The Vampire Diaries 7x11

Nachdem Elena (Nina Dobrev) sich aus der Story verabschiedet hat, ist für Serienmacher und The Vampire Diaries-Fans eine neue Zeit angebrochen. Die alte Strategie des Liebesdreiecks in Verbindung mit einem großen Gegenspieler, der die Doppelgänger-Vampirin bedrohte, war plötzlich keine Option mehr. Die Autoren versprachen uns also, zurückzukehren zu den Wurzeln der ersten, sehr erfolgreichen Staffeln. Das haben sie nicht gemacht, doch dafür haben sie etwas Mutigeres angefangen: Sie haben eine düstere Realität nach Mystic Falls gebracht und eine Geschichte angeschnitten, die nicht so einfach zu durchschauen ist, wie man es von der Serie gewohnt war. Die Episode Things We Lost in the Fire zeigt, dass das Konzept aufgehen kann, auch wenn es noch hakt.
Peekaboo
Die neunte Staffel hat einen Fokuswechsel notwendig gemacht, und die Autoren haben sich für Damon (Ian Somerhalder) entschieden. Das funktioniert jedoch besser, wenn sie die anderen dabei nicht vergessen wie in der letzten Episode. In Things We Lost in the Fire läuft es besser: Damon und seine Ausfälle halten die Geschichte zusammen, aber auch Stefan (Paul Wesley), Caroline (Candice King), Matt (Zach Roerig) und andere gehen in ihrer Storyline voran.
Bleiben wir dennoch zunächst bei Damon. Er wird von den Ereignissen im Phoenix-Stein weiter verfolgt und kann nicht klar zwischen Realität und Einbildung unterscheiden, worauf er ganz typisch reagiert: mit einer Mischung aus Zorn und Aggression. Mit dieser The Vampire Diaries-Episode schließt sich für den älteren Salvatore-Bruder ein tragischer Kreis. Alleine war er nie gut, er brauchte entweder Stefan oder Elena, um ihn in der Spur zu halten. Und das nicht nur, um ihn physisch von Angriffen abzuhalten, sondern auch um ihm einen Sinn zu geben. Damon ist sich selbst nicht genug. Kämpfen lohnt sich für ihn nur, wenn er für jemand anderen kämpfen kann, der ihm mehr wert ist. Elena hat versucht, ihm diesen Sinn auch über die Zeit mitzugeben, in der sie nicht bei ihm sein kann. Doch er hat es nicht lange geschafft. Sehr deutliche Hinweise von seinem Bruder und seiner Lieblingshexe in dieser Hinsicht haben nicht gefruchtet, wie wir jetzt wissen.
In die Ecke gedrängt tut Damon, sobald er alleine ist, genau das, was er immer getan hat. Er tritt um sich, als wenn es kein Morgen gäbe. Er denkt nicht zweimal nach. Und damit zerstört er jetzt seine einfachste Chance auf ein erfülltes Leben, nämlich Elenas Rückkehr. Er verbrennt ihren Körper und damit jede Hoffnung auf eine Wiedervereinigung nach Bonnies Tod.
Er ist jetzt auf sich selbst gestellt. Das wird noch interessant, besonders jetzt, wo er sich entschieden hat, Stefan und die anderen darüber anzulügen.
Your problems mean nothing to me!
Doch auch die übrigen Figuren dürfen ihre jeweiligen Storylines ausbauen - und genau das macht Things We Lost in the Fire zu einer großartigen Episode. Stefan kämpft mit seinem eigenen Trauma und versucht das soweit wie möglich geheim zu halten, genauso wie er es immer getan hat. Bonnie (Kat Graham) versucht die Harmonie mit Diplomatie zu hinzubekommen und lädt die am wenigsten aggressive Heretic zur Babyparty ein. Und Matt wird an den Rand des Wahnsinns getrieben. Unterdessen weiß Caroline nicht so richtig, ob sie ausrasten soll, weil sie die Kinder nach der Geburt nicht mehr sehen wird oder weil sie sich um sie kümmern muss.
Gemeinsam ist den Geschichten eines: Man möchte allen zurufen "Es ist verrückt, ein anderes Ergebnis zu erwarten, wenn man sich immer wieder gleich verhält". Meistens ist ein neuer, mutiger Schritt der einzige Weg zu einer Verbesserung der eigenen Situation. Das können wir in mehreren Fällen anhand der Vorausschau erkennen. Matt arbeitet mit der Jägerin zusammen, die Stefan im Visier und Caroline als Lockvogel benutzt hat. Matt ist wohl der einzige Mensch, dem man verzeihen kann, was er tut. Er hat so viel unter den übernatürlichen Aktivitäten in Mystic Falls gelitten, seine Schwester war eines der ersten Opfer der Serie. Nur Bonnie schaut auf eine ähnlich dramatische Vergangenheit zurück. Doch sie landet dank Nora (Scarlett Byrne) offenbar auf der Gegenseite ihres Freundes bei der Polizei.
Fazit
Anhand von Matt und Bonnie kann man auch beobachten, wie viel realistischer die Serie wirkt. Statt mit Zaubersprüchen gehen sie mit Knüppeln auf die Raser los. Der Kampf ist brutaler, die Szenen sind schwerer zu ertragen. The Vampire Diaries sucht eine neue Sprache - und scheint fündig geworden zu sein.
Trailer zur Episode Postcards from the Edge (7x12):
Verfasser: Serienjunkies.de am Samstag, 6. Februar 2016The Vampire Diaries 7x11 Trailer
(The Vampire Diaries 7x11)
Schauspieler in der Episode The Vampire Diaries 7x11
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