The Blacklist 6x21

The Blacklist 6x21

In der Folge Anna McMahon der US-Serie The Blacklist dominiert die Jagd nach dem geheimnisvollen Dossier das Geschehen. Unsere Taskforce liefert sich ein Wettrennen mit dem Secret Service, wobei einige Details der Verschwörung ans Licht kommen.

Szenenfoto aus der „The Blacklist“-Folge „Anna McMahon“ (c) NBC
Szenenfoto aus der „The Blacklist“-Folge „Anna McMahon“ (c) NBC
© zenenfoto aus der „The Blacklist“-Folge „Anna McMahon“ (c) NBC

Red und Liz

Nur am Rande der The Blacklist-Folge Anna McMahon bekommen wir Einblicke in den aktuellen Status der Beziehung zwischen Red (James Spader) und Liz (Megan Boone). Raymonds Konflikt von letzter Woche scheint vom Tisch zu sein. Er hat sich sogar mit dem Gedanken angefreundet, dass Lizzie Agnes zurückholt und äußert sich ein wenig zu Katarina Rostova (Lotte Verbeek) - und zwar im positiven Sinne. Katarina hat demnach viele Fehler begangen, aber stets versucht, das Beste aus ihrer Situation zu machen. Beruhigende Worte für Liz, wobei die Theorie, dass Red Katarina sein könnte, erneut befeuert wird.

Ob wir im Staffelfinale noch etwas mehr erfahren werden? Vermutlich nicht. Auch eine Rückkehr von Agnes scheint mit Blick auf den Cliffhanger sehr unwahrscheinlich zu sein. Allerdings könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass Scottie (Famke Janssen) im Finale Auftritte erhält - schließlich können Red und Liz (sofern sie nicht auch verhaftet wird) durchaus Unterstützung gebrauchen, wenn sie Anna McMahon (Jennifer Ferrin) zur Strecke bringen wollen.

Vorstellbar ist auch, dass Dembe (Hisham Tawfiq) nächste Woche unterstützend auftaucht. Der wird ohnehin schon jetzt vermisst und mit Blick auf die diversen Geheimnisse von Red, über die er Bescheid weiß, könnte sich da gegen Ende des Finales doch noch eine größere Enthüllung ergeben, die den Cliffhanger zur nächsten Staffel liefert. Aber das sind natürlich nur alles Spekulationen meinerseits. Was meint ihr, wird es noch eine große Enthüllung über Raymonds Vergangenheit geben?

Wettlauf

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Die Jagd nach dem Dossier hat mir sehr gefallen. Der Vorsprung von Sandquist (Ben Horner) gestaltet die Angelegenheit sehr spannend und lässt ihn zuerst bei der Familie Grimm auftauchen. Ressler (Diego Klattenhoff), Liz, Aram (Amir Arison) und Harold (Harry Lennix) haben alle Hände voll zu tun, um diesen Vorsprung einzuholen. Und das alles, während McMahons Atem in Harolds Nacken spürbar ist - denn sie weiß, wie dicht man ihr auf den Fersen ist.

Entsprechend gibt es auch einiges an Action inklusive Schießereien, bei denen es Tote und Verletzte gibt, womit die ganze Angelegenheit nur schwer vertuscht werden könnte, falls Anna zuerst in den Besitz des Dossiers kommt. Jonathan Grimm (Nathan Darrow) ist da nur ein unschuldiges Opfer, welches Sandquist und seinen Häschern in die Finger fällt und gleichzeitig die wichtigste Nebenfigur dieser Woche. Schließlich ist es nur ihm zu verdanken, dass unsere FBI Agenten doch noch das Dossier erhalten. Vielleicht ein wenig unglaubwürdig, wie lange Grimm standhalten und das Dossier verstecken kann, aber andererseits auch wieder schön, dass selbst diejenigen, die nur durch Zufall in den Schlammassel hineingeraten sind, keineswegs klein beigeben. Das Bild des aufrechten (amerikanischen) Bürgers wird dabei ein wenig überstrapaziert, funktioniert im Rahmen der Episode aber gut genug, um den Zuschauer bei der Stange zu halten.

Der Einsatz unserer Ermittler ist ebenfalls nicht zu verachten. Wie üblich, darf Red zwischendurch ein wenig aushelfen, kommt aber insgesamt etwas zu kurz. Aram darf derweil durch gute Einfälle für die Lokalisierung von Personen glänzen, Ressler und Liz sind stets an der Action beteiligt und Harold Cooper sucht im Verlauf der Episode Präsident Diaz (Benito Martinez) auf und erkennt, dass dieser an der Verschwörung beteiligt ist - was unser Team bislang noch nicht wusste.

