The Originals 1x22

Einiges in der ersten Staffel der Serie The Originals wirkte zusammengewürfelt, wichtige Figuren nahmen ihren Abschied, immer wieder tauchten neue auf und verschwanden, fast jede Episode bildeten sich neue Allianzen, niemals wusste man so richtig, woran man ist. Doch es gab immer noch die Hoffnung, dass sich am Ende alles, oder zumindest das Meiste, zusammenfügen würde. Mit der Episode From a Cradle to a Grave haben die Autoren bewiesen, dass sie diese große Aufgabe stemmen können. Das Staffelfinale ist gespickt mit Gänsehautmomenten und großen Überraschungen.
Das Baby
Im Zentrum der ersten Staffel stand das ungeborene Baby. Die Mutter ein Werwolf, der Vater ein Hybrid, die Großmutter eine Hexe. Nun ist es endlich da, doch in der Episode From a Cradle to a Grave nimmt die kleine Hope schon wieder ihren Abschied von New Orleans. Einer der schönsten Momente ist die Rückkehr von Rebekah (Claire Holt). Schon seit ihren The Vampire Diaries-Tagen ist die einzige Mikaelson-Schwester immer wieder für einen genialen Überraschungsauftritt gut. Im The Originals-Staffelfinale sorgt sie für einen emotionalen Moment und der hat die Kraft uns mit dem enttäuschenden Abschied mitten in der Staffel zu versöhnen. Noch dazu lässt die Übergabe des Kindes an sie die Hoffnung aufkeimen, dass wir sie bald wiedersehen werden.
Denn die Episode From a Cradle to a Grave zeigt vor allem eins: Es geht um die Familie. Es gibt kleine Zeichen, die beweisen, was wir schon lange wussten, wenn es ernst wird, stehen die Geschwister zusammen, selbst Klaus (Joseph Morgan). Als er erkennt, dass Elijah (Daniel Gillies) gebissen worden ist, bietet er ihm sofort sein Blut an. Mit der Geburt des Babys ist die Familie erweitert worden, um Hayley (Phoebe Tonkin). Der sonst immer so gefasste Elijah legt einen emotionalen, herzergreifenden Auftritt hin als er Hayley tot glaubt. Nicht nur das Geheimnis um Hopes Verbleib macht Hayley nun zum festen Bestandteil der Familie.
Auch Marcel (Charles Michael Davis) kehrt zurück in die Gunst seines Ziehvaters. Er steht immer noch etwas weiter außen als Hayley, was sich auch daran zeigt, dass es für die drei Verschwörer wichtig ist, dass er das Schicksal des Babys aus seinem Gedächtnis löschen lässt. Doch auch die Versöhnungsszene zwischen Klaus und Marcel hat Potential für Gänsehaut.
Dass Elijah ein edler Charakter ist, daran bestand nie ein Zweifel. Hayleys großes Ziel war es schon in The Vampire Diaries, ihre Familie zu finden. Nun hat sie eine eigene, die sie mit Zähnen und Klauen verteidigt, wenn es sein muss auch erbarmungslos ist, wie Genevieve (Elyse Levesque) gegenüber. Sie hat ihre Herkunft in New Orleans gefunden, aber sie hat auch eine eigene Familie gegründet und wir haben keinen Anlass zu glauben, dass sie diese neue Familie hintergehen könnte. Klaus ist ein Psychopath mit weicher Seite, der im richtigen Moment oft hat Milde walten lassen. Das Baby hat offenbar in doppelter Hinsicht seine Sichtweise auf Marcel verändert. Er ist dankbar, dass dieser das Kind vor den Hexen gerettet hat, aber es ist vielleicht auch der Anlass, dass Klaus seinem Konkurrenten und ehemaligen Schützling vergeben kann. Durch die gesamte Episode From a Cradle to a Grave zeigt er sich von seiner emotionalen Seite. Sicher wird der Psychopath in ihm in nicht allzu ferner Zukunft zurückkehren, aber für den Moment ist es schön zu sehen, wie er auch sein kann.
