Yellowstone 5x14

Yellowstone 5x14

Folge 14 der fünften Season von „Yellowstone“ ist nicht nur das Finale der Staffel, sondern der Hauptserie insgesamt. Hierfür präsentiert man große Gefühle - aller Art!

Szenenfoto aus der 14. Episode der fünften Staffel von „Yellowstone“
Szenenfoto aus der 14. Episode der fünften Staffel von „Yellowstone“
© Paramount Network

Der Kampf ums Land

Die Indigenen vom benachbarten Reservat sabotieren in der Yellowstone-Episode Das Leben ist ein Versprechen in einer Nacht- und Nebelaktion die Großbaustelle, die neben der Yellowstone-Ranch auch ihren eigenen Grund und Boden bedroht. Polizeichef Mo (Moses Brings Plenty) führt einen Trupp von Leuten an, der die Rohre für die geplante Pipeline verschwinden lässt.

Jetzt das Angebot von Magenta TV entdecken

Abschiede und Neuanfänge

Die Cowboys um Lloyd (Forrie J. Smith), Teeter (Jennifer Landon) und Walker (Ryan Bingham) feiern zusammen mit Travis (Serienmacher Taylor Sheridan) das gute Ergebnis der Großauktion auf der Ranch. Ehe dieser zusammen mit Jimmy (Jefferson White) abreist, bewirbt sich Teeter für dessen Bosque Ranch, da sie nach dem Tod Colbys nicht länger an ihrer alten Wirkungsstätte bleiben will.

Beth (Kelly Reilly) und Rip (Cole Hauser) wollen zusammen mit Adoptivsohn Carter (Finn Little) einen Neuanfang auf einer eigenen Ranch wagen.

Kacey (Luke Grimes) und Monica (Kelsey Asbille) treffen derweil Reservatchef Rainwater (Gil Birmingham) und seine rechte Hand Mo. Da die Erbschaftssteuer auf die Ranch nach dem Tod John Duttons nicht aufzubringen ist, verkaufen sie Yellowstone zum einstigen und nunmehr nur noch symbolischen Preis an das Reservat. Kacey und Rainwater besiegeln ihren Bund durch Blutsbrüderschaft. Der Reservatschef erklärt sich bereit, Kacey, Monica und deren Filius Tate (Brecken Merrill) ein Stück Land zum Wohnen zu überschreiben.

Doch ehe alles das Wirklichkeit werden kann, gilt es für die Familie zunächst noch, einen schweren Weg hinter sich zu bringen. Die Trauerfeier für den Patriarchen steht an, der neben seiner verstorbenen Frau auf der Ranch beigesetzt werden soll.

Jamie (Wes Bentley) studiert nach den Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit derweil eine öffentliche Ansprache ein, um sich selbst zu entlasten.

Der letzte Gang

Das Begräbnis, an dem sowohl Rainwater als auch John Duttons altes love interest Senatorin Perry (Wendy Moniz) teilnehmen, wächst sich zur schweren emotionalen Belastungsprobe insbesondere für Beth aus. Am Sarg ihres Vaters schwört sie, ihn zu rächen, ehe er feierlich in den Boden gesenkt wird. Anschließend eilt Beth in Windeseile nach Hause, zieht sich um und braust mit ihrem Wagen davon, während Rip eigenhändig das Grab zuschaufelt.

Der Tag der Rache

Ihr Ziel ist natürlich das Haus ihres verhassten Adoptivbruders, dessen Rede gerade einigen Anklang gefunden hat. Rip ahnt natürlich, was seine Frau vorhat, und folgt ihr gemeinsam mit Lloyd. Sie und Jamie treten zu einem finalen Kampf gegeneinander an.

Serienabschluss in doppelter Länge

Wie schon mehrfach zu lesen, beschert Serienmacher Taylor Sheridan den Fans von „Yellowstone“ mit Life Is A Promise ein Finale in doppelter Episodenlänge. Dieses hat er neben seiner neuerlichen Mitwirkung als Rancher Travis auch selbst inszeniert. Und der abschließende Quasi-Film hält durchaus, was er verspricht, zumindest im Großen und Ganzen.

