Revolution 1x15

Revolution 1x15

High Noon in Revolution: Nachdem Miles für die Rebellen erste große Erfolge erzielt hat, will Bass ihn in eine Falle locken und töten. Aaron meint unterdessen, seine Frau wiederzuerkennen. Das Wiedersehen fällt recht merkwürdig aus.

Aaron (Zak Orth) macht eine überraschende Entdeckung auf dem Marktplatz. / (c) NBC
Aaron (Zak Orth) macht eine überraschende Entdeckung auf dem Marktplatz. / (c) NBC

Right, two doctorates from MIT but I'll just go shopping...“ (Immer noch besser als Taxifahren, Aaron)

Das passiert in der Revolution-Folge Home:

Mit vereinten Kräften bringen die Armee Georgias und die Rebellen, gemeinsam angeführt von Miles (Billy Burke), der Monroe-Miliz einen Verlust nach dem anderen bei. Auch Charlie (Tracy Spiridakos) kämpft an vorderster Front mit. Monroe (David Lyons) ist angesichts der Erfolge seiner Feinde höchst alarmiert. Um ihren Vormarsch aufzuhalten, beschließt er, Miles zu töten. Und das umgehend. Dazu ersinnt er einen Plan, wie er Miles zurück in die Monroe-Republik locken kann. Er besetzt den Heimatort, aus dem Miles und er stammen, und nimmt die Bewohner gefangen, einschließlich der Ex-Verlobten (Annie Wersching, 24) von Miles, der auch Bass schon näher gekommen ist.

Rachel (Elizabeth Mitchell) und Aaron (Zak Orth) machen auf ihrer Reise zum Turm unterdessen Rast in einem kleinen Ort , wo Aaron auf einmal in der Ferne seine Ehefrau Priscilla (Maureen Sebastian) zu erblicken meint...

Kugeln statt Naniten

Damals im Herbst, als Revolution gerade gestartet war, da war auf Seiten der Zuschauer der Ruf nach Erklärungen laut, was hinter dem Blackout steckt. Inzwischen ist man eigentlich ganz froh, wenn sich die Serie in Sachen Science Fiction zurück- und ihre merkwürdigen, widersprüchlichen Erklärungen für sich behält. Am besten ist Revolution eigentlich immer dann, wenn sich die Serie darauf beschränkt, ein futuristisch verfremdeter Action-Western zu sein.

Klassischer Western

So wie etwa Home. Die Geschichte - und zwar sowohl den A- wie auch den B-Plot - hätte man im Grunde eins zu eins in eine klassische Westernserie übertragen können. Der Böse nimmt eine Stadt als Geisel, um den Guten in eine Falle zu locken. Die beiden sind ehemals beste Freunde, aber zugleich Rivalen in der Liebe. Am Ende gibt es den großen Showdown, bei dem die Frau zwischen ihnen ums Leben kommt. Klassischer Western-Plot. Ebenso die Story in der Nebenhandlung: ein Mann befreit seine (Ex-) Frau aus den Fängen eines Kopfgeldjägers. Meine Herren! Sogar dessen Waffe sieht aus wie ein traditioneller Western-Colt.

Das ist alles meilenweit von dem entfernt, was man aus dem Konzept „Welt ohne Strom“ hätte machen können. Aber zumindest muss man Revolution zugestehen: dann, wenn sich die Serie auf das konzentriert, was sie am besten kann, nämlich geradlinige Action zu erzählen, dann macht sie zumindest nicht all zu viel falsch. Ja, Charlie leidet immer noch an Stimmungsschwankungen, als steckte sie in der tiefsten Pubertät. Und auch, wie die Hauptfiguren selbst den größten Kugelhagel überleben, während bei den Statisten ein Schuss ein Treffer ist, sorgt weiterhin für Kopfschütteln. Aber das sind vergleichsweise harmlose Mängel. Und immerhin werden sowohl Miles als auch Bass im Kampf angeschossen; das ist ja schon mal was.

Bester Freund?

Und dann verdienen auch die Pluspunkte Erwähnung: Die Enthüllung, dass er einen Sohn hat, gibt Bass zur Abwechslung mal etwas anderes zu tun, als sich immer nur psychotisch um Ausdehnung und Erhalt seiner Macht zu sorgen. Zugleich wird in den Rückblenden die Story von den „besten Frenden“ etwas zurechtgerückt: Immerhin hat Bass die erste Gelegenheit wahrgenommen, sich über Miles' Verlobte herzumachen.

Baker (Gaststar Mark Pellegrino, Lost) scheint im Monroe'schen Apparat die Funktion von Neville (Giancarlo Esposito) übernommen zu haben. Dieser hat sich nach Georgia abgesetzt - und ausgepackt, was er nur auspacken konnte. Was ihm die Gunst der Präsidentin (Leslie Hope) und eine spannende neue Aufgabe einträgt, die durchaus eines Cliffhangers würdig ist: als neuer Aufpasser für Miles.

Fazit

Eine der besten Folgen von Revolution bislang: im Grunde keine Science Fiction, sondern ausschließlich Western-Action. Nicht überwäligend, aber man kann es sich schmerzfrei ansehen.

Trailer zu Folge 1x16 „The Love Boat“

Verfasser: Christian Junklewitz am Mittwoch, 1. Mai 2013
Episode
Staffel 1, Episode 15
(Revolution 1x15)
Deutscher Titel der Episode
Die verlorenen Söhne
Titel der Episode im Original
Home
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Montag, 29. April 2013 (NBC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Freitag, 9. Januar 2015
Autor
David Rambo
Regisseur
Jon Cassar

Schauspieler in der Episode Revolution 1x15

Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?