Supernatural: Zur Hölle mit dem Bösen 14x11

Supernatural: Zur Hölle mit dem Bösen 14x11

In der Folge Damaged Goods der US-Serie Supernatural hat Dean eine Entscheidung bezüglich seines weiteren Vorgehens getroffen. Nick ist derweil auf der Suche nach dem Dämon, der seine Familie auf dem Gewissen hat.

Szenenfoto aus der „Supernatural“-Episode „Damaged Goods“ (14x11) (c) The CW
Szenenfoto aus der „Supernatural“-Episode „Damaged Goods“ (14x11) (c) The CW
© zenenfoto aus der „Supernatural“-Episode „Damaged Goods“ (14x11) (c) The CW

Empfohlener Song zur Lesung des Artikels: No Time

Nick

Mark Pellegrino meldet sich in der Supernatural-Folge Damaged Goods als Nick zurück. Seit wir ihn zuletzt gesehen haben, war er nicht untätig und konnte einen Dämon finden und fangen, der früher mit Abraxas - dem Mörder seiner Familie - unterwegs war. Die nächste Spur führt Nick nach Hibbing, Minnesota und zu Mary Winchester (Samantha Smith) - der Jägerin, die Abraxas besiegte und in einer Puzzlebox wegsperrte.

Zunächst einmal kann man sich an Pellegrino wohl nie sattsehen. Er zeigt uns Nick auf Rachefeldzug und im vollen Serienkiller-Modus. Da wird selbst Joe (Dion Riley), der Bag Boy vom örtlichen Supermarkt, nervös und verrät lieber nicht, wo Nick Mary finden kann. Und das hat sicher nicht nur am (gestohlenen) Fahrzeug gelegen. Zudem ist Nick nicht auf den Kopf gefallen und handelt vorausschauend. Eine Büroklammer hilft weiter, als er von Donna (Briana Buckmaster) Handschellen angelegt bekommt, er tappt nicht in Marys Falle und bei sonstigen Hindernissen ist er in der Lage, schnell zu improvisieren, um ans Ziel zu gelangen. Wer auch immer diese henochischen Puzzleboxen erfunden hat, hätte vielleicht in Erwägung ziehen sollen, dass jemand mit blanker Gewalt (oder einer Bohrmaschine) nicht die richtige Sequenz zum Öffnen kennen muss.

The CW
The CW - © The CW

Dass Nick sich zum Killer gewandelt hat, lässt natürlich um diverse Figuren bangen, mit denen er in Kontakt kommt. Schließlich hat er Gefallen am Töten entwickelt, was zu Beginn der Episode, aber auch mit Blick auf seine letzten „Befragungen" vor einigen Wochen außer Frage steht. Da dürfen wir uns durchaus um Donna und später um Mary gewaltige Sorgen machen. Hier rührt auch die größte Spannung her, denn bislang hat es diese Staffel noch keine wichtigen Figuren erwischt. Okay, Jack ist gestorben, konnte aber umgehend zurückgeholt werden. Bei Donna oder Mary wäre eine Rückkehr aber sicher nicht so einfach gewesen.

Abraxas

So schön es auch ist, Pellegrino mal wieder zu bewundern, so lahm kam die Auflösung und das Ende von Abraxas daher. Denn genau diese Auflösung ließ sich schon von Beginn an erwarten. Vermutlich hat Lucifer tatsächlich Nicks Namen aus dem Telefonbuch und bloß nach irgendwem gesucht, der viel verlieren kann. Nick kann entsprechend zwar seinen Rachefeldzug vollenden, ist aber nun für immer ein gebrochener Mann und ein Killer. Vielleicht schlummerte die Tendenz zu letzterem schon vorher in ihm, wer weiß. Aber ihm bleibt jetzt eigentlich nichts mehr, wofür es sich noch zu leben lohnt. Erwartet hätte ich übrigens, dass Lucifer sich diese Woche zurückmeldet und Nicks Körper wieder einnimmt. Ist ja schon ein Weilchen her, dass wir gesehen haben, wie er in der Leere erwacht ist. Kommen wird das aber sicher noch, das steht für mich außer Frage. Trotzdem leicht enttäuschend, dass die Auflösung so vorhersehbar war und Lucy sich noch nicht blicken lässt.

Abraxas, der hier kurz befreit wird und in Jeffs (Nelson Leis) Körper schlüpfen darf, um wenige Minuten später getötet zu werden, ist schlicht eine Enttäuschung. Bei der Ankündigung vor ein paar Wochen dachte ich noch, dass da eine längerfristige Geschichte entstehen könnte. Schließlich strecke auch ich gerne meine Lauscher aus und habe ebenfalls vernommen, dass Michael nicht der große Staffelgegner sein soll, sondern jemand anderes. Kurz mal in der Mythologie nachgesehen, hat Abraxas tatsächlich jede Menge Potenzial, um einen netten Gegner für Sam (Jared Padalecki) und Dean (Jensen Ackles) abzugeben. Seine Kräfte scheinen auch enorm zu sein. Wie er alle da kurzzeitig fliegen lässt, um sie anschließend mit dem Boden bekannt zu machen, hatte schon was. Aber das können wir uns mit seinem Ende wohl abschminken. Schade.

Dean Winchester

The CW
The CW - © The CW

Dean steckt mit seinem weggesperrten gedanklichen Bewohner gewaltig in der Klemme. Billy (Lisa Berry) hat ihm da letzte Woche den scheinbar einzigen Ausweg aufgezeigt, der Michael daran hindert, die Welt zu vernichten. Und „scheinbar" ist vermutlich genau das Wörtchen, worauf es hinauslaufen wird. Es sei denn, Staffel 14 endet damit, dass Dean tatsächlich in einer Kiste am Boden des pazifischen Ozeans endet - aber wer will das schon glauben?

Für mich lässt die Abschiedstour da jedenfalls viele Figuren missen. Castiel (Misha Collins) und Jack (Alexander Calvert) sind da nur die Spitze des Eisbergs. Jodie (Kim Rhodes) oder Charlie (Felicia Day) wären Pflichtbesuche, ebenso wie zahlreiche andere Figuren, die noch da draußen sind. Dass er Sam kurz drückt, ist schon ungewöhnlich, aber schickt uns gleich auf die Abschiedstournee, die vom besten Minnesota-Burger und der Winchester-Surprise (dazu hätte ich gerne auch das Rezept) geprägt ist. Mit anderen Worten wittern wir gleich, dass Dean sich etwas vorgenommen hat und seinen Vertrauten Lebewohl sagen möchte. Da sind durchaus sehr schöne Momente mit bei, die uns aufgezeigt werden, aber eben auch jede Menge Unverständnis über seine Verschlossenheit, die letztlich damit begründet wird, dass er sein Schicksal in Kauf nimmt. Mir fehlt da der Kampfeswille, denn eine Akzeptanz seines Schicksals passt mal überhaupt nicht zu Dean Winchester. Hätte er ein solches akzeptiert, wären vorherige Staffel sehr anders ausgegangen. Man stellt hier seine Figur auf den Kopf, was, obwohl darstellerisch gut präsentiert, überhaupt nicht zu dem passt, was wir von dieser Figur kennen (also, abgesehen von Burgern und so).

Und Sam? Der wird den Teufel tun, aber sicher nicht Dean in seinem Plan unterstützen. Von daher sind seine letzten Worte ein weiterer Affront für alles, wofür die Brüder stehen. Ich wittere jedenfalls, dass Billy nicht die Wahrheit gesprochen hat und weiterhin viele Wege für die Winchesters offen sind, die nicht im Chaos enden. Mich irritiert, dass Dean diese Vermutung nicht hat. Und ein bisschen weitergedacht, bereitet mir da auch die Bestellung von „nur" 20 Folgen für diese Staffel Sorgen. Sollte die Serie tatsächlich zu einem Ende kommen? Dieser Gedanke schwirrt mir tatsächlich durch den Kopf und ich hoffe inständig, dass ich den mit den nächsten Folgen wieder zu den Akten legen kann.

Fazit

The CW
The CW - © The CW

Leider nicht das Gelbe vom Ei. Wobei ruhig nicht schlecht sein muss, aber irgendwie fühlt sich Damaged Good nach einem Lückenfüller an. Pellegrinos Nick ist noch das Beste, was uns - trotz vorhersehbarem Ausgang - präsentiert wird. Aber die zweite Handlung will einfach nicht plausibel erscheinen. Nicht nach allem, was wir von Dean wissen. Von mir gibt es 3 von 5 Sternen. Was meint ihr?

Der Trailer zur Episode Prophet and Loss der Serie Supernatural (14x12):

Verfasser: Christian Schäfer am Samstag, 26. Januar 2019

Supernatural: Zur Hölle mit dem Bösen 14x11 Trailer

Episode
Staffel 14, Episode 11
(Supernatural: Zur Hölle mit dem Bösen 14x11)
Deutscher Titel der Episode
Beschädigte Ware
Titel der Episode im Original
Damaged Goods
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Donnerstag, 24. Januar 2019 (The CW)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Sonntag, 6. Oktober 2019
Erstausstrahlung der Episode in Österreich
Sonntag, 6. Oktober 2019
Autor
Davy Perez
Regisseur
Philip Sgriccia

Schauspieler in der Episode Supernatural: Zur Hölle mit dem Bösen 14x11

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