The Flash 1x23

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Normalerweise muss man Episoden wie Fast Enough eigentlich etwas länger sacken lassen, bei all den bahnbrechenden Ereignissen, die sich hier abspielen. Es fällt mir tatsächlich nicht leicht Worte für das zu finden, was sich in den letzten Minuten des großen Staffelfinales von The Flash zuträgt. In der wohl emotional packendsten Folge der gesamten ersten Staffel des letztjährigen The CW-Neustarts wird der Zuschauerschaft einiges abverlangt, dass an die Substanz geht und das Herz schneller schlagen lässt. Die Serienmacher um Showrunner Andrew Kreisberg belohnen sich mit einem wahnsinnigen Schlusspunkt zu einer starken ersten Staffel des Superheldendramas.
Drama ist hier das richtige Wort, denn was die gesamte Darstellerriege in „Fast Enough“ schauspielerisch abliefert, kann gar nicht hoch genug bemessen werden. Insbesondere Hauptdarsteller Grant Gustin wächst in zahlreichen Szenen über sich hinaus und dürfte mit seiner Darbietung nicht wenige Zuschauer den Tränen nahe bringen. Es ist beeindruckend, wie das Autorenteam zutiefst berührende Charaktermomente mit einer verzwickten Zeitreisegeschichte sowie einem fulminanten Finale verknüpfen kann, das unglaublich viel Mut beweist und exemplarisch für die konsequente Arbeit der kreativen Köpfen hinter dem Format steht.
Not sure where to start
Ohne Frage wird das Finale der ersten Staffel von „The Flash“ im Netz heiß diskutiert und bis aufs kleinste Detail analysiert werden. „The Flash“ hat in kürzester Zeit eine Faszination bei vielen Zuschauer ausgelöst, die sich seitenlang über die aktuellen Vorkomnisse in der Serie austauschen können - wie auch ich es Woche für Woche unter meinen Kritiken im Kommentarbereich mit Freude registriert habe. Das Format polarisiert, und genau aus diesem Grund schauen wir Fernsehen - um uns an überzeugenden schauspielerische Leistungen zu erfreuen, um uns über kleine bis mittelgroße Fehler sowie Logiklöcher aufzuregen und Erklärungen für diese zu finden. Und um letztendlich auch von dieser fiktiven Geschichte emotional berührt und mitgerissen zu werden. Und „Fast Enough“ gelingt dies schlichtweg exzellent.

What I want
Ich möchte gar nicht abstreiten, dass es in dieser Episode ein paar Kritikpunkte zu finden gibt, oder gar einzelne Momentaufnahmen, die auf den ersten Blick etwas eigenartig anmuten. Die schnell dazwischengeschobene Hochzeit von Caitlin (Danielle Panabaker) und Ronnie (Robbie Amell) kommt zum Beispiel sehr plötzlich, ebenso plötzlich wie der Auftritt von Ronnie aka Firestorm (zusammen mit Stein) in der letzten Episode (Rogue Air), der nun in Central City und an der Seite seiner goßen Liebe Caitlin verbleiben will. Wirklich störend ist diese Szene jedoch nicht, da die Autoren sehr geschickt die einzelnen Handlungsstränge miteinander verknüpfen und die Handlung ihrer Episode wunderbar strukturieren, sodass die unterschiedliche Charaktere wie verschieden große Zahnräder Teile eines großen Ganzen sind, das letztlich auf ganzer Linie überzeugt.
Mancher mag sich an Details festklammern, doch ich sehe gerne das Endprodukt vor mir und frage mich dann, ob es mich aufgewühlt und komplett gepackt hat, ob die Strukturierung der Handlung sowie das Ineinandergreifen verschiedener Elemente eine Emotion in mir ausgelöst hat, die nach der Sichtung dann nur schwer zu beschreiben ist. Genau dieses Empfinden erreicht das Staffelfinale bei mir, weshalb sich „Fast Enough“ unter anderem meine Bestwertung verdient.
Because I hate you
Doch es ist eben nicht nur dieses unbeschreibliche Gefühl, welches am Ende von Fast Enough bleibt, auch der Weg ist in dieser Episode das Ziel. Diese startet mit einer extrem stimmungsvollen Konfrontation zwischen Barry und dem gefangenen Harrison Wells beziehungsweise Eobard Thawne (Tom Cavanagh), bei der ein unheilvolles Knistern in der Luft liegt. Thawne fordert Barry nahezu auf, ihm die Frage zu stellen, die den jungen Forensiker seit so langer Zeit nicht zur Ruhe kommen lässt: Warum hat Thawne seine Mutter Nora umgebracht? Barry war stets das Ziel Thawnes, weil er ihn abgrundtief gehasst hatte, und über den Tod von Barrys Mutter wollte Thawne diesen seelisch zerstören, um in der Zukunft von seinem Nemesis befreit zu sein.
