The Blacklist 6x11

The Blacklist 6x11

In der Folge Bastien Moreau der US-Serie The Blacklist gilt es fĂŒr unsere Taskforce, eine groß angelegte Verschwörung aufzudecken, die in die höchsten RĂ€nge der Regierung reicht. Reds Leben hĂ€ngt derweil am seidenen Faden und ist mit dem Ermittlungserfolg verknĂŒpft.

Szenenfoto aus der „The Blacklist“-Folge „Bastien Moreau“ (c) NBC
Szenenfoto aus der „The Blacklist“-Folge „Bastien Moreau“ (c) NBC
© zenenfoto aus der „The Blacklist“-Folge „Bastien Moreau“ (c) NBC

Bastien Moreau

Bastien Moreau (Christopher Lambert) meldet sich diese Woche zurĂŒck und soll fĂŒr Anna McMahon (Jennifer Ferrin) zwei hochrangige Personen ausschalten sowie ein brisantes Dossier besorgen, welches den US-PrĂ€sidenten Diaz (Benito Martinez) inkriminieren könnte. Was genau dieses Dossier beinhaltet, bleibt vorerst ungewiss, aber die Angelegenheit dĂŒrfte Ă€hnliche Ausmaße haben wie damals bei den Cabal. FĂŒr Anna (und den PrĂ€sidenten) gilt es, einiges zu vertuschen, wofĂŒr der Tod von Eva Ziegler (Roxanne Hart), Chefin des BND, diese Woche in Kauf genommen wird.

Harold Coopers (Harry Lennix) Aussichten, den PrĂ€sidenten davon zu ĂŒberzeugen, den Termin von Reds (James Spader) Todesstrafe zu verschieben oder gar, Raymond zu begnadigen, sind folglich so gut wie nicht existent. Cooper spricht mehrmals vor, prĂ€sentiert die Wichtigkeit von Red in dieser und kĂŒnftigen Ermittlungen, bleibt aber chancenlos darin, Diaz zu ĂŒberzeugen. McMahon - die sich als Biest erweist - lĂ€sst sich argumentativ nie in die Enge treiben. WĂ€hrend Cynthia Panabaker (Deirdre Lovejoy) im Folgenverlauf durchaus etwas aufweicht, bleibt Anna stur und bietet Diaz bei jedem Vorsprechen genug GrĂŒnde, Reds Termin mit dem Sensenmann nicht zu verschieben.

Die Macher gehen hier Ă€ußerst geschickt vor, schlagen mit Moreau einen Bogen zum Beginn der Staffel, als er in The Corsican ein UN-GebĂ€ude in die Luft jagen sollte - ebenfalls ein Auftrag von McMahon. Außerdem wird mit Zieglers Tod, wozu die Tierchen von Dr. Nikkila (Mark Linn-Baker) aus General Shiro benutzt werden, ein deutlicher Verweis auf die staffelĂŒbergreifende Spurensuche geliefert. Wie ĂŒblich haben die meisten Blacklister mehr zu bieten (gehabt), als bloß FĂ€lle der Woche zu sein. Die Erkenntnis, dass Red und unsere Taskforce hier etwas viel GrĂ¶ĂŸerem auf der Spur sind, ist sowohl beeindruckend als auch befriedigend und liefert den vergangenen Abenteuern rĂŒckwirkend einen Mehrwert, der sich sehenlassen kann.

Taskforce

NBC
NBC - © NBC

FĂŒr Liz (Megan Boone), Dembe (Hisham Tawfiq) und unsere Taskforce gilt es zunĂ€chst, die eben genannte Spurensuche fortzusetzen, die letzte Woche noch beim Cryptobanker endete. DafĂŒr wird nach Luxemburg gereist, um den Kontoinhaber Jonas Kruger (Stephen Plunkett) zu identifizieren, der mit fĂŒnf Millionen Dollar geschmiert wurde. Eine illegale Aktion, aber die aktuell einzige Möglichkeit, Reds Leben zu retten (und eine Verschwörung aufzudecken).

