Alphas 2x12

Alphas 2x12

In der Episode Need to Know der US-Serie Alphas wird das Staffelfinale vorbereitet. Dazu werden viele Gastdarsteller - unter anderem Summer Glau und Sean Astin - wieder vor die Kamera geholt.

Ryan Cartwright als Gary Bell in der Episode Need to Know der Serie „Alphas“ / (c) Syfy/Russ Martin
Ryan Cartwright als Gary Bell in der Episode Need to Know der Serie „Alphas“ / (c) Syfy/Russ Martin

Was ist passiert?
Die Jagd nach Stanton Parish (John Pyper-Ferguson) und seinen Plänen geht weiter. Mit Hilfe aller nun aktivierten Organisationen kann ein Datum für Parishs nächsten, größeren Anschlag ausgemacht werden: der 22. Oktober 2012 - auf den Tag genau 150 Jahre nachdem Parish seine Unsterblichkeit entdeckt hat und zufällig (?) auch das (US-)Datum des Finales der zweiten Staffel von Alphas. Allerdings fehlt noch jede Spur von Parishs Aufenthaltsort und davon, wie der Anschlag aussehen wird.

Dr. Lee Rosen (David Strathairn) hat aber einen Plan, den er mit Cameron (Warren Christie), Nina (Laura Mennell) und Rachel (Azita Ghanizada) heimlich in die Tat umsetzt: Er gibt vor, Mitchell (Sean Astin) noch mal genauer unter die Lupe nehmen zu wollen, worauf dieser von Binghamton ins Hauptquartier überführt werden muss. Dabei fahren John Bennett (Steve Byers) und Kat (Erin Way) den Transporter. Rosen hat vorhergesehen, dass Parishs Leute diesen Gefangenentransport überfallen werden und es gelingt ihm zusammen mit den anderen beim tatsächlich eintretenden Überfall, Cornell Scipio (Elias Toufexis) außer Gefecht zu setzen und zu entführen.

Mitchell wird tatsächlich von Parishs Leuten befreit und zu Stanton gebracht - die gespeicherten Erinnerungen sind aber futsch, dafür hatte Rosen schon vorher gesorgt. Cornell erweist sich derweil als sehr resistent und gibt zunächst keine Informationen über Parishs Aufenthaltsort preis. Erst die Anwendung von Folter bringt ihn dazu, einen Ort zu nennen, den er als Stützpunkt von Parish kennt.

Bill (Malik Yoba), der das Angebot von Rosen ausgeschlagen hat, dem „privaten Plan“ nachzugehen, hat Gary (Ryan Cartwright) darauf angesetzt, Skylar (Summer Glau) ausfindig zu machen. Diese wurde nach der Folge Alphaville offenbar von Parish entführt und zusammen mit ihrer Tochter in einer Traumwelt dazu benutzt, die Waffe für den Anschlag zu entwickeln. Es gelingt, Skylar und Zoe zu befreien. Die Waffe basiert auf dem Stroboskop, was bei Alphas zu einer Verstärkung der Fähigkeiten führt. Für normale Menschen wird die Anwendung des Effekts aber eine tödliche Wirkung haben und dank der Tatsache, dass Parish bereits Millionen kleiner Geräte (die den Effekt auslösen sollen) in Großstädten platzieren lassen hat, steht am 22. Oktober nun das „Ende der Welt“ beziehungsweise der normalen Menschheit an.

Als die Foltersession um Cornell ihren Höhepunkt erreicht hat, informiert Rachel schließlich Bill darüber, der auch gleich mit Kat und einem Einsatzkommando angestürmt kommt. Cameron und Rosen machen sich aber zu Parishs Versteck davon, wo sie das weltweite Ausmaß der bevorstehenden Attacke erkennen. Rosen schickt Cameron daraufhin mit den Plänen zurück zum Hauptquartier und macht sich alleine daran, Parish zu stellen. Aber er kommt zu spät und statt Stanton zu stellen, fängt er sich einen Schuss in den Bauch ein.

Der verrückte alte Mann und seine Gang
Dass Cameron und Rosen einen Rachepakt gegen Stanton geschlossen haben, war bereits bekannt. Wie weit sie dafür bereit sind zu gehen, offenbart sich in dieser Episode. Es ist schließlich Rosen, der den gefesselten Cornell mit einer Adrenalinspritze dazu bringt, sich selbst Verbrennungen zuzufügen. Während Nina dabei relativ ruhig bleibt (sie ist von den Versuchen, Cornells Gedankenblockade zu überwinden ohnehin geschwächt), fungiert Rachel schließlich als das Gewissen der Gruppe und ruft Bill an, wodurch die Entführung und Folterung von Cornell auffliegen. Interessanterweise hatte Rachel aber keine Probleme damit, den Plan bis dahin (wenn auch mit Zweifeln hie und da) zu verfolgen - obwohl John und Kat bei dem Überfall auf den Transporter in höchster Gefahr schwebten.

