Supernatural: Zur Hölle mit dem Bösen 15x11

Supernatural: Zur Hölle mit dem Bösen 15x11

In der Folge The Gamblers der US-Serie Supernatural versuchen Sam und Dean, ihr Glück in Alaska wiederzufinden. Derweil kehrt Castiel in einen leeren Bunker zurück und erhält unverhofft einen neuen Fall, der mit einem bekannten Gesicht zu tun hat.

Szenenfoto aus der Supernatural-Folge The Gamblers (c) The CW
Szenenfoto aus der Supernatural-Folge The Gamblers (c) The CW
© zenenfoto aus der Supernatural-Folge The Gamblers (c) The CW

Double or Nothing

Dem Tipp von Garth (DJ Qualls) folgend, sind Sam (Jared Padalecki) und Dean (Jensen Ackles) nach Alaska aufgebrochen. Das Budget ist knapp, „Baby“ macht ständig zicken und das letzte Geld geht für etwas Kaffee drauf. Keine guten Aussichten, als sie schließlich den Zielort finden und dort nach einem Glas Wasser (!) feststellen müssen, dass nichts Geringeres als das eigene Leben auf dem Spiel steht, um ihr Glück aufzubessern. Obendrein ist bislang niemand von der legendären Pool-Bar zurückgekehrt, was nicht gerade von Erfolg spricht und die Frage aufwirft, weshalb der Ausflug sich überhaupt lohnen sollte (oder wie Garth davon erfahren hat).

Aber lassen wir mal diese Punkte beiseite und schauen, wohin es die Winchesters verschlägt. Für beide soll dieser Ort die letzte Hoffnung sein, um ihren „Heldenstatus“ zurückzugewinnen. Aber darum geht es nicht nur. Wir lernen im Verlauf der Folge viele Charaktere (ein wenig) kennen, wie zum Beispiel den anfänglichen Gewinner Joey Six (Brent Stait) oder die Bardame Evie (Hanneke Talbot). Beide sind „verlorene Seelen“, denn Joey versucht, durch seine Runden Pool-Billard seiner Krebserkrankung (und dem sicheren Tod) auszuweichen, während Evie (mit den gleichen Klammern) dazu verdammt ist, den Gästen ihre Drinks zu servieren. Ein glückliches Ambiente sieht anders aus und Sam ist derjenige, der sich hier für den Hintergrund interessiert, während Dean hofft, dass beide ihr „Mojo“ durch ein paar Gewinne zurückerhalten. Aber wie die Folge zeigt, ist die Sache mit den Münzen kein Glücksspiel, sondern wird durch Fortuna (Lynda Boyd) manipuliert - so kann Dean auch nicht nach zwei gewonnenen Spielen und dem tragischen Ende von Joey erfolgreich den Impala ohne weitere Panne steuern.

Hinter der Suche nach dem Glück lauert somit ein neuer Fall für unsere Brüder, der sich mit Fortschreiten der Episode enthüllt. Quasi ein neuer Fall der Woche, der zusammen mit der übergreifenden Geschichte angegangen wird und obendrein noch zur Mythologie beisteuert (mehr dazu gleich). Das weiß zu gefallen, zumal alles sehr gut miteinander verwoben ist und die Spannung auf zweierlei Art und Weise gesteigert wird - einmal eben durch die Suche nach dem Glück und zum zweiten durch das Geheimnis des Ortes.

Von Göttern und Mythen

The CW
The CW - © The CW

The Gamblers ist nicht die erste Supernatural- Folge, in der eine Gottheit vorkommt, die nicht zum jüdisch-christlichen Glauben gehört. In den vorherigen Staffeln sind bereits eine ganze Reihe von Göttern aufgetaucht und die Frage, wie diese überhaupt neben Chuck (Rob Benedict) existieren können, wurde höchstens mal am Rande angeschnitten.

Fortuna liefert hier im Schlussakt der Episode eine Erklärung, die tatsächlich funktioniert und zu Chuck passt. Andere Götter zu erschaffen, damit diese die Schuld für alles Mögliche auf sich nehmen können und - je nach Mythologie - zusätzlich noch Heldengeschichten mit sich bringen, erscheint mir jedenfalls sehr gut zu dem zu passen, was wir bislang von Chuck wissen. Und wenn diese Götter ihre Funktion erfüllt haben, werden sie wieder fallengelassen und können schauen, wo sie bleiben - wie auch Fortuna selbst, die offenbar ebenfalls nicht gut auf Chuck zu sprechen ist (kein Wunder, haust sie doch irgendwo im Nirgendwo Alaskas und muss zusehen, dass sie ihre „Anhänger“ in Reichweite behält).

Jetzt kommen Sam und Dean ins Spiel und können Fortuna auf zweierlei Art und Weise beeindrucken. Einmal durch ihren Konflikt mit Chuck - da wittert sie bereits eine Heldengeschichte. Und zum anderen natürlich, weil die Winchesters darauf bestehen, dass die „double or nothing“-Runde den anderen „Gästen“ die Freiheit beschert. Hier findet sich übrigens auch die (meiner Meinung nach) stärkste Szene des Handlungsstrangs wieder:

Fortuna:„What is with you and these losers? They are nothing. They don't matter.

Sam:„They matter to me.

Dean:„They matter to us.

In diesem Moment haben Sam und Dean ihren Heldenstatus bereits zurück, ohne es zu wissen. Der Verzicht auf den höheren Preis (wozu sie eigentlich hergekommen sind), um die kleineren, angeblich unwichtigeren Leute zu retten, ist geradezu die Essenz des Holzes, aus dem Helden geschnitzt werden.

