Patrick Stewart
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Patrick Stewart

Biografie von Patrick Stewart

Als Patrick Stewart im Jahr 1987 zum ersten Mal für Star Trek - The Next Generation vor der Kamera stand, glaubte er, dass die Produzenten einem gewaltigen Irrtum aufgesessen waren, ihn als neuen Kapitän des Raumschiff Enterprise zu besetzen. Er war sich dieser Sache so sicher, dass er nicht einmal seine Taschen ausgepackt hat. Schließlich wollte er für den Rückflug nach London bereits gerüstet sein.

Doch es kam völlig anders. Denn die Produzenten hatten sich nicht geirrt: Stewart erfüllte die Rolle des Captain Jean-Luc Picard mit Autorität und Würde. Eindrucksvoll verkörperte er in 178 TNG-Folgen eine Art von Science-Fiction-Held, wie sie zumindest im US-Fernsehen nur selten anzutreffen ist: ein leidenschaftlicher Forscher, besonnener Diplomat und nachdenklicher Philosoph in Personalunion. Dass dieser kultivierte Europäer nicht zum Langweiler verkam, verdankten die Macher nicht zuletzt der Energie, Entschlossenheit und Bodenständigkeit, die Patrick Stewart in die Rolle einzubringen verstand.

Star Trek - The Next Generation und die anschließenden vier Kinofilme machten aus Patrick Stewart einen international gefeierten Star, der daraufhin Rollen in großen Blockbustern wie „Conspiracy Theory“ (1997) und den „X-Men“-Filmen angeboten bekam. In letzteren nutze er die Gelegenheit, inmitten aller Special Effects kleine schauspielerische Glanzlichter zu setzen - meist im Zusammenspiel mit seinem Film-Gegenspieler Ian McKellen.

Neben seiner Arbeit vor der Kamera lieh Stewart auch zahlreichen Figuren in Animationsfilmen oder -serien seine Stimme: So ist er u.a. in den Originalfassungen von „The Prince of Egypt“ (1998) und „Animal Farm“ (1999) sowie in einigen Folgen von American Dad und Family Guy zu hören.

Seine große Leidenschaft gilt jedoch dem Theater. Mit seiner One-Man-Show „A Christmas Carol“ nach der Vorlage von Charles Dickens gewann Stewart viele Preise. Zu seinen besonderen Stärken gehört aber natürlich Shakespeare. Bereits seit Jahrzehnten ist der Mime Mitglied der Royal Shakespeare Company: 2008 glänzte er an der Seite von David Tennant in „Hamlet“ in einer Doppelrolle als König Claudius und als Geist. Für die BBC-Verfilmung des Theaterstücks wurde Stewart für einen Emmy nominiert . Die nächste Shakespeare-Verfilmung für die BBC, „Macbeth“ mit Stewart in der Titelrolle, ist 2010 über die Bildschirme gelaufen.

Und natürlich lieh der Liebhaber des Großmeisters der Literatur auch seinem Idol in dem Animationsfilm „Gnomeo und Juliet“ seine Stimme. In der Shakespeare-VerfilmungRichard II verkörperte er 2012 mit John of Gaunt einen weiteren Herrscher. Im Fantasy-Abenteuer „Sinbad: The Fifth Voyage“ war er 2014 als Erzähler zu hören.

Auf den Fernsehbildschirm zog es den Darsteller erneut 2015 als er die Hauptrolle in der Starz-Serie Blunt Talk übernahm. 2019 schlüpfte er wieder in seine Paraderolle in der CBS All Access-Serie Picard.

Privatleben

Seit Anfang Juni 2010 kann sich der Schauspieler außerdem „Sir“ nennen als er von Königin Elizabeth II. in den Ritterstand erhoben wurde. 2011 verlieh ihm die University of East Anglia einen Ehrendoktortitel.

Stewart war bis zur Scheidung 1990 24 Jahre lang mit seiner ersten Ehefrau, Sheila Falconer, verheiratet. Mit Falconer hat er Sohn Daniel und Tochter Sophia. Mit der Produzentin Wendy Neuss war er von 2000-2003 verheiratet. Danach war Patrick Stewart bis 2007 mit Schauspielerin Lisa Dillon liiert.

2008 wurden Stewart und Sängerin Sunny Ozell ein Paar. Die Trauung der beiden im September 2013 wurde von Freund Ian McKellen durchgeführt.

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