Yellowstone 5x13

© Paramount Network
Alles muss raus
Die Duttons sehen nur einen Ausweg, um aus ihrer finanziellen Krise herauszukommen. Bei einer Großauktion sollen die teuren Pferde und das preisgekrönte Nutzvieh so teuer wie möglich verkauft werden. Den Cowboys ist klar, dass die Zeit fast aller von ihnen auf Yellowstone abgelaufen ist. Beth (Kelly Reilly) will Rips (Cole Hauser) alten Freund Travis Wheatley (Serienmacher Taylor Sheridan) auf dessen Bosque Ranch aufsuchen, um sich seine Expertise auszuleihen.
Gleichzeitig schreitet die Bedrohung durch das Großbauvorhaben auch auf dem Grundstück des benachbarten Reservats immer mehr voran. Dessen Chef Rainwater (Gil Birmingham) und Polizeichef Mo (Moses Brings Plenty) schmieden einen Plan, wie sie ihren Teil zum Stopp des Projekts beitragen können.
Jetzt das Angebot von Magenta TV entdecken (Affiliate-Link)
Zuspitzungen
Für Jamie (Wes Bentley) wird die Lage hingegen immer brenzliger. Police Officer Dillard (Rory Cochrane) untersucht den Mord an Sarah Atwood und gelangt an erste Informationen über die Verbindung der beiden zueinander, was den Generalstaatsanwalt in eine gefährliche Zwickmühle bringt. Bei einem Telefonat mit Beth droht er ihr offen damit, dass die Aufdeckung seiner dunklen Geheimnisse auch das Aus für die Duttons bedeutet.
Abschiede
Auch die Yellowstone-Cowboys um Teeter (Jennifer Landon) sind mittlerweile von der 6666 Ranch zurückgekehrt. Lloyd (Forrie J. Smith) übergibt ihr den Hut ihres getöteten Geliebten Colby, während Walker (Ryan Bingham) ihr Trost zu spenden versucht.
Strip Poker und hohe Einsätze
Auf Travis' Ranch wird Beth Zeugin von dessen hochgradig ungewöhnlichen, aber dennoch ungeheuer wirkungsvollen Geschäftspraktiken. Damit treibt er die Preise für die Pferde immens in die Höhe. Nach einer kleinen (Beinahe-)Partie Strip Poker gegen die Dutton-Tochter erklärt er sich schließlich dazu bereit, ihr zu helfen.
Unerwartete Hilfe
Jamie bittet derweil seine frühere Assistentin, Exfreundin und Mutter seines Sohnes James Christina (Katherine Cunningham, Condor) um Hilfe in seiner gegenwärtigen Krise. Christina gibt ihm wertvolle Ratschläge, wie er aus seinem Dilemma herauskommen kann.
Alles zu verkaufen
Auf Yellowstone findet wenig später die große Auktion statt, bei der sich abseits der Partystimmung Beth ein weiteres Mal als Seelentrösterin erweist, diesmal für die trauernde Teeter. Kacey hingegen (Luke Grimes) kommt schließlich auf eine möglicherweise rettende Idee.
Wehmut
Give The World Away transportiert aus Gründen eine unbestimmte Wehmut. Nicht allein wegen der kürzlichen Todesfälle, sondern natürlich auch dem Umstand, dass mit dem Ende der fünften Staffel höchstwahrscheinlich auch das der Erfolgsserie insgesamt naht. Dies ist insbesondere der vorliegenden Folge überdeutlich anzumerken. Besonders mit Cowgirl Teeter (eine wie bisher grandios aufspielende Jennifer Landon) leidet der (am besten Country-Music-affine) Zuschauer mit.
Das so oder so kommende Finale wird von langer Hand vorbereitet. Die aktuelle Folge ist zum einen gegenüber den vorherigen Episoden eher ruhig geraten, bietet auf der anderen Seite jedoch noch einmal die volle Bandbreite dessen, was Yellowstone in ihrer sechsjährigen Laufzeit ausgemacht hat.
Im Vordergrund steht erwartungsgemäß das weitere Schicksal der titelgebenden Ranch. Schon länger hängt deren Fortbestand in der Serie ja am seidenen Faden und gemeinsam mit den Duttons hoffen und bangen wir, dass ihre Rettung zumindest in der einen oder anderen Weise gelingen wird. Dabei ist es ausgerechnet der jüngste Spross der Duttons, der am Ende seine geschäftlich gewiefte Schwester mit der Nase auf eine bisher undurchdachte Möglichkeit stößt.
Und ganz nebenbei erfahren wir auch ein wenig mehr über die Freundschaft zwischen Vormann Rip und dem von Serienmacher Sheridan selbst gespielten Pferdespezialisten Travis Wheatley. Wurde uns diese bisher schlicht als gegeben präsentiert, gibt es ein paar Hintergründe. Sehr überraschend sind diese natürlich nicht, dafür aber umso mehr passend.
Böses Spiel
Eine weitere Frage, die Serienfans beschäftigen dürfte ist die danach, was aus Adoptivbruder Jamie wird. Dieser hat sich selbst in eine Falle hineinmanövriert, die nun kurz vor dem Zuschnappen ist. Ob ausgerechnet seine Exgeliebte ihm wieder hinaushelfen kann oder ob sein mühsam aufgebautes Lügen- und Intrigengebilde letztlich über ihm zusammenbrechen wird, bleibt eine der wichtigsten Angelegenheiten zum Schluss hin.
Bemerkenswert auch weiterhin die gekonnte Zeichnung des ambivalenten Charakters, den man trotz aller seiner Missetaten nicht voll und ganz als Serienbösewicht betrachten kann. Vielmehr erleben wir ihn bis zum Schluss als einen Mann, der mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen hat. Trotzdem können seine Machenschaften auf Dauer nicht gutgehen. Jedenfalls sollte dem so sein.
Ein wenig zu kurz gekommen bei alledem ist der gemeinsame kleine Sohn James, den Jamie zusammen mit seiner ehemaligen Assistentin Christina in die Welt gesetzt hat. Hat eventuell das zu guter Letzt doch noch aufkommende Verantwortungsgefühl des Vaters für seinen Sohn Auswirkungen auf das, was aus dem korrupten Generalstaatsanwalt wird?
Fazit
Die vorletzte Folge der aller Wahrscheinlichkeit nach letzten Staffel der Serie „Yellowstone“ als „Mutterschiff“ diverser Spin-offs bereitet sanft auf den sprichwörtlichen großen Knall vor, der uns erwartet. Das tut sie allerdings keineswegs mit der Gemächlichkeit einer klassischen Füllepisode, sondern eher mit einer Mischung aus Abschiedsweh und Spannungsaufbau. Schließlich gilt es noch einige Türen zu schließen, ehe auf der Ranch die letzte Klappe fällt (oder auch nicht).
Für die rundum gelungene Vorbereitungsfolge gibt es einmal mehr vier von fünf Hufeisen.
Verfasser: Thorsten Walch am Montag, 9. Dezember 2024(Yellowstone 5x13)
Schauspieler in der Episode Yellowstone 5x13
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?