Screener
Was bedeutet eigentlich Screener?
Unter screener versteht man eine Vorabkopie einer neuen Serie oder Serienstaffel, die Journalisten (auch Kritikern und Preisjurys) zugeschickt wird.
Diese können dann vor der normalen Ausstrahlung die Serie begutachten und sind dadurch in der Lage, vor oder unmittelbar nach der Ausstrahlung eine vollwertige Kritik zu veröffentlichen. Solch eine vollwertige Kritik würde nicht zustande kommen können, würde die Episode erst nach ihrer Ausstrahlung angesehen und rezensiert werden, da der Zeitdruck für die Journalisten dann zu groß wäre.
Da screener über die Jahre durchaus auch als Schwarzkopien Umlauf fanden, wurden sie zunächst absichtlich mit Störsignalen ausgestattet, um eine illegale Verbreitung vermeiden zu können. Andere Beispiele dafür, die Muster nicht attraktiv für den Schwarzmarkt zu machen, sind Erklärungen der Produktions- und Veröffentlichungsfirmen sowie diverse Schwarz-Weiß-Abschnitte oder noch nicht fertiggestellte Szenen. War dies - vor allem, was die Störsignale angeht - im VHS-Zeitalter noch einfacher einzurichten, wurde es mit der Einführung von DVDs als Vorabkopien auch schwieriger, Raubkopien abwenden zu können. Deswegen wurde zu neuen Methoden gegriffen, wie dem Einfügen unsichtbarer, aber eindeutiger Wasserzeichen, um den Empfänger der Kopie identifizieren zu können, sollte ein Muster beispielsweise im Internet auftauchen. Das Problem bei solchen Schutzverfahren ist allerdings meistens, dass der Schwarzmarkt jeweils ebenfalls schnell Lösungen bereitstellt, um einen solchen Schutz umgehen zu können.
Dadurch sind die Vertriebe mittlerweile vorsichtig im Umgang mit Vorabkopien geworden, was sich dann beispielsweise in einem späteren Versenden an Redaktionen niederschlägt und somit wiederum zum Problem beim Rezensieren des Materials werden kann.