The Shannara Chronicles 1x03

The Shannara Chronicles 1x03

Als letzte auserwählte Elfin muss Prinzessin Amberle zurück nach Arborlon eskortiert werden, um das Sterben des Ellcrys-Baums zu verhindern. Dabei kommen ihr in dieser Folge von The Shannara Chronicles Eretria und die Rover in die Quere.

Wil (Austin Butler) entfesselt die Macht der Elfstones. / (c) MTV
Wil (Austin Butler) entfesselt die Macht der Elfstones. / (c) MTV

Die dritte Episode von The Shannara Chronicles knüpft nach dem Pilot-Zweiteiler direkt an den Cliffhanger an, in welchem Wil (Austin Butler )und Amberle durch einen Dämon bedroht werden. An dieser Stelle darf sich jedoch noch keiner unserer Nachwuchshelden beweisen. Es ist noch einmal der Badass-Druide Allanon (Manu Bennett), der das Monster galant zu filetieren weiß. Allerdings scheint der kampferprobte Mensch nach seinem langen Schlummer noch etwas eingerostet zu sein. Der Dämon fügt ihm eine Wunde zu, weshalb der Halbelf und die Elfenprinzessin ihn zur Druidenhöhle bringen sollen. Zuvor vergießt Amberle noch ein paar Tränen für ihre getötete Tante - eine Szene, die nicht wirklich überzeugend rüberkommt und mich langsam vermuten lässt, dass Poppy Drayton im insgesamt soliden Cast doch die bisher schwächste Performance zum besten gibt.

Amberle (Poppy Drayton) und Eretria (Ivana Baquero) © MTV
Amberle (Poppy Drayton) und Eretria (Ivana Baquero) © MTV

Der verwundete Allanon harrt daraufhin in seiner Höhle aus, während Wil und Amberle sich zum Silver River aufmachen, wo es heilenden Schlamm geben soll. Dabei erfährt die Elfin auch, dass ihr Begleiter mit den nicht ganz so spitzen Ohren der letzte Shannara-Nachkomme ist. Und dass die Four Lands auch mehrere McFit-Filialen haben müssen. Sie kann sich jedenfalls nicht verkneifen, einen Blick auf Wils Halbelfen-Abs zu riskieren. Besonders weitläufig kann die Welt von Shannara allerdings nicht sein. Nachdem sich bereits sämtliche Kombinationen der drei jungen Hauptcharaktere in kürzester Zeit über den Weg gelaufen sind, treffen nun auch alle drei aufeinander, als Eretria (Ivana Baquero) plötzlich mit einem weiteren Rover vor ihnen steht.

Daddy of the Year

Eretria führt die beiden ins Rover-Camp zu ihrem Vater Cephalo (James Remar), der im Besitz der Elfstones ist, die aber leider ohne Gebrauchsanweisung kamen. Er versucht es beim früheren Besitzer Wil zunächst auf die nette Tour, indem er ihm anbietet, sich den Rovern anzuschließen, denn als Halbelf würde er sowieso nie wirklich einer der Rassen angehören. Plan B lautet allerdings, Eretria und Amberle bis zum bitteren Ende gegeneinander kämpfen zu lassen, um Wil das Geheimnis der Steine zu entlocken. Dass seine Tochter dabei womöglich zu Tode kommt, geht ihm nicht wirklich an die Substanz. Später droht er sogar höchstpersönlich, ihr den Garaus zu machen, sollte sie weiterhin Ungehorsam an den Tag legen.

Die stärkste Szene haben abermals Eretria und Amberle, die einige Worte wechseln, als die junge Rover-Dame ihre Gegnerin überraschend befreit. Obwohl Wil mehr als nur die Räuberin in ihr gesehen haben will, tut sie es, wie die Elfin richtig anmerkt, nicht aus der Güte ihres Herzens heraus, sondern hat eigene Motive - zumindest zum Teil. Abgesehen davon, dass sie tatsächlich kein Fan von sinnlosem Morden ist, möchte sie nicht von ihrem Vater genötigt werden, sondern ihre Opfer selbst auswählen. Ganz nebenbei ist es angesichts dessen, dass nur wenige Filme und Serien den Bechdel-Test bestehen, nett zu sehen, dass es „Shannara“ wiederholt gelingt, mit Szenen daherzukommen, in denen sich zwei Frauen über etwas anderes als einen Mann unterhalten.