Cameron und Rosen gehen aber noch weiter und machen alleine Jagd auf Parish. Überraschenderweise lässt Cameron sich dann überzeugen, Stantons Pläne zum Hauptquartier zu bringen und Rosen alleine weiterjagen zu lassen. Die Rechnung bekommt zumindest Rosen noch in Form eines Bauchschusses präsentiert, den er sich durch seinen Alleingang mehr als verdient hat. Für den Zuschauer dürfte es jedenfalls nicht mehr viele Sympathiepunkte auf Rosens Konto geben.

Geheimwaffe Skylar
Die Auflösung des Gesprächs von Stanton und Skylar in Alphaville kann da schon eher überzeugen als die Aufspaltung des Alpha-Teams durch Rosen und Cameron. Skylar mitsamt ihrer Tochter in einer Traumwelt zur Entwicklung der Waffe zu bewegen (worüber sie sich nicht einmal bewusst ist) und den Zuschauer darüber zunächst im Dunkeln zu lassen, wurde gut präsentiert. Sehr schön dabei iauch die Anspielungen auf Summer Glaus Rolle in der Serie Terminator: The Sarah Connor Chronicles.

Auch die Art und Weise, wie Gary sie am Ende aufspüren konnte, war gut gelöst. Was Skylar dann über die Waffe preis gibt, zeigt auch mal wieder, wie rücksichtslos und wahnsinnig Stanton ist. Es bleibt zudem fraglich, ob dessen Plan überhaupt noch verhindert werden kann. Die Weltkarte, die Cameron und Rosen finden und die Tatsache, dass die Millionen von Geräten bereits weltweit in die Stromversorgung eingebaut wurden (unter dem Vorwand, eine neue Art Sicherung zu sein), lassen die Lage jedenfalls aussichtslos erscheinen. Vermutlich wird es am Ende darauf hinauslaufen, dass Stanton einen roten Knopf drücken muss, um den Stroboskop-Effekt in allen Haushalten auszulösen. Abwarten.

Unklarheiten
Weshalb konnte sich Rosen so sicher sein, dass Parishs Leute überhaupt vom Transport Mitchells zum Hauptquartier Wind kriegen? Und warum wird der mit einem Chip versehene Mitchell überhaupt mit riesigem Trara (Truck und Begleitfahrzeug) statt mit einem einfachen Fahrzeug durch die Stadt gefahren?

Weshalb machen Rachel und Nina bei diesem Plan mit? Dass es bei dem Überfall Tote und Verletze geben kann, muss vorher klar gewesen sein, zudem waren mit Kat und John zwei wichtige Team-Mitglieder mitten in der Schusslinie, die auch nur knapp davon kamen.

Warum vertraut Stanton erneut seine Erinnerungen Mitchell an? Wollte er Rosen damit provozieren? Und weshalb lässt er die Pläne mit der Weltkarte offen im Gebäude rumliegen, das zudem noch schlecht bewacht scheint?

Kann das Team jetzt überhaupt noch richtig zusammen arbeiten? Jegliche Vertrauensbasis wurde über den Haufen geworfen. Bill und Gary stehen in der „guten Ecke“, Cameron und Rosen in der „bösen Ecke“ und Nina und Rachel irgendwo dazwischen.

Fazit: Das Finale der zweiten Staffel vom Alphas wurde vorbereitet, aber der Weg dahin weiß nur teilweise zu überzeugen. Zu unwirklich wirkt die Aufspaltung des Teams, zu rücksichtslos der Plan und das Vorgehen von Rosen. Immerhin war der Handlungsstrang um Skylar gut in Szene gesetzt, und die Form des kommenden Anschlags konnte ermittelt werden, was einen doch neugierig auf den Ausgang der Staffel macht. Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

Verfasser: Christian Schäfer am Donnerstag, 18. Oktober 2012
Episode
Staffel 2, Episode 12
(Alphas 2x12)
Deutscher Titel der Episode
Adios, Doc!
Titel der Episode im Original
Need to Know
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Montag, 15. Oktober 2012 (Syfy)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Donnerstag, 20. März 2014
Regisseur
Nick Copus

Schauspieler in der Episode Alphas 2x12

Darsteller
Rolle
David Strathairn
Warren Christie
Azita Ghanizada
Laura Mennell

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