The Blacklist 6x12

The Blacklist 6x12

In der Folge Bastien Moreau: Conclusion der US-Serie The Blacklist setzt Cooper seine Reputation für Red aufs Spiel, während der Taskforce nicht viel Zeit bleibt, um Moreau zu fassen. Samars Fähigkeiten im Feld werden auf die Probe gestellt.

Szenenfoto aus der „The Blacklist“-Folge „Bastien Moreau - Conclusion“ (c) NBC
Szenenfoto aus der „The Blacklist“-Folge „Bastien Moreau - Conclusion“ (c) NBC
© zenenfoto aus der „The Blacklist“-Folge „Bastien Moreau - Conclusion“ (c) NBC

Harold Cooper

Harold (Harry Lennix) kann tatsächlich in letzter Minute eine Aufschiebung der Todesstrafe erreichen. Red (James Spader) erhält ein Zeitfenster von 48 Stunden, um die Taskforce zu unterstützen und Moreau (Christopher Lambert) zu stellen.

Wie letzte Woche angekündigt, setzt Cooper Diaz (Benito Martinez) unter Druck - und zwar in bester Reddington-Manier, indem er dem US-Präsidenten die verbale Pistole auf die Brust drückt. Ein Badass-Moment, den Lennix überzeugend verkauft. Grund zum Feiern gibt es allerdings nicht, denn durch diese Aktion rückt nun auch Cooper ins Visier von McMahon (Jennifer Ferrin) und wird gezwungen, die geforderten Resultate zu liefern.

Es ist tatsächlich beachtlich, wie weit Harold hier geht, um Red zu retten. Er setzt alles auf eine Karte und ist auch nicht entsetzt, als sich herausstellt, dass Raymond größtenteils geblufft hat. Der weiß zwar, wer der Attentäter ist, aber nicht, wo er sich aufhält. Die Reihe von Erläuterungen, die Red anschließend gibt, reichen aber aus, um die Spur aufzunehmen und Moreaus aktuelles Ziel auszumachen. Somit tickt die Uhr zwar, aber Cooper und Reddington sowie der Rest vom Team können zuversichtlich sein, ihre Mission zu erfüllen.

Doppelte Spielchen

Für Anna McMahon und Diaz wird die Lage brenzlig. Als Zuschauer kann man sich leicht ausmalen, was passiert, sollte die Taskforce Moreau lebendig stellen oder gar das Dossier in die Finger bekommen. Denn dann wird nicht nur offenbart, wer Moreau engagiert hat, sondern auch der Plot offengelegt, der zur Ermordung Zieglers führte.

McMahon bleibt somit keine andere Wahl, als Moreau noch ein zusätzliches Ziel zu geben. Zumal sie nicht weiß, wie viel Red bereits in Erfahrung gebracht hat. Eine spannende Sache, die kurz einen Höhepunkt erreicht, als Moreau tatsächlich in der Bar auftaucht, wo Raymond gerade seinen zweiten Manhattan genießt. Nur durch geschicktes Spekulieren auf den Inhalt des Dossiers kann Red den Spieß umdrehen und McMahon zur Zielscheibe machen. Ein gelungener Schachzug.

Wobei es ein wenig verwundert, dass McMahon den Auftragskiller unter falschem Vorwand engagiert hat. Schließlich hätte das Risiko, dass Moreau einen Blick ins Dossier wirft, auch ohne Reds zutun bestanden. Er hätte da selbst erkennen können, worum es wirklich geht und sich vermutlich aus eigenem Antrieb gegen McMahon gerichtet.

Doppelte Spielchen sind halt riskant. Gerade gegen Ende spitzt sich die Lage für Anna zu und sie scheint die Kontrolle zu verlieren. Zwar kommt unsere Taskforce rechtzeitig, um ihr Leben zu retten, aber Moreau wird gestellt, womit er auspacken könnte. Und dann kommt die Szene, die mir nicht so recht in den Kopf will. Denn der Schütze, der Moreau erschießt, muss vorher gewusst haben, wo dieser sich aufhalten wird. Dazu ist das Zeitfenster aber zu knapp, ganz zu schweigen davon, dass er unmöglich wissen konnte, in welche Richtung Moreau fliehen würde oder ob er überhaupt flieht und nicht in der Wohnung gestellt wird. Mir wird da ein bisschen zu einfach Annas Kopf aus der Schlinge gezogen, auch wenn es für die kommende Prämisse notwendig ist.

Und auf die kann man durchaus gespannt sein. Die Taskforce weiß am Ende, dass Anna Moreau engagiert hat und muss entsprechend vorsichtig sein - doppeltes Spiel eben. Einerseits Resultate liefern, andererseits nach dem Dossier suchen und die Verschwörung aufdecken. Währenddessen wird McMahon alles daransetzen, dass das nicht passiert. Ich bin gespannt.

Samar

NBC
NBC - © NBC

Wie zu erwarten macht sich Samars (Mozhan Marno) Zustand nun im Feld bemerkbar. Ohne eine Beeinträchtigung hätte sie in der Tat Miles (Michael Xavier) das Leben retten und Moreau stellen können. Daraus muss sie Konsequenzen ziehen und ihre Diensttauglichkeit in Frage stellen - wie Aram (Amir Arison) schon zu Beginn der Episode nahelegt.

Das ist sowohl für Samar als auch für Aram bitter. Aber warum beim Gang zu Cooper gleich komplett das Handtuch werfen? Vielleicht hätte sich eine andere Lösung ergeben, wenn sie Harold über ihren Zustand ins Bild gesetzt hätte. Immerhin ist die Taskforce mittlerweile eine kleine Familie geworden und wenn man schon Red nicht auf der Strecke lässt, wird man bei ihr sicher auch nicht aufgeben.

Taskforce

NBC
NBC - © NBC

Ressler (Diego Klattenhoff) und Liz (Megan Boone) diskutieren über Reds wahre Identität beziehungsweise, weshalb Liz die Frage danach nicht gestellt hat. Mittlerweile bin ich mir sicher, dass Liz die Antwort nicht mehr interessiert und einfach nur froh ist, dass Red dem Sensenmann von der Klinge springen konnte. Für Ressler wird die Sache aber noch nicht erledigt sein, der wird weiterforschen, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Womöglich wird er dabei auch das Geheimnis lüften, wer dafür gesorgt hat, dass Red hinter Gitter kam. Was meint ihr?

Abgesehen davon (und von Samars Ausstieg am Ende) agiert unser Team mal wieder sehr schön miteinander. Es gibt mehrere gute Momente, die das betonen. Angefangen mit der Warterei auf den Anruf kurz nach Mitternacht bis hin zum Ende, als alle versammelt sind und sich der neuen Aufgabe stellen. Gerne mehr davon.

Sonstiges

Dembe (Hisham Tawfiq) beim Wer bin ich? - Spiel ist köstlich. Lockert die Handlung ungemein auf, auch wenn die Personen drumherum das sicher anders sehen.

Vontae (Coy Stewart) kommt auf Bewährung aus dem Gefängnis. Schön, dass Red ihn nicht vergessen hat.

Raymonds Ausführungen gingen mir ein wenig zu stark unter die Gürtellinie. Geschlechtskrankheiten, Oralverkehr und Masturbation (bei Tigerjungen) - mag zwar wie immer amüsant sein, aber insgesamt einfach zu viel davon. Nächstes Mal bitte mehr Variationen hineinbringen.

Fazit

NBC
NBC - © NBC

Eine spannende Folge, die ein Kapitel abschließt und ein neues eröffnet. Kleinere Kritikpunkte sind zwar vorhanden, aber insgesamt bewegt man sich nur knapp unter dem Niveau der Vorwoche. So darf es gerne weitergehen. Von mir gibt es diese Woche 4,5 von 5 Sternen. Und von euch?

Trailer zur Episode Robert Vesco der Serie The Blacklist (6x13):

Verfasser: Christian Schäfer am Sonntag, 24. März 2019

The Blacklist 6x12 Trailer

Episode
Staffel 6, Episode 12
(The Blacklist 6x12)
Deutscher Titel der Episode
Bastien Moreau - Teil 2
Titel der Episode im Original
Bastien Moreau: Conclusion
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Freitag, 22. März 2019 (NBC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Samstag, 4. Januar 2020
Erstausstrahlung der Episode in Österreich
Samstag, 4. Januar 2020
Erstausstrahlung der Episode in der Schweiz
Samstag, 4. Januar 2020
Autoren
John Eisendrath, Jon Bokenkamp, Lukas Reiter
Regisseur
Christine Gee

Schauspieler in der Episode The Blacklist 6x12

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