Da Thawne dann aber seine Kräfte eingebüßt hatte, musste er seinen Erzfeind paradoxerweise selbst erschaffen, um über diesen in seine mehr als 130 Jahre entfernte Zukunft zurückkehren zu können. Es ist ein prickelnder Auftakt, in dem Tom Cavanagh wunderbar aufspielt und Barry darüber hinaus in Aussicht gestellt wird, seine Mutter tatsächlich retten und so viele Dinge ungeschehen machen zu können, wenn er denn mit Thawne gemeinsame Sache macht. Dies ist nachvollziehbar eine extrem schwierige Entscheidung, die eine Reihe von Ereignissen auslöst, die man teilweise überhaupt nicht erwartet hätte und ungemein zum mitreißenden Erzähltempo dieser Folge beiträgt.
Stuck
Natürlich könnte Barry zurück in die Vergangenheit reisen, auch wenn ihm Dr. Stein (Victor Garber, der sich in „Fast Enough“ einfach nur glänzend präsentiert) eindringlich über die Risiken dieses Unterfangens berichtet. Doch wenn Barry tatsächlich die Vergangenheit verändert, seine Mutter rettet und seinen Vater vor dem Gefängnis bewahrt, dann ändert er eine komplette Zeitlinie, wodurch sein bisheriges Leben keinen Bestand mehr haben wird. Seine Beziehung zu Joe (Jesse L. Martin) und Iris (Candice Patton), zu seinen Freunden und Nächsten würde einfach ausgelöscht werden und Barry könnte sich nicht einmal daran erinnern. Ist er bereit, dieses große Opfer zu bringen?

Always a hero
Es ist ein packendes Dilemma, welches uns hier aufgezeigt wird. Grant Gustin brilliert bei seinem inneren Konflikt mit sich selbst, sich zwischen Leben zu entscheiden, seine Eltern zurückzugewinnen, aber gleichzeitig auch so viel zu verlieren, sollte er sich in die Vergangenheit begeben und den Reverse-Flash dort aufhalten. Es werden schwere dramatische Geschütze aufgefahren, so zum Beispiel der Dialog zwischen Joe und Barry, in dem ersterer Barry dazu rät, seine Mutter zu retten, auch wenn es ihm sichtlich schwer fällt, da sich so die starke Vater-Sohn-Beziehung der beiden nie entwickeln wird. Als Barry dann seinen Vater Henry (John Wesley Shipp) im Gefängnis besucht, wird es bei vielen Zuschauer emotional wohl kein Halten mehr gegeben haben, denn Gustin und John Wesley Shipp liefern eine hervorragende Szene ab, in der Henry seinen Sohn darum bittet, nicht gegen die natürliche Ordnung der Dinge anzukämpfen und gleichzeitig sein bisheriges Leben mitsamt seiner Identität nicht wegzuwerfen, da Barry seinen Vater nicht mit noch mehr Stolz erfüllen könnte.
Die Macher reihen hier eine bewegende Szene an die nächste, wobei vor allem Jesse L. Martin und Shipp im Zusammenspiel mit Grant Gustin erneut unglaublich starke Szenen haben. Doch selbst die Momentaufnahme zwischen Barry und Iris, die sich keiner großen Beliebtheit bei vielen Zuschauern erfreut, trägt zum dramatischen Aufbau der Folge sowie der inneren Zerrissenheit unseres Protagonisten bei. Iris ist es schließlich auch, die für Barry nur das Beste will, welcher wiederum immer nur an andere und nie wirklich an sich selbst gedacht hatte. Der Verlust seiner Mutter wiegt jedoch so schwer auf Barry, was authentisch von Grant übermittelt wird, dass er nun die Chance einfach wahrnehmen muss, die sich ihm hier auftut - trotz des schmerzhaften Abschieds von seinen alten aber auch neuen Freunden, die ihm so viel bedeuten.