Leider weiß Cephalo nicht, dass Wil überhaupt keine Ahnung hat, wie sein Vater einst die Elfstones benutzt hat. Und so spitzt sich die Situation zu. Zufällig ist gerade ein weiterer Dämon mit ausgesprochen günstigem Timing in der Nähe und greift an. Wil ist instinktiv in der Lage, die Kraft der Steine zu entfesseln und den Dämon zu besiegen. Doch das entspannt die Situation mit den Rovern nicht. Zum Glück wurde Allanon von seinem Druidenaltar automatisch geheilt und rettet abermals in letzter Sekunde die Situation. So sehr ich mittlerweile ein Fan von dem Action-Druiden bin, sollten die „Shannara“-Macher doch aufpassen, ihn nicht ständig als Druid Ex Machina zur Lösung jeder Situation zu verwenden.

The Elf in the Iron Mask

Auf dem Weg zurück nach Arborlon macht die Abenteurergruppe noch kurz halt an einer Farm, wo ein Massaker stattgefunden hat. Der einzig überlebende ist ein im Stall angeketteter Elf namens Bandon, der über wahrsagerische Kräfte zu verfügen scheint und aus irgend einem Grund mit einer Maske verstummt wurde. Er warnt Wil schließlich davor, nicht von Amberles Seite zu weichen, wie er es nach der Rückkehr nach Arborlon vorhat, wo er Allanon auch die Zaubersteine überlässt. Amberle muss zunächst beim Elfenkonzil vorsprechen, obwohl sie die letzte Auserwählte ist, denn sie hat mit ihrer Flucht gegen die Gesetze verstoßen. King Elessedil (John Rhys-Davies) erklärt noch einmal das Quest, welches bevorsteht, um den Zauberbaum Ellcrys zu retten: Der Samen des Baums muss zum Bloodfire im Safehold gebracht werden.

Accept this Quest for 3000XP? X/N © MTV
Accept this Quest for 3000XP? X/N © MTV

Protest hagelt es von Amberles Onkeln, Ander (Aaron Jakubenko) und Arion (Daniel MacPherson), die noch nicht von der Rückkehr von Magie und Dämonen überzeugt sind und (wie rassistische Elfen nun einmal sind) die anderen Völker der Four Land für das Geschehene verantwortlich machen. Nicht einmal Wil wollen sie seine Ansprache halten lassen, weil er ein Halbblut ist. Erst als sie hören, von welch noblem Blut er abstammt, lassen sie ihn seine Überzeugungsarbeit leisten. Nachdem er dann auch noch die Zaubersteine von Allanon zurücknimmt, macht Amberle sich zum Ellcrys auf, der sie entweder weiterhin als Auserwählte akzeptiert und ihr das Abenteuer auferlegt, oder sie auf der Stelle umbringt ...

Fazit

Auch die Episode Fury galoppiert nur so durch die Handlung, was im Falle von The Shannara Chronicles aber kein Manko ist. Die Story ist bisher nicht sonderlich kompliziert und so hält die Serie zumindest auch jenseits der ansprechenden Optik das Interesse. Lediglich über den neuen Wahrsager-Elfen hätte etwas mehr gesagt werden können.

Die Charaktere sind mir mittlerweile allesamt ans Herz gewachsen und bis auf Poppy Drayton, die sich vielleicht noch als Elfenprinzessin finden muss, sind durch die Bank weg solide bis sehr gute Darstellerleistungen zu finden. Allen voran weiß nach wie vor Manu Bennett zu begeistern, der als Allanon eine ungeheure Präsenz auf dem Bildschirm beweist.

Vermutlich lässt es sich nicht vermeiden, dass Fantasywerke Parallelen aufweisen und sich früher oder später bei jedem Autor Referenzen zu „Lord of the Rings“ einschleichen. Sofern es nicht zur Regel wird, will ich deshalb auch nicht zu sehr darauf herumreiten, dass die Beziehung zwischen King Elessedil und seinem Sohn der von Faramir und Denethor gleicht, die Hauptaufgabe darin besteht, das Quasi-McGuffiin zu einem speziellen Feuer zu eskortieren, oder dass Zauberer Allanon hier im Dienst der Sache „gestorben“ und wiederauferstanden ist. Immerhin kam er nicht im nagelneuen Gewand mit Superweißformel zurück.

Verfasser: Mario Giglio am Mittwoch, 13. Januar 2016
Episode
Staffel 1, Episode 3
(The Shannara Chronicles 1x03)
Deutscher Titel der Episode
Der Kampf beginnt
Titel der Episode im Original
Fury
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Dienstag, 12. Januar 2016 (Spike)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Dienstag, 13. Januar 2015
Regisseur
James Marshall

Schauspieler in der Episode The Shannara Chronicles 1x03

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