CGI
Was bedeutet eigentlich CGI?
Der Begriff CGI (Computer Generated Imagery) ist der englische Fachausdruck für mittels (zumeist 3D-)Computergrafik erzeugte Bilder im Bereich der Filmtechnik und -spezialeffekte. Er bezeichnet also Computeranimationen in der Filmkunst.
Erstmals aufgekommen in der analogen Zeit während der 1940er Jahre wurde die Idee der Computeranimationen mit dem Aufkommen digitaler Computer in den 1960er Jahren realistischer. Von einer breiteren Menge wahrgenommen wurden diese Animationen mit Michael Crichtons 1973er Werk „Westworld“ (was computerbasierte 2D-Animationen angeht), dem Nachfolger „Futureworld“ (hier bezüglich 3D-Animationen) sowie George Lucas‘ Referenzfilm in mehreren Kategorien, „Star Wars IV“ (1977). Mit dem Übergang in die Achtziger Jahre wurden Animationen in Filmproduktionen langsam gängiger. So gibt es aus dieser Zeit solch namhafte Vertreter wie „Alien“ (1979), „Star Trek II“ und „Tron“ (jeweils 1982), „Star Trek IV“ (1986), „The Abyss“ und „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ (jeweils 1989).
Zwar hatten auch von 1990 an viele Filme immer neue Referenzen im CGI-Bereich aufzuzeigen, allerdings lagen die Veränderungen mehr im Detail als zuvor, weil Computergrafiken spätestens seit 1991 nicht mehr aus der Film- und Serienwelt wegzudenken sind. In dem Jahr erschienen nämlich mit „Terminator 2“ und Disneys „Die Schöne und das Biest“ zwei Filme, die in diesem Bereich aus dem Vollen schöpfen. Es folgten andere Vorreiter wie „Jurassic Park“ (1993) und „Casper“ (1995), im Serienbereich Babylon 5 (1993-1998). 1995 kam dann mit „Toy Story“ der erste komplett am Computer erzeugte Animationsfilm in die Kinos, der ein durchschlagender Erfolg wurde und seitdem viele Artgenossen nach sich ziehen sollte. Aber auch in Produktionen mit Darstellern aus Fleisch und Blut fanden diese Animationen, die durch den Fortschritt der Technik immer realistischer wurden, immer mehr Einzug. Als weitere Meilensteine im Filmbereich wären zum Beispiel die „Matrix“-Trilogie (1999, zwei Mal 2003) und „Avatar“ zu nennen, während die britische Soap Coronation Street 2010 zum ersten Mal in einem Liveausstrahlungsspecial von den Computergrafiken Gebrauch machte.
Was reine Animationsfilme angeht, ist übrigens die 2006er Produktion „Ice Age 2“ (Stand 08/2012) mit fast neun Millionen Besuchern weltweit der erfolgreichste.