Natürlich ist die Spannung trotzdem hoch und dass Sam die Runde chancenlos verliert, beschert uns wie den Brüdern und allen Anwesenden ungläubige Blicke. Schließlich scheint jetzt alles verloren zu sein. Doch halt, Fortuna ist dermaßen von unseren beiden Helden beeindruckt, dass sie ihnen nicht nur ihr Leben lässt, sondern beide Preise mit auf den Weg gibt - das Glück der Helden und die Gäste. Obendrein gibt es sogar noch einen Tipp für den Kampf gegen Chuck:„Don't play his game. Make him play yours.

Insgesamt bin ich sehr beeindruckt vom kleinen Ausflug nach Alaska. Die Brüder erhalten am Ende das zurück, wozu sie herkamen, es werden zahlreiche Leute gerettet und mythologisch hat sich auch was getan. Alles unter einem Hut und gut präsentiert. Was will man mehr?

Jack is back!

The CW
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Richtig, Jack (Alexander Calvert). Im zweiten Handlungsstrang dieser Woche sehen wir, wie Cas (Misha Collins) in den leeren Bunker zurückkehrt und hören, wie eines der vielen Telefone plötzlich zu läuten anfängt. Sheriff Jeb Evans (Kahlil Ashanti) ist am anderen Ende der Leitung und hat neue Informationen zu einem alten FBI-Fall, denn ein gewisser Jack Kline ist wieder aufgetaucht und in einen aktuellen Mordfall verwickelt.

Zunächst einmal weiß es zu gefallen, dass Jack endlich zurück ist. Dass dies nicht mit einer einfachen Rückkehr nach dem Motto „ich bin wieder da“ passiert, ließ sich erwarten. Dennoch schockiert das Video, welches Cas da zugespielt wird, auf den ersten Blick. Der Vorspann ließ allerdings schon erahnen, dass die Grigori hier eine gewisse Rolle spielen werden und entsprechend gehört auch Jacks Mordopfer dieser speziellen Art von Engeln an, die sich an den Seelen von Menschen laben.

Es passt auch sehr gut ins Bild, dass Cas sich allein auf die Suche nach Jack begibt. Der Nephilim hatte schon immer einen besonderen Status bei ihm, während Dean und Sam lange Zeit sehr skeptisch waren (was sich natürlich änderte). Somit sehen wir Cas ein wenig bei der Suche zu und wohnen schließlich Jack bei, wie er von einem der Grigori (Ryan Hesp) gefoltert und von Castiel gerettet wird. Die Wiedersehens-Szene mit anschließender Umarmung überzeugt zwar nicht so ganz - jedenfalls hätte ich mir den Moment intensiver vorgestellt - aber das kann natürlich auch an den Umständen liegen, unter denen sie stattfand. Außerdem sitzt zu dem Zeitpunkt wohl noch der Gedanke im Kopf, dass Jack nach der Umarmung noch ein Herz verspeisen wird.

Womit wir auch direkt zum Plan kommen, den Jack am Ende offenbart und der von Billie (Lisa Berry) stammt. Jack soll gestärkt werden, darf seine Kräfte vorerst nicht nutzen und das Verschlingen der Grigori-Herzen ist nur der Anfang. Ziel ist schließlich die Konfrontation mit Chuck, bei der letzterer getötet werden soll - „I'll be able to kill God.

Ohne Bauchschmerzen und Fragen kommt diese Offenbarung nicht aus. Selbst, wenn wir Billie vertrauen könnten - was doch nach den letzten Ereignissen mit ihr sehr schwerfällt - wird die Sache noch einen Haken haben. Denn was passiert mit der Schöpfung, sollte Jack Chuck tatsächlich umbringen? Nimmt Jack dann die Position von Gott ein? Geht das überhaupt? Oder ist dann Ende Gelände und Billies Reapern steht die größte Ernte aller Zeiten bevor? Und was wird wohl Amara (Emily Swallow) machen, sollte das Leben ihres Bruders bedroht werden - dass sie nicht gut auf Chuck zu sprechen ist, heißt schließlich noch lange nicht, dass sie sein Ableben dulden wird, oder?

Jacks Rückkehr sorgt aber trotz der vielen Fragen für Freude und das Wiedersehen mit Sam und Dean im Bunker sowie die abschließende Besprechung, wo unsere kleine Familie bei einem Bier am Tisch sitzt und über Pläne redet, sind wohlige Momente. Da lässt sich die neuerliche Pause bis Mitte März auch ganz gut verkraften - zur Abwechslung mal ohne einen gewaltigen Cliffhanger.

Fazit

The CW
The CW - © The CW

Insgesamt sieht die Geschichte für unser Team nun wieder sehr hoffnungsvoll aus. Sam und Dean hatten in Alaska Erfolg und konnten ihre Schwächen beseitigen, während Jack als Joker gegen Chuck eingesetzt werden könnte. Doch wie wir die Serie kennen, wird es sicher nicht einfach werden und noch einige Überraschungen auf uns und unser Team warten. Spannend wird es ab dem 16. März - wenn die nächste Folge kommt - aber mit Sicherheit werden. Von mir gibt es diese Woche erneut 4,5 von 5 Sternen. Und von euch?

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Verfasser: Christian Schäfer am Samstag, 1. Februar 2020

Supernatural: Zur Hölle mit dem Bösen 15x11 Trailer

Episode
Staffel 15, Episode 11
(Supernatural: Zur Hölle mit dem Bösen 15x11)
Deutscher Titel der Episode
Spielernatur
Titel der Episode im Original
The Gamblers
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Donnerstag, 30. Januar 2020 (The CW)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Sonntag, 28. Februar 2021
Autoren
Robert Berens, Meredith Glynn
Regisseur
Charles Beeson

Schauspieler in der Episode Supernatural: Zur Hölle mit dem Bösen 15x11

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