Pilot Production Commitment
Was bedeutet eigentlich Pilot Production Commitment?
Unter einem pilot production commitment versteht man die Verpflichtung eines TV-Senders/TV-Networks zur Produktion eines Serienpiloten, der zuvor in Form eines script vorlag.
Sollte der Sender/das Network sich also im Endeffekt gegen die Produktion eines Serienpiloten entscheiden und liegt solch eine Zusage vor, muss der Sender/das Network eine Konventionalstrafe zahlen.
Dennoch ist ein pilot production commitment eine gute Option für ein Sender/ein Network, sich die Dienste der Beteiligten zu sichern. Denn diese dürfen nach einer solchen Vereinbarung ihr Pilotprojekt auch bei keinem konkurrierenden Sender/Network unterbringen, sonst fällt wiederum für diese eine Konventionalstrafe an. Daher wird eine solche Zusage gerne bei bereits etablierten (Produzenten-)Größen getroffen, da man sich so schnell die Dienste eines bedeutenden Namens gesichert hat.
Im Endeffekt sollten beide Seiten ihr vertraglich vereinbartes Geld erhalten. Die Produzenten dadurch, dass sie auf jeden Fall produzieren dürfen, und die Verantwortlichen beim Sender/Network durch die Einnahmen, die dadurch generiert werden.
Findet die Ausstrahlung des Piloten nämlich Anklang beim Publikum, steht einer Serienbestellung in der Regel nichts im Wege.
Beispiele
Ein Beispiel aus den vergangenen Jahren wäre die Serie Almost Human, auch wenn sie sich im Endeffekt nicht lange halten konnte. Hier lag zunächst eine solche Vereinbarung vor („FOX erwirbt futuristisches Drama von J.J. Abrams und J.H. Wyman“ - Meldung vom 06.09.2012), die später in der Produktion einer Serie mündete („FOX bestellt futuristische Copserie von JJ Abrams“ - Meldung vom 09.05.2013). Ähnlich sieht es aktuell im Fall von Powerless aus: („Powerless: NBC plant DC-Workplace-Comedy“ - Meldung vom 17.08.2015).