Star Trek: Picard 2x03

Star Trek: Picard 2x03

In der Folge Assimilation der US-Serie Star Trek: Picard geht es in die Vergangenheit. Es gilt, den ominösen Watcher zu finden, mit dessen Hilfe die ursprüngliche Zeitlinie wiederhergestellt werden soll. Während Raffi, Seven und Rios die Suche starten, bleiben Jurati und Picard an Bord zurück.

Patrick Stewart in der Serie Star Trek: Picard (c) Paramount+
Patrick Stewart in der Serie Star Trek: Picard (c) Paramount+
© atrick Stewart in der Serie Star Trek: Picard (c) Paramount+

Assimilation

Der Cliffhanger der letzten Woche soll zu Beginn der Episode nicht von langer Dauer sein. Seven of Nine (Jeri Ryan) probiert sich zwar daran, den Magistraten (Jon Jon Briones) von einer geheimen Mission zu überzeugen, aber vergebens. Einige Actionsequenzen und einen Kurzbesuch von Q (John de Lancie) später, befindet sich die La Sirena unter der Kontrolle der Borg Queen (Annie Wersching) und schafft den Sprung ins Jahr 2024. Allerdings nicht ohne Probleme und daraus entstehende Konflikte, die unter anderem das Schiff auf der Erde zur Bruchlandung führen und dem schwerverletzten Elnor (Evan Evagoria) das Leben kosten.

Mit einem Crewmitglied weniger geht es für Raffi (Michelle Hurd), Rios (Santiago Cabrera) und Seven nach Los Angeles, um den Watcher zu finden und die weitere Entwicklung der Zeitlinie wieder in die richtigen Bahnen zu lenken. Aber ein nur mäßig funktionierender Transporter sorgt dafür, dass die drei getrennt voneinander in L.A. landen und Rios eine weitere Bruchlandung hinlegt, die ihn bewusstlos zurücklässt. Kein guter Start für die Mission, denn alle drei müssen vorsichtig sein, um nicht selbst die Zeitlinie zu beeinflussen. Schmetterlinge und so.

Währenddessen und an Bord der La Sirena steht es um die Borg Queen nicht gut, deren Informationen Picard (Patrick Stewart) für sehr wichtig hält. So wichtig, dass er zuvor Elnors Tod in Kauf nahm, um die Queen am Leben zu erhalten. Aber um diese wieder aufzuwecken und die gewünschten Informationen zu erhalten, ist eine geistige Verbindung mit ihr notwendig, die Jurati (Alison Pill) auf sich nimmt. Dabei besteht die Gefahr, dass sie assimiliert wird, weshalb Picard den Vorgang im Auge behält und notfalls den Stecker ziehen soll.

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... und Action!

Der Hauptanteil der Action findet noch vor der Titelsequenz statt und dürfte der Gewaltfrage, die letzte Woche bereits ausgiebig in den Kommentaren diskutiert wurde, noch mehr „Kanonenfutter“ liefern. Es gibt diese Woche zwar keine aufgeschlitzten Kehlen und somit weniger graphische Gewalt, aber das Schicksal des Magistraten und seiner Sicherheitsleute wird sehr eindeutig dargestellt, ganz zu schweigen davon, dass gleich drei Schiffe der Konföderation (mit allen Besatzungsmitgliedern) in den Weltraum geblasen werden.

Für mich sind das erstmal nette Actionsequenzen und mit Blick darauf, dass diese Zeitlinie ohnehin revidiert werden soll, hinnehmbare Verluste. Als Zuschauer soll ich eben mitfiebern, wie Picard und seine tollkühne Crew aus dem Cliffhanger herauskommen, um den Fokus auf die bessere Zukunft/Gegenwart zu legen. Mit anderen Worten: Alles, was hier in dieser Zeitlinie passiert, ist ohnehin zweitrangig, weil das Ziel vieles ungeschehen machen wird.

Allerdings ergeben sich dennoch einige Löcher in der Logik, wenn ein Elnor unter einer Art Schussverletzung leidet (und später verstirbt), während die Phaser der Konföderation bei anderen eine direkte Auflösung bewirken. Weiterer Punkt, der mir direkt negativ auffällt, sind die Farbänderungen bei den Photonentorpedos. Ja, die Borg Queen übernimmt die Kontrolle und grün ist ja bekanntlich die Farbe der Hoffnung, äh, Borg. Aber dieser Farbwechsel passt dann doch nicht so gut, wie er vielleicht gemeint ist.

La Sirena

An Bord der La Sirena bleiben Picard und Jurati zurück, die schauen müssen, ob und wie sie die Borg Queen wieder aufwecken. Einer der größeren Handlungsstränge dieser Episode, mit Risiken verbunden, aber vergleichsweise langweilig zu betrachten. Denn wir bekommen nie zu sehen, was Jurati durchmachen muss, um das angepeilte Ziel (und letztlich noch mehr) zu erreichen.