Marcel war durch die ganze Staffel Elijahs härtester Konkurrent um die Krone als edler Vampir. Im Staffelfinale legt er in dieser Hinsicht noch einmal nach und überlässt Josh (Steven Krueger), der für ihn keine besonders große Rolle spielt, das Gegengift für den drohenden Tod durch Klaus' Biss. Seine Milde und seine Zuneigung zu Davina (Danielle Campbell) sind echt, er hält daran fest, auch wenn das seinen eigenen Tod bedeuten könnte.
Diese vier Figuren finden sich in der Episode From a Cradle to a Grave zusammen, vereint in dem Kampf gegen die Guererra-Werwölfe und die Hexen. Es ist vielleicht keine Allianz für die Ewigkeit, aber für den Moment kann man angesichts dieser Entwicklung schon die eine oder andere Träne verdrücken.
Die Gegner
Francesca (Peta Sergeant) spielt in der Episode From a Cradle to a Grave keine große Rolle und das ist gut so. Als Gegnerin bleibt sie erhalten, aber im Kampf um das Baby hat sie nichts zu suchen. Dass sie ein Stück weit aus dem Blickwinkel rutscht, lässt genügend Raum für die großen Dramen der anderen, an diesen hat sie bisher keinen Anteil. Stattdessen spielen sich zwei andere Figuren als emotional aufgeladene Gegner in den Mittelpunkt, Mama und Papa Mikaelson.
Die Rückkehr von Ersterer ist eine gelungene Überraschung, sie ist es, die hinter den mysteriösen Befehlen der Hexenvorfahren steckt. Plötzlich ergibt das alles Sinn. Mit ihrer Offenbarung werden auch die Hexen endlich interessanter. Und nicht zuletzt weckt die geheimnisvolle Schlussszene Aufmerksamkeit. Gibt es etwa noch mehr Mikaelson-Geschwister?
Auf einem anderen Rachefeldzug ist unterdessen Mikael (Sebastian Roche) unterwegs. Er ist allein von dem Hass gegen Klaus getrieben und dafür nimmt er auch den Weg von der anderen Seite auf sich. Doch er hat nicht damit gerechnet, dass jemand anders endlich entschieden hat, im Spiel der Mächtigen eine eigene Rolle zu übernehmen. Davina hat sich über die erste Staffel von einer fremdkontrollierten, jungen Hexe zu einer ernstzunehmenden Gefahr gemausert. Von einer mächtigen, aber gefangenen Waffe ist sie zur Hüterin einer vielleicht noch mächtigeren Waffe geworden. Diese neue Konstellation macht auch Mikaels Rückkehr spannend. Bisher ist er uns als der allmächtige Gegner präsentiert worden, der einzige, der Klaus ebenbürtig ist. Es ist eine gute Sache, dass seine Rückkehr nicht im Zentrum des Staffelfinales steht. Die Konfrontation zwischen Vater und Sohn haben wir erst kürzlich erlebt, wenn auch nur in Rückblicken. Ein erneutes Kräftemessen erschien wie ein alter Hut. Doch Davinas cleverer Schachzug hat der Figur Mikael eine neue, vielversprechende Richtung gegeben, auf die man sich in der zweiten Staffel freuen darf.
Fazit
Besser hätte das erste Staffelfinale der Serie The Originals kaum ausfallen können. Die eher uninteressanten Seiten der Geschichte, wie Francescas neues Werwolfpack bleiben im Hintergrund, stattdessen konzentrieren die Autoren sich auf großes Familiendrama. Die Rückkehr der Mikaelson-Eltern führt den Blick zurück auf das, worum es eigentlich geht: die Familie der Originals. Als besonderen Leckerbissen geben die Serienmacher uns in der Episode From a Cradle to a Grave einen wunderbaren Moment zwischen Klaus und Rebekah, perfekt.
Verfasser: Serienjunkies.de am Mittwoch, 14. Mai 2014The Originals 1x22 Trailer
(The Originals 1x22)
Schauspieler in der Episode The Originals 1x22
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