Es ist wirklich schön, dass unser Team hier zusammenhĂ€lt und auch Dembe ein Teil des Einsatzes ist. Plötzlich sind die Lager Team Liz und Team Red wieder zusammengefĂŒhrt und es gibt nur noch das Team Red. Ressler (Diego Klattenhoff), Aram (Amir Arison) und Samar (Mozhan Marno) riskieren bereitwillig eine Verhaftung, sollte die Aktion schiefgehen. Bei Donald ließe sich das noch als Imponiergehabe gegenĂŒber Liz deuten, schließlich ist er in Sachen Red der grĂ¶ĂŸte Skeptiker von allen. Im Folgenverlauf wird aber deutlich - spĂ€testens als er Liz gegenĂŒber meint, dass Raymond schlicht ein Mann ist, der sie liebt - dass das gesamte Team als Familie agiert, die eines ihrer Mitglieder retten will.

Die Geschichte in Luxemburg hinterlĂ€sst somit den grĂ¶ĂŸten Eindruck. SpĂ€ter sind Ressler, Aram und Samar damit beschĂ€ftigt, Kruger zu stellen und die Ermordung Zieglers zu verhindern, wĂ€hrend Liz Raymond in der Todeszelle besucht. Womit wir zum nĂ€chsten, nicht minder wichtigen Teil kommen.

Elizabeth Keen

NBC
NBC - © NBC

In den letzten Wochen habe ich Liz immer wieder vorgeworfen, dass sie fĂŒr Reds aktuelle Situation verantwortlich ist. In The Cryptobanker vereitelte sie durch ihren Besuch seine Flucht und sorgte fĂŒr den Aufreger der Woche. Sie macht es uns Zuschauern aber auch nicht leicht, sie zu mögen.

Diese Woche Ă€ndert sich das, was einen wesentlichen Grund hat: „I love you.“ Diese drei kleinen Worte richtet sie ehrlich und aufrichtig an Red, nachdem sie die Frage nach seiner echten IdentitĂ€t nicht mehr stellt. Resslers Worte sowie Reds AusfĂŒhrungen ĂŒber seine Kindheit und seine Mutter werden bei ihr diesen Richtungswechsel initiiert haben, so dass sie die IdentitĂ€tsfrage nicht mehr ĂŒber die Lippen bringt, obwohl sie es eigentlich wollte. Die Neugierde auf die Antwort ist zwar (bei uns) nicht vom Tisch, aber der Verzicht auf die Frage bringt Liz seit langer Zeit wieder Pluspunkte ein und lĂ€sst die Sympathien steigen. Garniert wird das Ganze spĂ€ter, als sie Dembe kurz die Hand drĂŒckt und neben ihm platznimmt - beide niedergeschlagen und traurig den Blick auf die Todeskammer richtend, wo die tödliche Injektion in den nĂ€chsten Minuten stattfinden soll.

Aram und Samar

Nicht nur Reds in der Schwebe stehendes Schicksal sorgt fĂŒr emotionale Szenen der traurigen Natur. Die Nebenhandlung um Samar und die Folgen ihres Komas werden erneut angeschnitten. Durch einen Zufall erfĂ€hrt Aram von ihrer Situation, durchlĂ€uft Phasen des Zweifelns an ihrer Diensttauglichkeit und wird sich bald entscheiden mĂŒssen, ob er die Sache publik macht.

Probleme mit dem Schreiben von Berichten oder gelegentliche Aussetzer beim Wortschatz sind vielleicht keine großen Probleme. Derlei Sachen lassen sich schnell mal kaschieren und wie wir Aram kennen, wird er alles tun, was in seiner Macht steht, um Samar zu helfen. Ein Anflug von MigrĂ€ne kann im Feld aber schon den Erfolg einer Mission verhindern.

Die eigentliche Krux dabei ist, dass Samars Zustand sich nicht verbessern wird. Im Gegenteil, sie teilt Aram mit, dass sie deshalb einen Therapeuten aufsucht, um mit der Verschlechterung ihrer FÀhigkeiten umzugehen. Eine Hoffnung auf Besserung scheint es somit nicht zu geben, womit wir - Àhnlich wie Aram - fortan um sie bangen können.