Stattdessen lässt sich erwarten, dass sie unter der Obhut von Picard, der jederzeit den Stecker ziehen könnte und das schließlich macht, ziemlich sicher ist. Klar, besonders die Szenen, in denen Jurati plötzlich mit anderer Stimme beziehungsweise Stimmen spricht, vermitteln eine Unheimlichkeit und kleine Gänsehautmomente. Gut dargestellt, keine Frage. Aber ernsthafte Sorgen um Jurati habe ich mir dabei nicht gemacht. Ihr?

Zurück zu Picard. Teilweise kann man ihn verstehen, insbesondere, wenn er Jurati davon abrät, ins Unterbewusstsein der Queen vorzudringen. Aber seinen Schützling Elnor lässt er auf der Strecke liegen, obwohl es bereits Informationen darüber gibt, wann und wo die Veränderung der Zeitlinie stattfinden soll? Die genaueren Daten soll Jurati erfahren und heimlich aus ihrer (geistlichen) Reise mitnehmen, aber Raffi & Co. könnten einen vergleichbaren Erfolg ohne die Queen erlangen. Weshalb also ist die Queen wichtiger als Elnor? Ein Punkt, den ich nicht nachvollziehen kann, eben weil Raffi, Seven und Rios unterwegs sind, um den Watcher zu finden und zu befragen. Abseits von der Zeitreise an sich, hat die Queen da keinen weiteren Nutzen mehr, weil unsere Crew bereits weiß, wen sie finden muss, wie sie den Watcher ausmachen können und entsprechend auch Fortschritte erzielen.

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Ausschnitt aus der Episode Assimilation der US-Serie Star Trek: Picard
Ausschnitt aus der Episode Assimilation der US-Serie Star Trek: Picard - © Paramount+

Außenteam

Dass der Ausflug amüsant werden würde, stand für mich bereits im Vorfeld fest. Der Humor mag ein wenig moderner wirken als in „Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart“ (1986), aber wir befinden uns jetzt eben auch nicht mehr in den 80ern. Bei Raffi und Seven haben mir die Auftritte jedenfalls sehr gefallen, wobei die beiden auch schnell (vielleicht zu schnell?) zueinander finden und gemeinsam dem anvisierten Plan nachgehen und kleinere Fortschritte erzielen können, während Rios andere Probleme hat.

Dieser steht auch mehr oder weniger im Fokus der „Außenmission“, nachdem er recht unsanft gelandet ist und in die Obhut von Teresa (Sol Rodriguez) übergeben wird. Teresa kümmert sich um verletzte und kranke Leute, die nicht einfach einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen können, weil sie sich (vermutlich größtenteils) illegal in den Staaten aufhalten. Damit fließt ein modernes Thema in die Serie ein, was uns sehr wahrscheinlich auch im Jahr 2024 noch begleiten wird und deshalb leider sehr realistisch wirkt. Erst recht, als die Einwanderungsbehörden vor der Tür stehen und Rios nicht anders kann, als zu versuchen, Teresa zur Seite zu stehen.

Das liefert uns einen weiteren Cliffhanger und macht deutlich, dass Rios mit Teresa ein love interest gefunden hat. Seine „Verhandlung“ mit Teresas Sohn Ricardo (Steve Gutierrez) über den Kommunikator fand ich ebenfalls sehr herzlich. Müsste ich spekulieren, würde ich meinen, dass Rios entweder in der Vergangenheit bleibt oder Mutter und Sohn mit in die Zukunft nimmt, wenn das Abenteuer vorbei ist. Wobei es natürlich abzuwarten gilt, was nächste Woche passiert.

Fazit

Auch wenn die Zeilen da oben mitunter recht kritisch klingen, ist die Folge ganz gut gelungen. Sicher kein Meilenstein, denn dafür passiert viel zu wenig und auch andere Stellen lassen sich leicht kritisieren. Größere Bauchschmerzen bereitet eher der Anfang der Episode und auch, dass an Bord der La Sirena vieles wie „Malen nach Zahlen“ wirkt, selbst der kleine Twist um gewünschte Infos. Den Ausflug nach L.A. würde ich aber durchgehend positiv sehen. Von meiner Seite wären jedenfalls drei von fünf Sternen drin. Wie sieht das bei Euch aus?

Sneak Peek zur nächsten Folge der Serie Star Trek - Picard:

Hier abschließend noch das Sneak Peek zur nächsten Episode (2x04) der Serie Star Trek: Picard:

Verfasser: Christian Schäfer am Freitag, 18. März 2022
Episode
Staffel 2, Episode 3
(Star Trek: Picard 2x03)
Titel der Episode im Original
Assimilation
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Donnerstag, 17. März 2022 (Paramount+)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Freitag, 18. März 2022
Erstausstrahlung der Episode in der Mediathek
Freitag, 18. März 2022
Erstausstrahlung der Episode in Österreich
Freitag, 18. März 2022
Erstausstrahlung der Episode in der Schweiz
Freitag, 18. März 2022

Schauspieler in der Episode Star Trek: Picard 2x03

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