The Walking Dead 7x05

The Walking Dead 7x05

Die The Walking Dead-Episode Go Getters entfĂŒhrt die Zuschauer zum Hilltop, wo es ein Wiedersehen mit Gregory und Jesus gibt. Aber auch einige Mitglieder von Ricks Gruppe schlagen dort lĂ€ngerfristig ihr Lager auf oder versuchen es zumindest.

Szenenfoto aus der „The Walking Dead“-Folge „Go Getters“ (7x05) / (c) AMC
Szenenfoto aus der „The Walking Dead“-Folge „Go Getters“ (7x05) / (c) AMC
© zenenfoto aus der „The Walking Dead“-Folge „Go Getters“ (7x05) / (c) AMC

Das Hilltop steht in der The Walking Dead-Episode Go Getters im Mittelpunkt, was bedeutet, dass wir wieder einmal den Handlungsort wechseln und mehr Zeit mit Jesus (Tom Payne) und Gregory (Xander Berkeley) verbringen. Doch die sind natĂŒrlich nicht die einzigen bekannten Figuren. Nach der traumatisierenden Begegnung mit Negan (Jeffrey Dean Morgan) erfahren wir auch, dass Sasha (Sonequa Martin) und Maggie (Lauren Cohan) dorthin aufgebrochen sind. Maggie vordergrĂŒndig, um sich vom dortigen medizinischen Fachmann durchchecken zu lassen.

Baby still on board

Die gute Nachricht: Dem Baby geht es gut, obwohl Maggie durch den Stress einige Strapazen durchstehen musste. Sie soll sich nun vor allem schonen, doch Gregory heißt die beiden Frauen, deren Namen er sich nicht merken kann oder will, keineswegs willkommen.

Mein erster Gedanke in der FrĂŒhphase der Episode: Da ist sie ja, die TrauerbewĂ€ltigung. TatsĂ€chlich passt sie kaum besser als bei Maggie und Sasha, die direkt von Negans Morden betroffen sind. FĂŒr beide Opfer werden GrĂ€ber errichtet, die jedoch nicht direkt auf sie hinweisen.

Szenenfoto aus der „The Walking Dead“-Folge „Go Getters“ (7x05)
Szenenfoto aus der „The Walking Dead“-Folge „Go Getters“ (7x05) - © AMC

Schonen wird fĂŒr Maggie nicht einfach, weil Gregory direkt wieder Stunk macht. Der Deal mit Alexandria wurde in seinen Augen nicht eingehalten, da die Saviors weiterhin existieren und man ihre Anzahl deutlich unterschĂ€tzt hat. Im Stress ist er außerdem, weil sie jederzeit wieder auftauchen könnten. Er wĂŒnscht sich glaubhafte Abstreitbarkeit und will die beiden am liebsten sofort loswerden.

Jesus vs. Gregory

In dieser Staffel haben wir nun schon viele AnfĂŒhrermodelle kennengelernt. Gregory steht in der Sympathie relativ weit unten und wird fĂŒr die Überlebenden wohl nur durch Negan geschlagen. Seine AnfĂŒhrerfĂ€higkeiten sind aber klar auf dem letzten Platz. Er tut alles, um seine eigene Haut zu retten, ist ein Feigling und wĂŒrde wohl auch seine eigene Mutter verkaufen. Alles in allem wird wieder deutlich, was fĂŒr ein Dreckskerl er eigentlich ist.

Jesus ist die Person, die sonst am meisten Einfluss auf ihn ausĂŒben kann, doch er hat keine Ambitionen, das Sagen zu haben. Er ist ein rastloser Helfer, ein Scout, ein KĂ€mpfer, der das Beste fĂŒr seine Mitmenschen will und sich dafĂŒr auch stĂ€ndig in Gefahr begibt, doch das Leiten ĂŒberlĂ€sst er, obwohl er es besser weiß, Gregory. Der macht diesen Job schon lĂ€nger, als Jesus Teil der Community ist und dĂŒrfte ohne großen Widerstand die Savior eingeladen haben. Jesus ist zudem sehr aufmerksam und hat Abrahams Dogtags gefunden, die er Sasha ĂŒberreicht.

Außerdem erfahren wir, dass die Hilltop-Bewohner ihre Toten verbrennen, dahinter steckt die Idee, dass man trotz des Verlusts weitermachen muss und sich an Toden nicht zu lange aufhĂ€lt.

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Carl und Enids großes Abenteuer

Szenenfoto aus der „The Walking Dead“-Folge „Go Getters“ (7x05)
Szenenfoto aus der „The Walking Dead“-Folge „Go Getters“ (7x05) - © AMC

Ich habe das GefĂŒhl, dass die Serienmacher in dieser Episode etwas mit den Dingen spielen, die Carl nicht tun können sollte. So spielt der einĂ€ugige Junge eher schlecht als recht Darts, fĂ€hrt spĂ€ter Auto (ohne es je gelernt zu haben) und plant - wie Stauffenberg vor ihm - ein Attentat auf Negan.