Out of love
Auf emotionaler Ebene leistet man hier sehr gute Vorarbeit, gleichzeitig nimmt Fast Enough mit Barrys endgültiger Entscheidung dann abermals ein höllisches Tempo auf, welches letztlich in ein paar der stärksten Charakterszenen als auch Actionsequenzen des Formats kulminiert. Der weggesperrte Thawne erklärt zunächst, wie die Zeitreise genau funktionieren wird, indem Barry nämlich innerhalb des Teilchenbeschleunigers mit einem Teilchen kollidiert und somit eine Wurmloch öffnet, über das er die verschiedenen Zeitlinien betreten kann. Das Unterfangen ist jedoch alles andere als ungefährlich, denn nicht nur Barry könnte bei einem Misserfolg das Zeitliche segnen, auch eine globale Katastrophe steht im Raum. Im schlimmsten Fall löst dieses Experiment nämlich eine schwarzes Loch aus, das alles zerstört - ein Risiko, das Wells Team Flash zunächst vorenthält.
Bevor es für Barry jedoch auf die riskante Mission geht, für die er gerade einmal 1 Minute und 52 Sekunden zur Verfügung hat, soll für Wells noch eine Art Zeitmaschine gebastelt werden, da ihm bei seiner Mithilfe die Reise zurück in seine Zeit versprochen wurde. Ingenieur Ronnie und Cisco (Carlos Valdes) werden mit der Konstruktion einer solchen Vorrichtung beauftragt, wobei Cisco („May the speed force be with you.“) alles andere als begeistert angesichts Barrys Vorhaben ist. Spannend wird es dann, als Cisco im abermaligen Dialog mit Wells beziehungsweise Thawne eröffnet wird, dass er womöglich ebenfalls vom Unglück des Teilchenbeschleunigers beeinflusst wurde und über besondere Fähigkeiten verfügt, wodurch wiederum seine Träume von Thawne erklärt werden könnten, der ihn in einer alternativen Zeitlinie bekanntermaßen umgebracht hatte. Sehenswert ist darüber hinaus der erneute Blick auf das Beziehungsverhältnis zwischen Cisco und seinem ehemaligen Mentor, dass sich im Vergleich zum Beginn der Staffel drastisch verändert hat.
Worth it
Generell gelingt es den Autoren hervorragend, viele Brücken zu vorangegangen Ereignissen und Szenen aus dieser Staffel zu schlagen, seien es direkte Zitate („Run, Barry. Run.“) oder allgemeine Referenzen dahingehend, wie krass sich die Beziehungen verschiedener Figuren untereinander im Laufe einer Staffel verändert haben. Dies ist ein großer Pluspunkt der Episode, der wiederum auf dem durchdachten Aufbau der Gesamthandlung der ersten Staffel von The Flash fußt. Die Macher haben denkwürdig und gekonnt die verschiedenen Charaktere und deren Verbindung zueinander etabliert, wir als Zuschauer konnten mit ihnen während ihrer Entwicklung als Figuren mitempfinden, und dies zahlt sich nun einfach aus.

Back to the future
So funktioniert zum Beispiel Barrys Kampf mit seiner Entscheidung sehr gut, da sein Zögern und seine Zweifel mit Blick auf seinen Charakter absolut nachvollziehbar sind und dieser über eine Staffel lang aufgebaut wurde. Die Situation ändert sich für ihn natürlich drastisch, als nicht nur mehr sein eigenes Schicksal, sondern das seiner Liebsten und der Welt in Barrys Händen liegt, sollte er scheitern. In einer weiteren bewegenden Momentaufnahme spricht Joe Barry sein vollstes Vertrauen aus, auch wenn es ihn schwer treffen wird, wenn er Ziehsohn Barry verlieren sollte. Abermals trifft man den genau richtigen Ton, denn man drückt weder zu sehr noch zu wenig auf die Tränendrüsen, sodass man spätestens jetzt komplett emotional in die Geschichte involviert ist.
Die (An)Spannung steigt, als Barry sich dann bereit sieht, seine Mutter zu retten und von seinen Kräften überzeugt (erneut ein schöner Callback zu seiner Schüler/Mentor-Beziehung mit Harrison Wells, der nie an Barry gezweifelt hat) die Schallmauer durchbricht und in der Zeit reist. Die Serienmacher können sich nicht nehmen lassen, in dem Wurmloch einige Anspielungen unterzubringen, die vor allem die Herzen von Comicfans höher schlagen lassen werden. Ob nun der Blick auf Caitlin als ihr Comic-Alias Killer Frost oder die neue Heldengruppierung aus der Spin-off-Serie Legends of Tomorrow - es ist ein gerngesehener Bonus in dieser Episode, in der zahlreiche Referenzen zu der Comicvorlage und dem DC-Universum untergebracht sind.