Raymond Reddington

NBC
NBC - © NBC

Erst kĂŒrzlich wurde bekannt, dass NBC eine siebte Staffel bestellt und James Spader seinen Vertrag verlĂ€ngert hat. Als Zuschauer könnte man sich da entspannt zurĂŒcklehnen, weil Red ja nicht sterben kann, wenn er in Staffel sieben wieder dabei ist. Und selbst wenn es diese Meldung nicht gegeben hĂ€tte, wĂŒrde es uns schwerfallen, zu glauben, dass er die Todesspritze erhĂ€lt. Uns stehen schließlich noch einige Episoden bevor, ehe die Staffel vorbei ist und ohne Red wĂ€ren die nur schwer vorstellbar.

Spaders Schauspiel trĂ€gt aber dazu bei, dass wir uns dennoch mit dem Gedanken anfreunden mĂŒssen, Red nĂ€chste Woche zu verlieren. Raymonds Blicke auf den Stuhl, seine GesprĂ€che mit Harold und Lizzie, die Erkenntnis, dass McMahon ein harter Brocken ist - alles deutet daraufhin, dass er tatsĂ€chlich bereit ist, diese Welt zu verlassen. Erst recht mit dem Wissen, dass Liz gut versorgt sein wird - sowohl finanziell als auch mit der familiĂ€ren Taskforce in ihrem Leben. Das geht am Zuschauer nicht spurlos vorĂŒber und lĂ€sst trotz der VerlĂ€ngerungsmeldung und dem Wissen um die Wichtigkeit der Hauptfigur Zweifel aufkommen. Der Punkt ist einfach, dass Spader uns Red so gut verkauft, dass wir tatsĂ€chlich in ErwĂ€gung ziehen können, nĂ€chste Woche die tödliche Injektion serviert zu bekommen.

Um jetzt aber nicht trĂŒbselig diesen Artikel zu beenden, möchte ich einmal nachfragen, wie ihr glaubt, dass Red dem Sensenmann von der Klinge springen wird. Wird Harold in letzter Sekunde eine Aufschiebung oder sogar Begnadigung erwirken? Durch den Tod Zieglers, den Red hĂ€tte verhindern können (wie auch immer), hĂ€tte er ein Druckmittel. Oder hat Red vielleicht noch ein Ass im Ärmel? Vielleicht hat er den Arzt (Michael Keyloun) ĂŒberzeugen können, von einer tödlichen Injektion abzusehen? Ich bin gespannt auf eure Theorien.

Fazit

Der bisherige Höhepunkt der Staffel. Vieles fĂŒgt sich zusammen und die groß angelegte Spurensuche ĂŒber zahlreiche Blacklister findet zu ihrem Ziel, welches zwar noch nicht ganz enthĂŒllt wird, aber neugierig auf den Inhalt eines bestimmten Dossiers macht. Charakterlich verlĂ€uft die Geschichte ausgezeichnet, baut auf dem Zusammenhalt unserer Protagonisten auf und lĂ€sst uns wenige Minuten vor der Todesspritze zurĂŒck, womit es spannender kaum sein könnte. Von mir gibt es diese Woche die volle Punktzahl - fĂŒnf von fĂŒnf Sternen. Und von euch?

Trailer zur Episode Bastien Moreau: Conclusion der Serie The Blacklist (6x12):

Verfasser: Christian SchÀfer am Sonntag, 17. MÀrz 2019

The Blacklist 6x11 Trailer

Episode
Staffel 6, Episode 11
(The Blacklist 6x11)
Deutscher Titel der Episode
Bastien Moreau - Teil 1
Titel der Episode im Original
Bastien Moreau
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Freitag, 15. MĂ€rz 2019 (NBC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Samstag, 4. Januar 2020
Erstausstrahlung der Episode in Österreich
Samstag, 4. Januar 2020
Erstausstrahlung der Episode in der Schweiz
Samstag, 4. Januar 2020
Autoren
Jon Bokenkamp, John Eisendrath
Regisseur
Andrew McCarthy

Schauspieler in der Episode The Blacklist 6x11

Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei EpisodenfĂŒhrern?