endlich die anderen Ärzte darüber Gedanken machen, wo Dr. Edwards geblieben sein könnte und suchen sie zusammen. Insbesondere Dr. Ben Warren (Jason George) zeigt hier Aktionsbereitschaft und zeigt den Feuerwehrmännern, wo er Steph mit dem (mittlerweile toten) Vergewaltiger zuletzt gesehen hat. Dort folgen sie dann Blutspuren, die bis hinaus auf das Dach führen und finden dort eine aufgebrachte Edwards vor.

Innerhalb von kürzester Zeit sind sie in der Notaufnahme angekommen, wo Steph immer noch damit beschäftigt ist, Erin wiederzubeleben. Während deren Behandlung durch die anderen Ärzte, hält sie die ganze Zeit die Hand des Mädchens und erst als sie erfährt, dass sie wieder in Ordnung kommen wird, kann sie aufatmen und fällt im selben Moment in die Arme von Dr. Avery. Obwohl er nicht derjenige war, der sie gefunden hat, kommt er doch noch zu seinem Moment Stephanie zu retten: Er kümmert sich um ihre schwerwiegenden Brandverletzungen.

April (Sarah Drew) und Maggie (Kelly McCreary) haben sich Sorgen um Jackson (Jesse Williams) gemacht.
April (Sarah Drew) und Maggie (Kelly McCreary) haben sich Sorgen um Jackson (Jesse Williams) gemacht. - © ABC

Apropos Avery: Er versetzt in dieser Folge nicht nur eine, sondern zwei Frauen in gravierende Sorge - April und Maggie (Kelly McCreary). Die immer stärker werdende Verbindung zwischen Dr. Pierce und Jackson wird damit nur nochmal deutlich zum Ausdruck gebracht. Diese Beobachtung müssen nicht nur wir, sondern auch April machen. Man könnte meinen, dass sie sich das nicht gefallen lassen würde und Maggie die Hölle heiß macht oder eifersüchtig wird. Aber nein, falsch gedacht. Sie scheint damit sehr gut zurecht zu kommen und gibt den beiden sogar ihren Segen. Erst dadurch wird Maggie bewusst, dass sie eventuell Gefühle für Jackson haben könnte.

Megan is alive?

Owen (Kevin McKidd) kann sich auf Amelia (Caterina Scorsone) verlassen.
Owen (Kevin McKidd) kann sich auf Amelia (Caterina Scorsone) verlassen. - © ABC

Auch außerhalb des Krankenhaus-Trubels gibt es genug Stoff zu erzählen. Der sich immer noch im Schockzustand befindende Owen bereitet sich auf die Rückkehr seiner Schwester vor. Dabei steht ihm seine Noch-Ehefrau Amelia zur Seite. Trotz all der Probleme, die die beiden momentan haben, können sie sich doch stets aufeinander verlassen und stehen einander bei. So auch hier - Amelia begleitet ihren Ehemann zu dem Wiedersehen mit seiner Schwester Megan.

Eine weitere Person, die von der unerwarteten Rückkehr Megans betroffen ist, ist Nathan. Diese Neuigkeit wird ihm durch Meredith übermittelt, die sich Sorgen darum macht, wie er diese Nachricht aufnehmen wird. Sie will ihn so schonend wie möglich darüber informieren, dass seine (ehemalige) Verlobte noch am Leben ist und sieht den besten Einstieg darin, ihn auf den Traum anzusprechen, den die beiden stets haben. Dadurch wird ihre Verbindung zueinander hervorgehoben, die auf dem Verlust der wichtigsten Person ihres Lebens basiert. Außerdem kann sie am ehesten nachfühlen, wie sich Nathan nun fühlen muss und lässt ihn seinem Drang nachgehen, zu Megan zu reisen.

Szenenfoto aus „Ring of Fire“
Szenenfoto aus „Ring of Fire“ - © „Grey%26#039,s Anatomy“ ABC

I quit.

Entgegen aller Erwartungen hat Dr. Stephanie Edwards überlebt. Sie hat es geschafft sich selbst und Erin aus den Flammen zu retten und in Sicherheit zu bringen. Aufgrund der Tatsache, dass Jerrika Hinton den Cast verlässt, war es logisch, dass ihr Charakter in dieser Episode gehen wird. Die Frage hierbei war nur, ob sie dabei nur das Krankenhaus verlässt oder auch stirbt. Über die Folge hinweg konnte man sich stets nicht sicher sein, welche der beiden Situationen eintreten wird. Letzten Endes kommt Stephanie Edwards aber nochmals mit ihrem Leben davon. Die Assistenzärztin kündigt, da sie verständlicherweise nie wieder das Innere eines Krankenhauses sehen möchte. Das verpackt sie in einen wundervollen Abschied an Dr. Webber (James Pickens Jr.) und bedankt sich auch für ihre Zeit bei ihm.

Fazit

Dadurch, dass sich die Macher für eine so actiongeladene Episode als Staffelfinale entschieden haben, fällt der Fokus der Handlung dementsprechend auch sehr stark auf die Explosion und deren Nachwirkungen. Aufgrund dieser Tatsache, bleiben manche Handlungsstränge beinahe links liegen und werden nicht so stark behandelt, wie es vielleicht nötig gewesen wäre. Trotzdem gelingt es in Ring of Fire viele Dinge anzusprechen, die zuvor nur in der Schwebe gestanden haben und alle offenkundigen Handlungen weiterzuführen.

Außerdem wurden wir mal wieder an der Nase herumgeführt. Jerrika Hinton - die Schauspielerin von Dr. Edwards - verlässt zwar den Cast, jedoch nicht auf die Art, die wir alle erwartet haben.

Verfasser: Maike Karr am Freitag, 19. Mai 2017
Episode
Staffel 13, Episode 24
(Grey's Anatomy 13x24)
Deutscher Titel der Episode
Alles bleibt anders
Titel der Episode im Original
Ring of Fire
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Donnerstag, 18. Mai 2017 (ABC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Mittwoch, 12. Juli 2017
Erstausstrahlung der Episode in Österreich
Montag, 10. Juli 2017
Autor
Stacy McKee
Regisseur
Debbie Allen

Schauspieler in der Episode Grey's Anatomy 13x24

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