Home
Barry ergibt sich nun die Möglichkeit, seine Mutter (Michelle Harrison) vor ihrem Tod zu bewahren, doch es kommt alles anders als erwartet und hinterlässt mich mit einem großen Staunen im Gesicht. Barry selbst gibt sich das Zeichen, nicht seine eigene Mutter zu retten, da dies womöglich weitreichende Konsequenzen haben könnte. So wird Barry tatenlos Zeuge der Ermordung seiner Mutter, ein unglaublicher Moment, in dem Grant Gustin wahrscheinlich die beste Darbietung dieser Staffel abliefert. Die emotionale Wucht dieser hochdramatischen Szenen zwischen Barry und seiner tödlichen verletzten Mutter kennt keine Grenzen und stellt für mich persönlich den Höhepunkt dieser Folge dar, auch wenn die Episode noch etwas Großes in der Hinterhand hat. Mich erwischte diesen Augenblick komplett unerwartet, und wie unfassbar schwer es Barry in dieser Situation fällt, den Tod seiner eigenen Mutter mit zu erleben, wird von Gustin überragend vermittelt.
In der Jetztzeit blickt Thawne derweil freudig der Rückkehr in seine Zeit zurück, was mit der von Ronnie und Cisco optimierten Zeitmaschinen, über die niemand Geringeres als der Zeitreisende Rip Hunter (Legends of Tomorrow lässt grüßen) mächtig stolz wäre. Ein metallischer Helm (von Ur-Flash Jay Garrick) ist sein Zeichen, sich auf den Weg zu machen, doch plötzlich wird er von Barry attackiert, der Thawnes Gefährt zerstört und dessen Plan zunichtemacht. Barry hätte seine Mutter retten können und hat es nicht getan, womit Thawne absolut nicht gerechnet hat. Es kommt zum Kampf zwischen dem wutentbrannten Thawne und Barry, der sein jetziges Leben nicht sie einfach aufgeben kann und nun direkt Rache an dem Reverse-Flash üben will.
Wild card
Die Ereignisse überschlagen sich, Barry steckt gehörig ein und Thawne entfesselt seine ganze Kraft. Doch bevor er Barry und seine Freunde töten kann, kommt es zum nächsten überraschenden Schocker, den manch einer vielleicht erahnt hatte und der zeigt, wie konsequent die Macher sein können. So erschießt sich Eddie (Rick Cosnett) nämlich selbst, wodurch Thawnes Erblinie und er selbst ausgelöscht werden. Die Autoren spannen fantastisch den Bogen zu der zuvor etablierten Nebengeschichte um Eddie, die neue Hoffnung für ihn und Iris versprach.
Vom weisen Professor Stein angeleiert erkennt Eddie nämlich, dass er sich nicht so einfach einem Schicksal fügen sollte, was ihm von seinem Nachfahren Eobard erzählt wurde. Eddie hat seine Zukunft in den eigenen Händen und ist bereit, den Vorhersagungen Thawnes zu trotzen. Für Stein stellt er gar eine unberechenbare Variable dar, die den Lauf der Geschichte wie niemand anderes beeinflussen kann. Und der Wissenschaftler behält recht, denn mit dem Tod Eddies ist auch Eobard Thawne besiegt. Der aufstrebende Detective trifft eine selbstlose Entscheidung, die seinen Wert als Charakter nur noch einmal unterstreicht. Jedoch lassen sich die Macher in meinen Augen auch ein kleines Hintertürchen offen, wird Eddies Leiche doch in das kollabierende Wurmloch gezogen.

The hero after all
Die Katastrophe nimmt jetzt jedoch erst ihren Lauf, denn das instabile Wurmloch hat das schwarze Loch zufolge, welches das Team um jeden Preis vermeiden wollte und nun die Menschheit bedroht. Die folgenden Aufnahmen von dem gewaltigen Schlund über Central City, der die Stadt langsam zerstört, haben das Format für die große Kinoleinwände und fesseln mich als Zuschauer ungemein. Verantwortungsbewusst stürzt sich Barry in die unmittelbare Gefahr, um sie mit seiner Schnelligkeit abzuwenden. „Run, Barry. Run!“ liegt einem als Zuschauer auf der Zunge, als der Flash gen Himmel stürmt und sich dem schwarzen Loch stellt.
