MO(T)W
Was bedeutet eigentlich MO(T)W?
Die Abkürzung MO(T)W steht für movie of the week. Ebenfalls in Verwendung sind die Begriffe TV Movie oder Telefilm. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zu davon abweichenden Filmproduktionen ist die Voraussetzung, dass diese Produktion ausschließlich und direkt für eine Ausstrahlung im TV vorgesehen ist. Verantwortlich dafür sind dementsprechend jeweils TV-Sender und nicht die großen Filmproduktionsstudios.
Geschichte:
Aufgekommen Ende der 1950er Jahre in den USA war der MO(T)W vor allem ein Versuch, die Menschen für TV-Inhalte begeistern zu können. Dies verstärkte sich Anfang der 1960er Jahre, als der Term made-for-TV movie Freunde größerer Filmproduktionen von einem Kinobesuch abhalten und auf die heimelige Couch fesseln sollte. Der Begriff wurde eingeführt, um eine Gleichwertigkeit von TV- und Kinoproduktionen zu symbolisieren. Zunächst wurde diesen Projekten 90 Minuten im TV-Programm eingeräumt, welche später - inklusive Werbung - auf zwei Stunden ausgedehnt wurden. Eins der populärsten und auch international erfolgreichsten Beispiele für einen TV-Film dürfte „The Day After“ aus 1983 darstellen. In den Jahren konnten allerdings weder die TV-Filme dem Kino den Rang ablaufen noch konnte das Kino je wieder eine ähnliche Vormachtstellung wie in den goldenen 1950er Jahren erreichen. So koexistieren TV-Filmproduktionen und Kinofilmproduktionen weiterhin. Erstere kommen dabei in der Regel mit weitaus kleineren Budgets als letztere aus.
Auch in Deutschland stellten die 1960er Jahre eine Umbruchszeit im Bereich des Fernsehens dar. Dieses erfreute sich wegen einer Krise des deutschen Films - deutsche Filmproduktionen wurden im Ausland immer mehr als „provinziell“ wahrgenommen - stetig wachsender Beliebtheit. Infolge dessen erschienen auch in Deutschland eine größere Anzahl Fernsehfilmproduktionen.
Beispiele:
Davon abgesehen erscheinen immer mehr TV-Serien mit Sonderepisoden in „Filmlänge“ (= meistens zusammengesetzt aus zwei regulären Episoden von je 45 Minuten) wie zum Beispiel Columbo, Babylon 5, CSI: Crime Scene Investigation oder House.