Große Emotionen

Zwar findet das unvermeidliche Begräbnis von John Dutton (auch in Rückblenden kein weiteres Mal in der Gestalt von Kevin Costner zu sehen) nur im vielzitierten kleinen Kreis statt. Doch dürfte dies für nicht wenige der Zuschauer den Griff zur Taschentuch-Packung auslösen. Man hat das Gefühl, einer Legende Lebwohl zu sagen, die uns seit 2018 begleitet hat, und da darf dergleichen durchaus passieren. Trotzdem verzichtet man bei aller Emotion auf übermäßigen Kitsch, ganz so, wie man es von Anfang an in „Yellowstone“ gehalten hat.

Das gilt im gleichen Maße für den Abschied von den liebgewordenen eckigen und kantigen Cowboy- und Cowgirl-Charakteren, die uns in den vergangenen Jahren ans Herz gewachsen sind. Wie das Leben nun einmal oft so spielt, treibt der Wind sie nun in die verschiedensten Richtungen.

Knüppelhart bis zum Schluss

Dass es am Ende zwischen Beth und dem (zumindest mehr oder weniger unfreiwilligen) Serienbösewicht Jamie in der einen oder anderen Weise zum ganz großen Knall kommen würde, war vorauszusehen. Und genau das geschieht. Und zwar in einer so furios-bösen Art und Weise, dass wir an dieser Stelle nichts weiter darüber verraten wollen.

Ein wenig schade dabei ist allerdings, dass kein weiteres Mal auf Jamies Ex-Freundin Christina (Katherine Cunningham) und ihren gemeinsamen Sohn eingegangen wird. Dies hinterlässt letztlich die berühmten losen Fäden. Auf der anderen Seite jedoch ist ja nicht gesagt, dass das Thema nicht in einer der geplanten Nachfolger wieder auf den Tisch kommt. Apropos…

Offene Türen

Und so präsentiert sich das Staffel- und Serienfinale ein weiteres Mal als ganz großes Fernseh-Kino, was die Erfolgsserie auch voll und ganz verdient hat. Allerdings weist man bereits hier auf das eine und andere Türchen hin, das sich nach dem großen Finale öffnen wird. So gibt es Pläne für eine Serie über das weitere Leben von Beth und Rip, und nach der Abschlussfolge wissen wir nun auch, wo diese spielen wird. Zumindest geografisch.

Und so mancher Zuschauer ist froh und glücklich darüber, dass der Blick auf die beiden in den abschließenden Minuten nicht der letzte sein wird.

Fazit

Yellowstone“ endet trotz des unerfreulichen Weggangs des Haupt-Serienstars zum zweiten Teil der fünften Staffel ebenso fulminant, wie die Serie damals begonnen hat.

Natürlich wäre es erfreulicher gewesen, auch Kevin Costner bis zum Schluss erleben zu dürfen. Doch hat man seinen Abschied von der Serie trotz des einen und anderen Hakens an der Sache einigermaßen passend in die Gesamthandlung eingebaut und kommt in einem summa summarum runden Finale zum Ende.

Auch wenn die zweite Hälfte der fünften und letzten Staffel hierdurch ihre Probleme hatte, ist es dennoch gelungen, das hohe Niveaus bis zum Schluss zu halten. Aus diesem Grund bleiben wir auch bei der bisherigen Wertung und verleihen dem Finale verdiente vier von fünf Lassos.

Die Abschlussfolge ist übrigens Reitprofi Bob Avila gewidmet, der am 9. November 2024 73-jährig verstarb. In der dritten Serienstaffel von „Yellowstone“ hatte er einen Gastauftritt.

Verfasser: Thorsten Walch am Montag, 16. Dezember 2024
Episode
Staffel 5, Episode 14
(Yellowstone 5x14)
Deutscher Titel der Episode
Das Leben ist ein Versprechen
Titel der Episode im Original
Life Is A Promise
Länge der Episode im Original
1 Stunde 50 Minuten
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Sonntag, 15. Dezember 2024 (Paramount Network)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Montag, 16. Dezember 2024

Schauspieler in der Episode Yellowstone 5x14

Darsteller
Rolle
Wes Bentley
Brecken Merrill
Jefferson White
Ian Bohen
Forrie J. Smith
Denim Richards
Jennifer Landon
Gil Birmingham

Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?