Sophomore Slump
Was bedeutet eigentlich Sophomore Slump?
Generell wird im Seriengeschäft der Begriff Sophomore Slump als Bezeichnung für das Phänomen verwendet, dass viele in ihrer ersten Staffel als bahnbrechend angesehenen Serien mit der zweiten Staffel an Qualität und Originalität einbüßen.
Während „Slump“ (Krise, plötzlicher Fall, Abrutschen) sich auf die kreativen Probleme bezieht, bezeichnet man in den USA mit „Sophomore“ das zweite von vier Schuljahren an der Highschool und auf dem College. Die vier Jahre werden dabei mit den festen Bezeichnungen „Freshman“, „Sophomore“, „Junior“ und „Senior“ bezeichnet. Gerade Serien mit durchgehender Handlung (Serials) sind anfällig für einen Sophomore Slump.
Die Fernsehbranche prägte den Begriff aus der scheinbaren Erfahrung heraus, dass viele Serien in ihrer zweiten Staffel qualitativ nachlassen. Das wird häufig damit erklärt, dass die Kreativen einer Serie ihr Projekt aus einer großartigen Idee heraus geschaffen haben. Über dieser haben sie im Vorfeld bisweilen Jahre gebrütet, die eigentliche Geschichte wurde dann aber im Rahmen der ersten Staffel auserzählt.
Dann kann im Rahmen der zweiten Staffel der Eindruck entstehen, dass sich die Serie inhaltlich wiederholt. Eine andere Ausprägung des Sophomore Slump liegt vor, wenn die Kreativen versuchen, ihre Serie mit neuen Ideen und Figuren frisch zu halten, diese Bemühungen beim Zuschauer aber nicht positiv aufgenommen werden.
Beispiele für einen Sophomore Slump aus den letzten Jahren sind etwa nach Meinung der Entertainmentpresse die US-Serien Revenge und Heroes.