Pretty Little Liars 5x21

Pretty Little Liars 5x21

Nach der großen Enthüllung durch Mike sind Aria, Spencer, Hanna und Emily endlich von Alisons Unschuld überzeugt. In Bloody Hell besuchen sie nun erstmals Alison im Gefängnis. Aria wird klar, dass Mike in großen Schwierigkeiten steckt, sobald die Polizei von seinem Verhalten erfährt.

Aria, Spencer und Emily besuchen Alison im Gefängnis in „Pretty Little Liars“. / (c) ABC Family
Aria, Spencer und Emily besuchen Alison im Gefängnis in „Pretty Little Liars“. / (c) ABC Family

Das Staffelfinale rückt näher und somit steigen auch die Erwartungen an die Ankündigungen der Autoren. Denn angeblich soll es zur großen Enthüllung von A kommen - bisher ist das kaum vorstellbar, dümpelt die Handlung doch noch immer größtenteils vor sich hin.

Im Gegensatz zur vorangegangenen Episode geschieht in Bloody Hell nämlich wieder relativ wenig. Hinsichtlich des Handlungsfortschritts bezüglich der Suche nach As Identität wären allenfalls Cyrus Petrillos (Jake Weary) aka Hank Mahonys Andeutungen gegenüber Hanna (Ashley Benson) und Aria (Lucy Hale) erwähnenswert. Nachdem Aria klar wird, dass ihr Bruder Mike nunmehr auf As Abschussliste stehen dürfte, versucht sie, durch Cyrus mehr über A zu erfahren - und stößt dabei auf einen merkwürdig bekannten Namen.

Von As Spielchen verschont bleibt auch Spencer (Troian Bellisario) nicht, die von ihrer Mutter mehr oder weniger zu einem Vorstellungsgespräch nach Oxford, England, gezwungen wird. Nicht nur in Bezug auf diese Szenen bleibt immer wieder verwunderlich, woher die Mädchen ihre grenzenlose Naivität nehmen.

Wer ist Varja(c)k?

Gleich zu Beginn der Episode begleiten wir Spencer, Aria und Emily (Shay Mitchell) bei einer Art Gang nach Canossa, denn die drei besuchen erstmals nach den neusten Erkenntnissen Alison (Sasha Pieterse) im Gefängnis. Dabei verhält sich jedes der Mädchen (auch die zunächst abwesende Hanna) ihrem Charakter entsprechend: Während Spencer und Aria nicht über Alisons (sonstige) Lügen hinwegsehen können (Aria: „No, she's here because of karma. And because of us.“), scheint Emily bereits alles zu verzeihen. Jedenfalls plagt sie offensichtlich ein schlechtes Gewissen. Hanna gelingt es aus ähnlichen Gründen sogar erst gegen Ende der Episode, Alison zu besuchen. Im Gegensatz zu Emily schafft sie es aber trotzdem, eine gewisse vorsichtige Distanz zu wahren.

Alison hinter GitternABC Family
Alison hinter GitternABC Family

Im Gefängnis jedenfalls erkennt Aria schließlich die brenzlige Lage, in der sich Mike nun befindet, denn Alisons einzige Chance auf Freiheit hängt logischerweise mit Mikes (Nicht-)Aussage zusammen. Sie bittet Alison um Zeit und Mrs. Hastings (Lesley Fera) um Rat. Letztere verdeutlicht ihr, dass Mike tatsächlich in großen Schwierigkeiten steckt. Deshalb beschließt sie, Cyrus Petrillo ausfindig zu machen, der sich einerseits mit Mike traf und der andererseits Kontakt zu A gehabt haben muss.

Dieser wiederum musste offenbar bereits für seinen Kontakt mit Mike büßen: Hanna und Aria finden ihn im Krankenhaus mit schweren Verbrennungen auf. Als er ihnen den Namen der Person mitteilt, die ihm die Verletzungen zugefügt hat, dürften so manche Zuschauer aufgehorcht haben: Auf dem Zettel steht „Varjack“, ein Nachname, den sich Alison neben anderen falschen Identitäten selbst zulegte. Allerdings stand auf ihrem Pass „Varjak“ - folgerichtig schließt Hanna, dass Cyrus mit der Person (also A) in persönlichem Kontakt gestanden haben muss, da er ansonsten wüsste, wie man ihn korrekt buchstabiert.

Schön und gut, aber was hat das Ganze wieder zu bedeuten? Die Antwort wird in Bloody Hell natürlich noch nicht gegeben. Der Cliffhanger der Episode besteht dann aber genau aus dieser Frage, denn Hanna konfrontiert Alison mit ihren Entdeckungen. Wenn sie die Antwort nicht kennt (oder vorgeben wird, sie nicht zu kennen), wird es für die vier wohl wieder schwer werden: In Bezug auf die „Mumie“ in der Burn Unit, die in A-Manier vor Cyrus' Bett steht, dürfte angenommen werden, dass der arme in noch größerer Gefahr schwebt.

Darüber hinaus verkompliziert sich die Situation wahrscheinlich durch die angedeutete Kooperation zwischen Mrs. Hastings und Alison. Es wundert nicht nur auf rein logischer Ebene, wie dieses Verhältnis zustande kommen soll. Es wundert noch mehr, dass es etwas unrealistisch scheint, dass sich Veronica Hastings von ein paar Kullertränen seitens Alison erweichen lässt.

Sort of naive

Auch in dieser Episode brillieren die Freundinnen mal wieder mit einem außergewöhnlich hohen Maß an Naivität. Es ist mittlerweile leider relativ durchschaubar, dass dieser Umstand dem storytelling der Autoren zu verdanken ist, sprich: der Unfähigkeit, die Handlung ohne ständiges Scheitern und unbedachtes Fehlverhalten seitens der Mädchen weiterhin spannend zu gestalten. Sicherlich gäbe es nichts zu erzählen, würden die vier die Lage immer durchschauen und vernünftig und klug handeln, so viel ist klar. Inzwischen wirken die zahlreichen unüberlegten Handlungen der Hauptfiguren jedoch selbst nach Pretty Little Liars-Maßstäben unrealistisch.

