Yellowstone 5x11

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Ein letzter Blick zurück
Nochmals beginnt Yellowstone in der Episode Three Fifty-Three mit Ereignissen vor dem Tod von John Dutton. Rip (Cole Hauser, „Acts of Violence“) schickt seine zum Überraschungsbesuch aufgeschlagene Frau Beth (Kelly Reilly, Black Box) nach Hause. Kacey (Luke Grimes, „Fifty Shades of Grey“), seine Frau Monica (Kelsey Asbille, One Tree Hill) und Sohn Tate (Brecken Merrill, „Lifeline“) beziehen derweil ihr neues Haus.
Dann jedoch werden wir Zeugen des Mordes an John Dutton durch drei maskierte Täter. Als diese ihn töten und dabei den Anschein von Selbstmord erwecken wollen, spüren dies sowohl Beth als auch Kacey.
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Verschärfte Gegebenheiten
In der Gegenwart wohnen Jamie (Wes Bentley, American Horror Story) und John Duttons alte Freundin und Bettgefährtin, die jetzige Senatorin Perry (Wendy Moniz, The Guardian) der Amtseinführung des neuen Gouverneurs bei. Steven Rawlins (Gareth Williams, Dawson's Creek) war jedoch ein Gegner seines Vorgängers und will dessen Beschlüsse rückgängig machen, was Jamie sehr zugute kommt.
Senatorin Perry, die auf der Seite des Getöteten steht, stiftet Johns ehemaliger Assistentin Clara (Lilli Kay, Chambers) dazu an, mit den neuen Entwicklungen an die Öffentlichkeit zu gehen.
Mordsache John Dutton
Da die offizielle Todesursache seines Vaters nach wie vor Selbstmord lautet, begibt Kacey sich zu Gerichtsmedizinerin Dr. Everly (Vinessa Shaw, Ray Donovan) und erwirkt durch seine Kontakte zur Polizei eine Obduktion, der er auch persönlich beiwohnt. Dabei stellt sich unter anderem durch die aktive Mithilfe des Ex-Marines Kacey heraus, dass sorgfältig verborgene Indizien doch auf Mord hindeuten.
Entgegen dem Willen von Beth sucht Kacey Jamie auf, der ihn jedoch für den Augenblick beschwichtigen kann. Auf Yellowstone empfangen die beiden später Reservatschef Rainwater (Gil Birmingham, Animal Kingdom) und seinen Polizeichef Mo (Moses Brings Plenty, Lawmen: Bass Reeves), um die Möglichkeit einer Zusammenarbeit in der Angelegenheit zu erörtern.
Als wenig später offiziell bekanntgegeben wird, dass nunmehr wegen Mordes an John Dutton ermittelt wird, entgeht das natürlich auch Drahtzieherin Sarah Atwood (Dawn Olivieri, House of Lies) nicht.
Der neue Gouverneur gerät durch die Mordermittlungen in eine ziemliche Zwickmühle. Im Zuge der Durchsetzung seiner eigenen Pläne entmachtet er Jamie in seinem Posten als Generalstaatsanwalt.
Atwood jedoch, der von den angeheuerten Killern versichert wurde, dass kein Mord nachzuweisen sein wird, kann diese plötzlich nicht mehr erreichen. Nach einem Streit mit Jamie eskaliert die Situation.
Vorbei mit der Ruhe
Nach zwei Folgen von Yellowstone, in denen eher die Trauer um John Dutton thematisiert wurde, geht Three Fifty-Three in Sachen Nachbereitungen und vor allem die Konsequenzen absolut in die Vollen.
So werden wir diesmal Zeugen des feigen nächtlichen Mordes an John Dutton, den Sarah Atwood ohne Wissen von Jamie in Auftrag gegeben hat. Auch erleben wir die trotz allem tiefe Verbundenheit des Patriarchen zu seinen zwei leiblichen Kindern mit, die seinen Tod spüren.
Wenig überraschend
Dass sich der Verdacht bestätigt, dass Dutton ermordet wurde und keineswegs Selbstmord beging, ist weder für den Zuschauer noch die überlebenden Duttons eine große Überraschung. Allerdings wird das Ganze nun von der Ahnung zur Tatsache und bietet somit die Möglichkeit für Beth und Kacey, selbst tätig zu werden.
Für die Szenen, die den Mord zeigen sowie die nachfolgende Obduktion stand Altstar Kevin Costner („Horizon“) natürlich nicht mehr zur Verfügung; ebenso wenig für eine eventuelle Abschiedsszene einige Folgen zuvor. Somit hat man sich wie schon in der ersten Folge mit einem Body Double beholfen, dessen Gesicht nicht zu sehen ist.
Nach Kurzauftritten in den vorherigen Folgen bekommen diesmal auch der von Gil Birmingham gespielte Reservatschef Rainwater und sein Polizeichef Mo (Moses Brings Plenty) wieder einmal etwas zu tun. Die sonstigen Gegner erweisen sich als potenzielle Verbündete.

Böses Erwachen
Der eigentliche Brüller der aktuellen Folge ist indes ihr Schluss. Ihn für Leute zu spoilern, die sie noch nicht gesehen haben, wäre die reinste Sünde.
Deshalb sei nur so viel verraten: Noch ehe die Polizei oder auch die selbst ermittelnden Duttons weitergekommen sind, rächt sich der feige Auftragsmord in kraftvoll inszenierter Weise. Sicherlich war der Rezensent nicht der einzige Zuschauer, der nach dem Episodenende erst einmal mit halboffenem Mund dasaß.
Andererseits ist das bei Weitem nicht der erste herbe Story-Twist bei „Yellowstone“. Doch wie sich zeigt, funktioniert das immer wieder ganz ausgezeichnet. Schließlich muss Serienmacher Taylor Sheridan ja dafür sorgen, dass die Zuschauer auch in der kommenden Woche bei der Stange bleiben. Mission geglückt, kann man ruhigen Gewissens sagen.
Fazit
Nach wie vor macht die Serie das Bestmögliche aus dem Weggang ihres Hauptdarstellers, der natürlich insbesondere seinen Fans ganz gewaltig fehlt.
Aber auch ohne Kevin Costner bleibt die Serie auf Kurs und dreht weiterhin so hoch, wie es frühere Soap-Dramen nur schwerlich vermochten. Auf den Rest des zweiten Teils der fünften Staffel kann man auch ohne ihre Gallionsfigur getrost gespannt sein. Da braut sich was zusammen, wie so mancher alte Cowboy mit Fug und Recht sagen würde.
Wir bleiben bei vier von fünf Cowboyhüten!
Verfasser: Thorsten Walch am Montag, 25. November 2024(Yellowstone 5x11)
Schauspieler in der Episode Yellowstone 5x11
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