Ein wahrlich epischer Moment, doch was folgt ist eine sehr mutige Entscheidung der Macher, welche die Erwartungen an die zweite Staffel gewaltig anhebt. Es folgt der Schnitt zu einem schwarzen Bildschirm und den Credits. Die Auflösung dieses packenden Dramas erwartet uns erst im kommenden Herbst, wenn The Flash zurückkehren wird. Fakt ist nur eines: Barry ist es endlich gelungen, schnell genug zu sein, obwohl dies eigentlich nie sein primäres Ziel gewesen ist. Er hat letztlich zu sich selbst und zu der Heldenfigur gefunden, die er sein möchte und auch sein muss. Er weiß das zu schätzen, was er in seinem Leben hat und hat das Drama um seine Mutter verarbeitet, so schwer es ihm auch gefallen ist. Die Attribute wie seine Ehrlichkeit oder auch das Herz für seine Mitmenschen, die ihn am Ende des Tages auszeichnen, sind seine unbestrittene Stärke, die er als eine solche fortan einsetzen wird. Selbst wenn er dabei sein Leben aufs Spiel setzten muss, um seine Nächsten zu beschützen.
Fazit
Ja, mir fehlten am Ende von Fast Enough durchaus die Worte. Vielleicht lässt man sich als Kritiker und gleichzeitig Fan eines Formats gerne einmal blenden, doch in diesem Fall kann ich einfach nichts an dem Finale der ersten Staffel von The Flash aussetzen. Erneut präsentiert man uns eine absolut stimmige Episode, die mehrfach von der exzellenten Vorarbeit der Autoren hinsichtlich der Charakterentwicklung der Figuren und vorangegangen Ereignissen in der Staffel profitiert.
Zur gleichen Zeit integriert man wie so oft leichtere Szenen, die die handelnden Figuren nur noch umso sympathischer machen. Und auch Comicfans sollten bei den ganzen indirekten sowie direkten Referenzen (auch Kenda Sunders aka Hawkgirl (Ciara Renee) ist am Ende kurz zu sehen) voll auf ihre Kosten kommen. Wie man nun die Ereignisse in „The Flash“ vielleicht sogar mit dem Spin-off Legends of Tomorrow (welche erst in der Midseason 2016 an den Start gehen wird) verbinden wird, ist nur eine von vielen spannenden Fragen, die das Finale aufwirft. Kann der Flash zum Beispiel überhaupt ohne Gegenpol Reverse-Flash existieren? Die Zukunft wird es zeigen.
Die Finalepisode ist eine aufregende, dramatische, emotionale Achterbahnfahrt und markiert ein tolles Ende einer insgesamt sehr guten ersten Staffel der Superheldenserie über den schnellsten Mann der Welt, die die zweite Staffel vor ein sehr schweres Erbe stellt. Angeführt von einem beeindruckenden Grant Gustin in der Hauptrolle gehen die einzelnen Darsteller nun noch einmal an ihre Grenzen, was man in unzähligen bewegenden Charaktermomenten sehen kann. Ein besseres, aufwühlenderes Finale, welches mich mehr als einmal auf dem falschen Fuß erwischt hat und große Gefühle in mir weckte, hätte ich mir nur schwer vorstellen können. Eine in meinen Augen sehr unterhaltsame und immer wieder fesselnde erste Staffel von „The Flash“ findet so einen sehr würdigen Abschluss.
In eigener Sache
Zum Ende der ersten Staffel von „The Flash“ möchte ich mich natürlich auch bei Euch Lesern für Eure eifrige Teilnahme an der Diskussion zur Serie bedanken, die Woche für Woche in den Kommentaren zu lesen war. Es ist sicherlich nicht nur für mich immer wieder hochinteressant gewesen, sich die verschiedensten Theorien zur weiteren Handlung durchzulesen und dem Austausch untereinander beizuwohnen. Auch zum Staffelfinale erwartet ich nichts anderes als eine weitere lebhafte, konstruktive Auseinandersetzung innerhalb der Leserschaft.
Ich bin wie immer gespannt auf mögliche Einwände gegenüber meiner doch sehr positiven Rezension und welche Fragen die Macher eventuell offen gelassen haben, die unbedingt geklärt werden müssen. Wie immer viel Spaß beim Diskutieren und abermals vielen Dank für die rege Beteiligung im Kommentarbereich. Mir hat der Blick auf die Gedankenspiele anderer mindestens genauso viel Spaß wie das wöchentliche Schreiben einer Review zu „The Flash“ gemacht.
Verfasser: Felix Böhme am Mittwoch, 20. Mai 2015The Flash 1x23 Trailer
(The Flash 1x23)
Schauspieler in der Episode The Flash 1x23
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