The Originals 1x16

The Originals 1x16

Drei Geschwister mit einem großen Problem sind auf einem Friedhof gefangen. Die Episode Farewell to Storyville bringt eine grundlegende Veränderung in das New Orleans der Originals.

Zwei Geschwister auf einer Seite: Rebekah (Claire Holt) und Elijah (Daniel Gillies) in der Serie „The Originals“. / (c) The CW
Zwei Geschwister auf einer Seite: Rebekah (Claire Holt) und Elijah (Daniel Gillies) in der Serie „The Originals“. / (c) The CW

Das Ende der Episode Farewell to Storyville und die kurz darauf veröffentlichten Neuigkeiten lassen einiges in einem anderen Licht erscheinen: Noch in der Mitte der Episode konnte man sich dabei erwischen, wie man sich wünschte, alles würde endlich wieder zu dem Wahnsinn zurückkehrt, den man als Original-Vampir Normalität nennt. Der Streit zwischen den Geschwistern wirkte schon seit der letzten Episode aufgesetzt und irgendwie ein bisschen herzlos geschrieben.

Doch nun kennen wir den Hintergrund. Die Episode Farewell to Storyville ist die letzte, in der Claire Holt als Hauptdarstellerin zu sehen ist „58306“. Was sich also erst aufgesetzt anfühlte, fühlt sich nun fast zu klein an, um die Bedeutung dieses Ereignisses zu tragen. Rebekah, die viele Zuschauer schon seit The Vampire Diaries-Tagen kennen, schafft endlich den so oft angekündigten Absprung von Klaus (Joseph Morgan) und beginnt ihr eigenes, freies Leben. Das ist schön für sie, doch traurig für uns, hat Rebekah sich doch gerade in letzter Zeit zur Sympathieträgerin entwickelt. Sie ist immer ein gutes Gegengewicht zu Klaus' Wahn- und Elijahs Familiensinn gewesen. Hoffentlich kommt sie zumindest mal wieder zu Besuch.

Das, was an der Episode Farewell to Storyville am meisten nervt, ist die Tatsache, dass Rebekah einen schöneren Abschied verdient hätte. Die The Originals-Autoren holen die Geschichte um Mikael hervor, um Rebekah einen Abgang zu ermöglichen. Einerseits zeigen die Ereignisse, wie gefährlich und schmerzhaft Rebekahs Festhalten an Klaus für sie ist. Doch der Konflikt um Mikael führt auch dazu, dass Klaus seiner kleinen Schwester einen Ausweg einräumt. Er lässt sie ziehen. Und damit Klaus jemanden ziehen lässt, muss man zwei Möglichkeiten aus dem Weg räumen: Auf der einen Seite müssen die Autoren sicherstellen, dass Klaus den Aufbrechenden nicht so sehr liebt, dass er ihn nicht gehen lassen kann, zugleich aber auf der anderen Seite, dass er den Gehenden nicht so sehr hasst, dass er ihn jagen möchte. In Rebekahs Fall wäre beides möglich.

In der Episode Farewell to Storyville durchleben die Geschwister beides, wir sehen, wie wütend Klaus ist, nachdem er von dem Betrug erfahren hat. Doch in Rückblicken zeigt sich auch, wie nahe sich gerade Klaus und Rebekah schon immer waren. Zwischen Hass und Liebe findet Klaus sein Herz und lässt seine Schwester in die Freiheit ziehen.

Die Idee hinter diesem Abschied sieht auf dem Papier gut aus, dennoch leidet die Episode Farewell to Storyville an vielen Stellen an Gefühllosigkeit und einem echten Mangel an Spannung. Ob man nun vorher weiß, dass Rebekah sich diesmal wirklich verabschiedet oder nicht - die Gefühlslage bleibt seicht.

Dabei hilft auch die erzwungen wirkende Liebe zwischen Marcel (Charles Michael Davis) und Rebekah nicht weiter, die in der Episode Farewell to Storyville kaum jemanden überzeugen kann. Marcel hält per Telefon Kontakt zu Rebekah, während er irgendwie nebenbei einen Deal eingeht. Da haben wir aber schon deutlich mehr Einsatz gesehen, wenn das Leben eines Geliebten in Gefahr war. Er muss sich zwischen Rebekah und Davina (Daniella Pineda) entscheiden und bringt Davina zu den Hexen. Es hätte eine Gewissensentscheidung sein können, ein Punkt, an dem der Charakter sich neu definiert. Doch es bleibt bei lauwarmen Unterhaltungen zwischen Figuren, die irgendwie nicht an der Hauptstory teilhaben dürfen.

Auch der Abschied von Hayley (Phoebe Tonkin) ist kurz und leer, die beiden letzten Frauen in der Mikaelson-Familie habe seit dem Beginn der Serie The Originals eine wunderbare Dynamik entwickelt, die Szenen mit den beiden gehörten meist zu den schönsten einer Episode, aber der kurze Abschied in Farewell to Storyville gehört nicht dazu.

Fazit

Die Episode Farewell to Storyville verabschiedet eine Figur, die zu den beliebtesten gehörte: Rebekah. Doch dieser Abschied hätte gerne emotionaler sein dürfen, er wird der Figur nicht gerecht. Rebekah wird eine Leere hinterlassen, die im Moment von niemandem gefüllt werden kann. Das Ende der Episode zeigt, dass ein Kuss und traurige Musik nicht automatisch reichen, um eine emotionale Szene zu stemmen, es braucht auch ein bisschen Glaubhaftigkeit und der Abgang Rebekahs fühlt sich übereilt an. Die Story macht den Eindruck, entweder in Eile geschrieben worden zu sein oder aufgrund äußerer Umstände in eine vorgegebene Form gepresst worden zu sein. Schade, Rebekah hätte mehr verdient.

Verfasser: Serienjunkies.de am Mittwoch, 12. März 2014

The Originals 1x16 Trailer

Episode
Staffel 1, Episode 16
(The Originals 1x16)
Deutscher Titel der Episode
Abschied von New Orleans
Titel der Episode im Original
Farewell to Storyville
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Dienstag, 11. März 2014 (The CW)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Freitag, 14. November 2014
Autor
Michael Narducci
Regisseur
Jesse Warn

Schauspieler in der Episode The Originals 1x16

Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?