So zum Beispiel Spencers Trip nach London. Wieso in aller Welt sollte ihr Vorstellungsgespräch in Oxford ohne Probleme und Vorkommnisse über die Bühne gehen? Wissen die Mädchen nicht schon lange, dass A und seine/ihre Helfer Zugang zu den Häusern ihrer Eltern haben? Spätestens seit der heimlich gefilmten Aufnahme des Gesprächs zwischen Hanna und Caleb in der Küche der Marins sollten sie ein gewisses Gespür entwickelt haben. Daher kommt es nicht sonderlich überraschend daher, als Spencers Interview wegen eines schrägen Zwischenfalls vorerst scheitert: Offenbar präparierte A ihre Handtasche, so dass während des Gesprächs eine Blutprobe platzt und das Büro des Professors plötzlich aussieht wie der Tatort eines grausamen Mordes.

Nicht viel anders sind die Szenen um Arias Sturz in Mikes Zimmer zu beurteilen. Selbstverständlich kann man ihr nicht vorwerfen, zu ahnen, was genau A in seinem Zimmer manipuliert/präpariert hat. Überraschend kann die Tatsache an sich allerdings nicht unbedingt gewesen sein. Erwähnenswerter als ihr verstauchter Knöchel (verursacht durch den Sturz von Mikes Gewichten - sie wollte seinen Stundenplan lesen, um zu wissen, wann er nach Hause kommt) dürfte wohl aber der Kuss zwischen ihr und Andrew (Brandon W. Jones) gewesen sein. An dieser Stelle scheiden sich vermutlich die Geister. Zwar ist zwischen Aria und Ezra spürbar die Luft raus - aber muss deswegen gleich ein neuer love interest her? Und war Andrew nicht eigentlich mal an Spencer interessiert?

Die Lückenfüller

Schade, eigentlich wäre es durchaus interessant (und amüsant) gewesen, hätte man Emily bei einem Schönheitswettbewerb sehen können. Das Vorhaben scheint allerdings vorerst gescheitert. Als Emilys Coach (Anne-Marie Johnson) von ihrer Verwicklung in den Alison-DiLaurentis-Fall erfährt, legt sie ihr nahe, ihre Anmeldung zurückzuziehen. Immerhin besteht die Chance auf eine Art „Abfindung“ (und somit die Möglichkeit, Hanna zu helfen), denn in Talia (Miranda Rae Mayo) schlummert offenbar eine nicht minder gerissene Persönlichkeit wie in Alison.

Ob es da eine gute Idee ist, Talia nach der Trennung von ihrem Ehemann bei sich wohnen zu lassen? Vielleicht täuscht der Eindruck, doch bislang kamen neu aufgetauchte Personen noch nie in gänzlich guter Absicht. Dennoch geben Emily und Talia eigentlich ein recht stimmiges Bild ab - vor allem in Vergleich zu den sonstigen Beziehungen der (anderen) Mädchen.

Während es in Bezug auf Ashley (Laura Leighton) und Ted Grund zur Freude gibt (sie haben sich endlich verlobt), wird seitens A beziehungsweise Alison das Ausmaß der Besessenheit nach Rache noch einmal verdeutlicht. Neben der einen oder anderen bizarr-beängstigenden Drohnachricht - so zum Beispiel eine Miniatur-Alison-Puppe in einem Fass - wird auch geklärt, inwiefern A die Insassinnen besticht. So finden sie in ihren Bibelausgaben nicht nur Psalmen, sondern auch Geld...

Fazit

Auf der Zielgeraden zum Staffelfinale wechselt sich wie gewohnt Tempo mit Stillstand ab. In Bloody Hell verläuft die Handlung wieder relativ schleppend. Einzig die Erkenntnisse, die Hanna und Aria durch Cyrus sammeln konnten, bieten zumindest theoretisch hilfreiche Anknüpfungspunkte.

Mehr noch als der bis zur Unerträglichkeit hinausgezögerte Handlungsfortschritt stört allerdings die Naivität der Freundinnen. Wie bereits erwähnt, wirkt es inzwischen schlicht unrealistisch, dass die vier sich nicht endlich angemessen verteidigen beziehungsweise bedachter und weitsichtiger mit gewissen Situationen umgehen. Da sie offenbar schon seit langer Zeit auch in ihrem vermeintlich sicheren familiären Umfeld überwacht werden (und das auch wissen), bleibt es einfach unverständlich, weshalb sie nichts dagegen unternehmen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die letzten vier Episoden der fünften Staffel weiterhin entwickeln. Bislang ist kaum vorstellbar, dass A tatsächlich enthüllt werden soll. Es scheint zwar sehr unrealistisch - aber ein Comeback von Mona Vanderwaal wäre durchaus wünschenswert - und sei es nur in Flashbacks.

Promo zu „Pretty Little Liars“ (5x22)
Verfasser: Hannah Klein am Mittwoch, 25. Februar 2015

Pretty Little Liars 5x21 Trailer

Episode
Staffel 5, Episode 21
(Pretty Little Liars 5x21)
Deutscher Titel der Episode
Bis auf's Blut
Titel der Episode im Original
Pretty Isn't the Point
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Dienstag, 17. Februar 2015 (Freeform)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Dienstag, 26. Mai 2015
Autor
Maya Goldsmith
Regisseur
Arlene Sanford

Schauspieler in der Episode Pretty Little Liars 5x21

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