Continuum 2x13

© ild aus der Episode âSecond Timeâ der Serie âContinuumâ / (c) Showcase
Am Ende der ersten Staffel ging eine Bombe hoch und in Second Time wiederholte sich das Ganze, nur die Bombe ist dieses Mal eine metaphorische. Es ist die Mischung aus neuen Informationen und EnthĂŒllungen, mit welchen uns Continuum bombardiert. Die Episode springt mehrmals zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit. So oft innerhalb einer Episode hatten wir das bisher nicht.
Aber die Wechsel dienten der AufklĂ€rung, was hinter den Kulissen passierte, als im Jahre 2077 die Liber8-Mitglieder hingerichtet werden sollten und stattdessen ihre Zeitreisen antraten. Man kann „Second Time“ als eine Vater-Sohn-ErzĂ€hlung bezeichnen. Damit kommen wir direkt zu den groĂen EnthĂŒllungen. Jason (Ian Tracey) ist nicht wie wir dachten Alecs (Erik Knudsen) Vater, sondern sein Sohn. Alecs Vater ist kein Geringer als Mr. Escher (Hugh Dillon).
Bevor wir die Konsequenzen dieser EnthĂŒllung besprechen, muss man die erste Frage stellen: Wer ist dann Jasons Mutter? Continuum hat uns bewiesen, dass nichts in der ErzĂ€hlung zufĂ€llig ist und daher ist die Mutterrolle auch ein Teil der Rechnung. Ob sie in diesem Finale aufgeht? Das kann man nicht so genau behaupten. So sehr die EnthĂŒllungen die ErzĂ€hlung spannend gestalten, wirkt die Episode ziemlich verwirrend, da nach wie vor die Rollen und die Fronten nicht klar abgesteckt sind und man sich fragen muss, was das eigentliche Ziel der Freelancer ist und in welchem VerhĂ€ltnis sie genau zu Liber8 stehen.
Escher musste die Freelancer verlassen, weil er sich in Alecs (Janet Kidder) Mutter verliebte. Das wirft natĂŒrlich ein etwas anderes Licht auf seine Handlungen innerhalb der Staffel, aber er bleibt nach wie vor ein groĂes Fragezeichen. Er wollte Alec beschĂŒtzen, aber gleichzeitig auch die technologischen Entwicklungen haben? Aber warum?
Kieras (Rachel Nichols) Ziel bleibt immer noch das einzige klare - nach Hause zurĂŒckkehren. Um das zu schaffen, braucht sie sowohl Kelloggs Hilfe als auch Carlos'. Aber beide stecken in der Klemme. Travis (Roger Cross) und Sonya (Lexa Doig) stellen Kellogg (Stephen Lobo) vor ein Ultimatum und Carlos' (Victor Webster) Vorgesetzter will Kiera haben. Kelloggs Plan ist letztendlich mit Kiera zurĂŒckzukehren, aber wĂ€re das nicht eigentlich sein Todesurteil? Carlos scheint der einzige, der Kiera gegenĂŒber loyal ist.
Alec ist es im Grunde auch, aber Emilys Tod und die EnthĂŒllung ĂŒber Escher schaffen ein regelrechtes Bad der GefĂŒhle fĂŒr ihn, in dem er zu ertrinken droht. Er entscheidet sich selbst in die Vergangenheit zurĂŒckzukehren, um Emilys Tod zu verhindern. Genau das ist es, was die Freelancer verhindern wollen - Störungen im Kontinuum. Kiera ist eine solche Störung, wie wir erfahren. Aber die Freelancer töten sie nicht, sondern halten sie gefangen, wie all die anderen (Garza (Luvia Petersen) zum Beispiel).

Aber Kiera scheint etwas mehr zu sein - vielleicht eine Art Paradox, das aus dem Ăberlappen von Zeitlinien entstanden ist? Oder ist Kiera der Grund fĂŒr das Ăberlappen, das ursprĂŒnglich nicht geplant war? Die Freelancer versuchen Ereignisse zu ordnen, zu sortieren, so dass es zu einer bestimmten Zukunft kommen kann. Aber zur welchen? Was passiert nach Alecs Zeitreise? Existiert er dann noch und wen ja, wo bzw. wann?
Auf jeden Fall endet die zweite Continuum-Staffel mit jeder Figur im Ungewissen schwebend oder aber in einer ziemlich unangenehmen Situation. Die Freelancer halten alle gefangen, aber sowohl Escher als auch Alec sind im Moment abwesend. Carlos beendet seine Karriere bei der Polizei, aber der einzige, an den er sich wenden kann ist ausgerechnet Theseus (Richard Harmon). Vielleicht ergeben sich aus diesen Entwicklungen neue Konstellationen, in welchen der Freund zum Feind wird oder umgekehrt.
Da Continuum fĂŒr eine dritte Staffel verlĂ€ngert wurde, kann man wirklich darauf gespannt sein, wie die Autoren die Geschichte fortsetzen werden.
Verfasser: Mariano Glas am Dienstag, 6. August 2013(Continuum 2x13)
Schauspieler in der Episode Continuum 2x13
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