Der junge Grimes will sich nĂ€mlich nicht damit abfinden, dass man den AnfĂŒhrer der Savior einfach so ungeschoren davonkommen lĂ€sst und fragt auch Michonne, warum sie nicht mit Rick (Andrew Lincoln) und Aaron (Ross Marquand) mitgeht. Wie wir wissen, zweifelt Michonne nĂ€mlich auch an der Herangehensweise. Eine Auflösung oder Anmerkung zu ihrer Entdeckung der verbrannten Matratzen gibt es jedoch nicht.

Enid (Katelyn Nacon) hĂ€lt es ebenfalls nicht in Alexandria, wenn Maggie nicht dort ist, also schleicht sie auf ihre ganz eigene Art davon. Carl möchte ihr das ausreden, lĂ€sst sie aber erst einmal gewĂ€hren. Dabei nutzt sie - recht schlau - fĂŒr eine Teilstrecke ein Fahrrad, erschreckt jedoch vor einem Untoten. Relativ vorhersehbar taucht bald auch schon Carl im vorhin schon angedeuteten Auto auf und fĂ€hrt die potentielle Gefahr um (Carl am Steuer, Ungeheuer!).

Beide laufen anschließend zu Fuß in Richtung Hilltop und meinen, dass sie Negan, wenn sich die Chance ergĂ€be, umbringen wĂŒrden. In einer sonst so dĂŒsteren Welt findet Carl Rollschuhe, die den langen Weg zum Ziel etwas spaßiger machen und ihn verkĂŒrzen.

Warnschuss

Szenenfoto aus der „The Walking Dead“-Folge „Go Getters“ (7x05)
Szenenfoto aus der „The Walking Dead“-Folge „Go Getters“ (7x05) - © AMC

Im Hilltop erleben Sasha und Maggie, die fĂŒr eine Nacht geduldet werden, wĂ€hrend der Nachtruhe eine böse Überraschung. Denn die Savior haben ein Feuer gelegt, das Tor aufgebrochen und lassen laute Musik erschallen. Statt jedoch, dass Gregory irgendetwas unternimmt, sind es Sasha und auch die schwangere Maggie, die aktiv werden und eine spontane Verteidigungsstrategie entwerfen. Dass die Savior so eine Schikane nicht zum ersten Mal durchfĂŒhren, sieht man an dem Mittelfingerschloss am Auto, denn so etwas muss vorher durchdacht sein. Statt sich zu schonen, ĂŒbernimmt Maggie das Steuer eines Trucks, der nicht nur Untote, sondern auch das plĂ€rrende Auto ĂŒberrollt, wĂ€hrend Sasha und Jesus (JESUSKICK!) und einige andere die Beißer ausschalten.

Statt sich bei Maggie und Sasha zu bedanken oder sich deren Namen zu merken, bleibt Gregory hart respektive widerlich, denn nur ein GesprÀch eins zu eins mit Sasha, die zuvor ihre Hilfe als Scout und Verteidigerin angeboten hat, könnte ihn umstimmen. Die Unterredung wird jÀh unterbrochen, als Simon (Steven Ogg) und ein ganzer Schwung Savior in Hilltop einfÀllt, wÀhrend die Damen von Jesus im Schrank versteckt werden sollen.

Vier-Augen-GesprÀch

Szenenfoto aus der „The Walking Dead“-Folge „Go Getters“ (7x05)
Szenenfoto aus der „The Walking Dead“-Folge „Go Getters“ (7x05) - © AMC

Das Vier-Augen-GesprÀch kriegt Gregory dann auch, nur nicht mit dem GesprÀchspartner, den er sich vorgestellt hat. Negans Stellvertreter Simon stellt klar, dass die nÀchtliche Aktion eine Erinnerung und eine Mahnung sein soll und wundert sich, dass man die Verteidigung auch ohne Negans exklusiven Service geschafft hat. Gregory biegt sich die Wahrheit beim GesprÀch wie eine Schlange zurecht und versteht es, Simon nach dem Mund zu reden. Er tut aber so, als wisse er nichts vom Tod der Saviors, die zuvor mit ihnen verhandelt hatten.

Er gelobt seine Treue und will ihm sogar von den verstecken Frauen erzĂ€hlen, doch Jesus hat ihm ein Schnippchen geschlagen und sie woanders versteckt. DafĂŒr muss Gregory seinen Scotch abgeben - und zwar nicht nur eine Flasche, sondern einen ganzen Karton. Ach ja, und das GemĂ€lde aus seinem Haus. Die ultimative Unterwerfung erfolgt dann, als Simon von ihm verlangt zu knien, wie andere Negan-Schafe es ebenfalls tun.

Von allen rechten HĂ€nden Negans dĂŒrfte Simon wohl die imposanteste sein. Ein wenig verwundert es schon, wie viele Hilfssheriffs Negan hat und wie groß seine gesamte Gruppe ist, denn Simon scheint den Verlust der vorherigen Gruppe einfach mit einem Schulterzucken hinzunehmen und geht zurĂŒck zum „business as usual“.

