The Vampire Diaries 7x10

Selten haben die The Vampire Diaries-Macher ihre Strategie so gewinnbringend eingesetzt wie in der Episode Hell Is Other People. Dabei machen sie im Prinzip nichts anders als zuletzt üblich: Sie nehmen eine Idee und reizen sie bis zum Letzten aus.
Die Unendlichkeit
Erst haben sie die andere Seite abgeschafft und in gewisser Weise gegen einen doppelten Zeitstrang mit drei Jahren Unterschied eingetauscht. Doch statt daraus das Beste für die Story zu machen, bewerfen die The Vampire Diaries-Autoren uns seit einigen Episoden mit unsinnigen Einblicken in eine zukünftige Welt. Darunter natürlich die Offenbarung, dass Bonnie (Kat Graham) und Enzo (Michael Malarkey) zusammenfinden. Aber bevor wir anfangen, eine kurze Zwischenfrage: Wo sind überhaupt alle Figuren außer den vier zentralen Freunden Damon (Ian Somerhalder), Stefan (Paul Wesley), Bonnie und Caroline (Candice King)? Seit einiger Zeit konzentrieren die Storys sich fast ausschließlich auf die vier. Keine Spur davon, wie Alaric mit der neuen Situation umgeht, Matt hat schon lange nicht mehr zu sagen als ein paar kurze unwichtige Zeilen.
Da sollte man doch annehmen, dass immerhin die Geschichten um die letzten echten Hauptfiguren spannend sind. Doch auch das war in letzter Zeit nur selten der Fall. Obwohl sich die Situation durch Elenas Schlaf komplett verändert hat, fühlt es sich immer öfter so an, als ob die Ideen im Writers Room sich im Kreis drehen.
Das trifft ganz besonders für die Episode Hell Is Other People zu. Statt der anderen Seite oder den Gefängniswelten wird Damon in einem magischen Stein gefangen gehalten. Als ob es plötzlich unmöglich geworden wäre, auch nur zwei Wochen am Stück in der realen TVD-Welt zu bleiben, ohne von irgendeiner Magie in eine andere Dimension gebracht zu werden.
Die Idee mit dem Groundhog Day erscheint daher schon wie ein Kommentar zu dieser Situation. Als Fan der Serie konnte man sich schon öfter mal wie in einer Endlosschleife fühlen. Nun schmeißen die Autoren als ausgleichende Gerechtigkeit auch mal eine der Figuren in die Verzweiflung. Und wer könnte besser die Genervtheit rüberbringen, die sich bei der dritten Wiederholung einstellt, als Damon? In dieser Hinsicht gibt es also nichts zu meckern.
Aber abgesehen von der typischen Salvatore-Unterhaltung bleibt die Story zunächst recht schwach. Alles fühlt sich an wie ein schlechter Traum, den jemand, der seine sterbende Mutter so schändlich behandelt hat, auch haben sollte. Damon arbeitet sich durch jede Menge Trauer, Wut und Verzweiflung, bis er erkennt, dass er seine Mutter immer noch liebt. Doch das ist eine Erkenntnis, der man keine gesamte Episode widmen sollte.
Doch dann stellt sich heraus, dass die Frage nach der Realität noch tiefer geht als gedacht. Denn am Ende liegen alle seine verbliebenen Freunde tot auf dem Boden, weil Damon sich nicht beherrschen konnte. Ist das jetzt real oder nicht? Wie tief steckt Damon in dem Stein eigentlich drin?
Fazit
Die Episode Hell Is Other People hat viele unterhaltsame, auch amüsante Stellen zu bieten. Und das verdanken wir ganz alleine Damon.
Die Idee einer Endlosschleife ist fürs erste weniger bestechend. Doch dann zeigen die Autoren, dass sie bereit sind, den Weg bis zum Ende zu gehen. Und als sie wirklich alle verwirrt haben, was denn jetzt noch real sein kann, schlagen sie zu. Nicht schlecht. Die nächste Episode wird wohl von vielen Zuschauern herbeigesehnt werden.
Verfasser: Serienjunkies.de am Samstag, 30. Januar 2016(The Vampire Diaries 7x10)
Schauspieler in der Episode The Vampire Diaries 7x10
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