Aufgrund der Auseinandersetzungen und Opfer ließ sich McMahons letzter Schachzug vielleicht erahnen. Denn während bei Sam Whatley (Luis Moreno) noch ein Team von Cleanern jegliche Spuren beseitigen kann, dürfte das im weiteren Verlauf nicht mehr so einfach werden. Womit recht schnell die Frage aufkommt, wie McMahon beziehungsweise der Secret Service die Opfer erklären will oder gar den an die Oberfläche beförderten Plot, der ein Attentat auf den Präsidenten vorsieht. Sie muss da einen Sündenbock präsentieren und erweist sich mit dem Cliffhanger als einfallsreicher, als man es ihr zugetraut hätte. Cooper und seine Abteilung verhaften zu lassen ist ein gewagter Schritt, vielleicht ein bisschen vorhersehbar, aber eben eine gelungene Wendung, mit der sie den Wettlauf doch noch gewinnt und die Spannung auf das Finale steigen lässt.

Verschwörung

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Ein kleines Bisschen enttäuscht bin ich vom Inhalt des Dossiers. Der US-Präsident soll einem Attentat zum Opfer fallen, was natürlich schlimme Folgen haben kann - wie Red an einem geschichtlichen Beispiel beschreibt. Aber irgendwie hatte ich mir mehr dahinter vorgestellt oder zumindest eine andere Richtung erwartet als ein Attentat. Weitreichende finanzielle Verstrickungen von Diaz zum Beispiel. Wahlkämpfe sind teuer und die falschen Unterstützer könnten den Präsidenten durch Finanzspritzen zu unliebsamen politischen Entscheidungen bewegen - nicht unähnlich wie damals in Lipet's Seafood Company, als Red Diaz „überredet" hat, Lizzie zu begnadigen (und was diese Woche sogar angesprochen wird).

Aber gut, nun gilt es also, ein Attentat auf Diaz zu verhindern. Wobei der Präsident über diesen Plan wohl kaum im Bilde sein wird - Diaz plant schließlich seine Wiederwahl, da wird er nicht seinen eigenen Tod inszenieren oder gar als Märtyrer abtreten wollen. McMahon wird ihm da etwas anderes über das Dossier erzählt haben. Vorstellbar ist allerdings, dass die First Lady - Miriam Diaz (Regina Schneider) - in die Verschwörung verwickelt ist. Ihr Auftritt mag nur klein sein, aber mit Sicherheit eine größere Bedeutung haben. Da stellt sich auch die Frage, was Diaz noch tun soll, ehe man den Wahlkampf startet. Geht es da ebenfalls ums Dossier?

Mit Sicherheit und mit Blick auf den nächsten Episodentitel lässt sich nur sagen, dass Robert Diaz Dreck am Stecken hat und glaubt, dass dieser Dreck sich im Dossier befindet. Aber was ihn wirklich besorgt und vertuscht werden soll, muss erst noch aufgeklärt werden. Da unsere Taskforce nun größtenteils verhaftet wurde, werden Liz und Red sich gewaltig anstrengen müssen, um das Attentat zu vereiteln, McMahon zu Fall zu bringen und die gesamten Hintergründe aufzudecken. Ich bin gespannt, was uns da im Finale alles erwartet.

Fazit

Anna McMahon erweist sich als würdige Gegenspielerin und kann am Ende den Verlust des Dossiers in einen Sieg umwandeln, was uns einen spannenden Cliffhanger beschert. Der Wettlauf um den Erhalt der brisanten Informationen ist gelungen und fordert unserem Team, aber auch den Nebenfiguren, die in die Sache verstrickt wurden, einiges ab. Anna McMahon ist ein vielversprechender Auftakt zum Staffelfinale und bietet nur wenig Anlass zur Kritik. Von mir gibt es vier von fünf Sternen. Und von euch?

Trailer zur Episode Robert Diaz der Serie The Blacklist (6x22):

Verfasser: Christian Schäfer am Sonntag, 12. Mai 2019

The Blacklist 6x21 Trailer

Episode
Staffel 6, Episode 21
(The Blacklist 6x21)
Titel der Episode im Original
Anna McMahon
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Freitag, 10. Mai 2019 (NBC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Samstag, 4. Januar 2020
Erstausstrahlung der Episode in Österreich
Samstag, 4. Januar 2020
Erstausstrahlung der Episode in der Schweiz
Samstag, 4. Januar 2020
Autoren
Taylor Martin, Kelli Johnson
Regisseur
Michael Caracciolo

Schauspieler in der Episode The Blacklist 6x21

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