My name is Maggie Rhee

Wie bereits geschrieben, tut Gregory das, was nötig ist, um den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen und seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Genau das weiß Jesus auch, weswegen er Maggie und Sasha vorsorglich in das Chefschlafzimmer gebracht hat. NatĂŒrlich ist der Feigling Gregory auch darĂŒber verĂ€rgert und streitet mit Jesus darĂŒber. Darum erpresst Jesus ihn und fragt, ob er den Deal mit Alexandria öffentlich machen möchte, was das Bleiben von Sasha und Maggie sichert und ihm einen ordentlich (und hochverdienten) Schlag mitgibt. Wir wissen ja alle, dass ein kleiner Schlag manchmal das Merk- und Denkvermögen ankurbeln soll, nicht wahr?

Widerstand

Enid und Carl sind derweil beim Hilltop angekommen. Doch, wÀhrend Enid wegen Maggie die Reise angetreten hat, wittert Carl die Möglichkeit zur Rache. Allerdings ist sein Plan ziemlich impulsiv und wenig durchdacht, eine Exitstrategie gibt es nÀmlich nicht. Vielmehr will er sich im Geheimen in die Höhle des Löwen schleichen. Doch was dann? Hat Carl irgendwo eine Waffe gehortet oder ist zum Kung-Fu-Meister mutiert? Die Wege der beiden Jugendlichen trennen sich jedenfalls und das mit einem Kuss auf die Stirn und dann auf den Mund.

WĂ€hrend Enid seelischen Beistand leistet und ihrer Ziehmutter hilft, bereitet sich Carl auf seine potentielle Selbstmordmission vor. Hoffnung gibt es aber doch, denn auch Jesus hĂŒpft in den gleichen Wagen wie er, weil er in einer geheimen Mission fĂŒr Sasha herausfinden soll, wo Negan lebt. Das Rachefeuer lodert also allerorten heiß, nur dĂŒrfte blinde Rache kaum den gewĂŒnschten Erfolg bringen.

Ein Wiedersehen gibt es auch mit Enids grĂŒnen Ballons, die sie neulich noch den Saviors abgeben durfte und die damals beim Vorfall rund um Glenn und die Sackgasse und den MĂŒllcontainer mit „feinstem“ CGI zum Einsatz kamen. Die drei Frauen beten und essen im Hilltop zu Abend, wĂ€hrend Enid die Taschenuhr von Hershel vererbt wird - und sie somit immer mehr die Rolle einer anderen Figur aus den Comics einnimmt, die in der TV-Version aber lĂ€ngst nicht mehr unter uns weilt...

Fazit

Szenenfoto aus der „The Walking Dead“-Folge „Go Getters“ (7x05)
Szenenfoto aus der „The Walking Dead“-Folge „Go Getters“ (7x05) - © AMC

Da ist die TrauerbewĂ€ltigung, die ich mir gewĂŒnscht habe, wenngleich sie wegen planungstechnischer GrĂŒnde der Drehbuchautoren und dem Offenlassen von Maggies Schicksal nun erst so spĂ€t erfolgt. Go Getters ist nicht die actionlastigste oder aufregendste „TWD“-Episode aller Zeiten, verfĂŒgt aber ĂŒber einige gute Momente (Jesuskicks!). Die nĂ€chtliche Attacke ragt dabei besonders heraus, denn bei dem LĂ€rm ist die Kommunikation und Koordination von Gegenmaßnahmen gar nicht mal so einfach.

Maggie darf beweisen, dass sie aus dem Stehgreif eine bessere und fĂ€higere FĂŒhrungskraft als Gregory ist, wĂ€hrend Jesus zeigt, welch badass er ist und Gregory den Award fĂŒr den Feigling des Jahrhunderts verdient. Carl und Enid erleben noch einmal etwas unschuldigen Spaß, bevor es bitterernst fĂŒr Carl werden könnte.

Witzig ist, dass Carl bei seinen FahrkĂŒnsten eher nach seiner Mutter kommt, die ja auch schon einen legendĂ€ren, wenn auch weniger beabsichtigten Totalschaden fabriziert hatte. Die Liste derjenigen, die Negan eigenhĂ€ndig umbringen wollen, wird von Folge zu Folge lĂ€nger. Vielleicht lĂ€uft es in der zweiten StaffelhĂ€lfte dann auf den Anschlagsversuch der Woche hinaus...

Ich freue mich jedenfalls sehr auf den Ausflug von Carl und Jesus zum Sanctuary, denke aber, dass wir in der kommenden Episode zunÀchst wieder woanders Zaungast sein werden.

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Trailer zur Episode Swear (7x06) der US-Serie The Walking Dead:

Verfasser: Adam Arndt am Montag, 21. November 2016

The Walking Dead 7x05 Trailer

Episode
Staffel 7, Episode 5
(The Walking Dead 7x05)
Deutscher Titel der Episode
DraufgÀnger
Titel der Episode im Original
Go Getters
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Sonntag, 20. November 2016 (AMC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Montag, 21. November 2016
Autor
Channing Powell
Regisseur
Darnell Martin

Schauspieler in der Episode The Walking Dead 7x05

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