Pretty Little Liars 5x13

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Bevor es im neuen Jahr mit der zweiten Hälfte der fünften Staffel von Pretty Little Liars weitergeht, melden sich Hanna (Ashley Benson), Aria (Lucy Hale), Spencer (Troian Bellisario) und Emily (Shay Mitchell) zum obligatorischen Christmas-Special zurück. Wie für sämtliche Feiertagsepisoden üblich, dürfte es die meisten Zuschauer/-innen nicht überrascht haben, dass die Weiterentwicklung der Handlung in dieser Episode nahezu nicht vorhanden war.
Als unverhofft und überraschend im negativen Sinne entpuppte sich hingegen die Fülle an überinszenierten, ja kitschig-trashigen Szenen rund um das Thema Weihnachten, die, wohlgemerkt, selbst für „Pretty Little Liars“-Maßstäbe nach dieser Episode ihresgleichen suchen. Die vier „Bed Buddies“ Ezra (Ian Harding), Caleb (Tyler Blackburn), Toby (Keegan Allen) und Paige (Lindsay Shaw) in knapper Santa-Clause-Kleidung beschreiben dabei nur einen der zahlreichen Fremdschämmomente in How The A Stole Christmas.
'A' keeps souvenirs, right?
Eine kleine Rückblende vorweg: Nachdem sich Hanna, Aria, Spencer und Emily endgültig von Alison trennen konnten, und sich Mona (Janel Parrish) den vier Freundinnen im „Kampf“ gegen Alison anschloss, kam es, wie es kommen musste - Mona Vanderwaal wurde von „A“ ermordet. Im Zuge der Ermittlungen um den Tod von Bethany Young wurde dann auch noch Spencer als vermeintliche Mörderin verhaftet (dank Alisons (Sasha Pieterse) Lügendetektortest).
In der weihnachtlich dekorierten Vorstadt(hölle) Rosewood sehen wir nun also die von den jüngsten Ereignissen gezeichneten Freundinnen bei einem Spaziergang. Während Emily noch immer hofft, Mona könne das Blutbad in ihrem Haus überlebt haben, treffen sie zufällig auf ihren Anwalt, der (ebenso zufällig) auf der Suche nach Hanna ist. Dieser übergibt ihr, nach Monas Anweisungen, 30 Tage nach ihrem Tod einen Umschlag. Darin befinden sich neben einem Brief an Hanna auch Lagepläne von Alisons Haus. In dem Brief bittet Mona ihre Freundin inständig, in Bezug auf die Nachforschungen um Alison nicht aufzugeben. Warum es erst Mona brauchte, um auf die Idee zu kommen, in Alisons Haus nach „Souvenirs“, also nach Beweisen zu suchen, bleibt ungeklärt. Schließlich kennen die vier nicht erst seit dem letzten Mord As Handschrift und wissen, dass er oder sie zu großen Inszenierungen neigt, bei denen wahlweise gruselige Puppen, Clowns oder Masken zum Einsatz kommen, die es zu finden gilt.
Den passende Anlass für das Vorhaben, bei Alison einzubrechen, bietet der alljährliche Weihnachtsball. Neben den unübersehbaren Logiklücken und der fraglichen schauspielerischen Darbietung sämtlicher Darsteller/-innen muss man der Serie jedoch eines lassen: Für die perfekte Inszenierung einer schaurig-schönen Winterwelt wurden offensichtlich keine Kosten und Mühen gescheut. Zwar ist auch in diesem Zusammenhang fraglich, inwiefern das ganze Brimborium realistisch ist - (welche Schule könnte sich schon mehrmals pro Jahr so etwas leisten?) aber wie auch immer.
It's a christmas miracle
Auf besagtem Ball ist dann auch endlich in Ansätzen so etwas wie eine Handlung zu erkennen. Die Mädchen teilen sich auf, um ungestört nach Beweisen suchen zu können, sodass Hanna und Spencer nach Alisons großem Auftritt auf dem Ball (dazu gleich mehr) von der Feier verschwinden. Unterdessen sollen Aria und Emily, zusammen mit Ezra, Caleb und Paige Alison samt neuer Gefolgschaft im Auge behalten. Besagte präsentieren sich dann in lupenreiner Highschoolmovie-Manier: In bekannter V-Formation, Alison natürlich an der Spitze, betreten sie und ihre vier neuen, maskierten „Besties“ den Ball.
Darunter befinden sich neben den frisch umgestylten Zwillingen Mindy (Monica Casacuberta) und Cindy (Melanie Casacuberta) (die Namenswahl bereitet noch immer Schmerzen) auch Jenna (Tammin Sursok) und Sydney (Chloe Bridges). Die beiden Letztgenannten eröffnen später Emily, dass sie in Wirklichkeit nicht die Seiten gewechselt haben, sondern ebenfalls davon ausgehen, dass Alison Mona umgebracht hat. Die geübten Zuschauer/-innen dürften allerdings, ob der breit vertretenen Meinung, dass Alison A und die Mörderin von Mona ist, misstrauisch werden. In den Fanforen überschlugen sich zu dieser Frage wie immer die Mutmaßungen. Auf Nummer Eins der Verdächtigenliste stand aber oft CeCe Drake (Vanessa Ray), die sich auch in dieser Episode die Ehre gibt. Auf dem Winterball besucht sie nun Alison und informiert sie über das Vorhaben ihrer „Ex-Besties“.

Was dann tatsächlich im Hause DiLaurentis passiert, lässt sich schnell zusammenfassen. Spencer findet einige Zeitungsschnipsel, die darauf hindeuten, dass Alison wie damals mit Mona über Annoncen kommuniziert. Toby, der dank Gipsbein noch immer an Krücken und Rollstuhl gefesselt ist, versucht indessen das Haus im Blick zu behalten und die beiden im Notfall zu warnen (was eher mäßig funktioniert). Hanna kann schließlich doch noch brauchbare Beweise in Form von Briefen von Bethany an Alison finden, bevor sie von A, wie zu erwarten war, bewusstlos geschlagen wird. Neben dem eindeutigen Beweis, dass Alison gelogen hat in Bezug auf Bethany, konnte Aria auf dem Ball außerdem eine weiter Beobachtung machen: Detective Holbrook (Sean Faris) und Alison führen offenbar eine heimliche Beziehung (oder Affäre).
A Christmas Carol
Passend zur Weihnachtsthematik wird Alison in einigen Szenen vom „Geist der Weihnacht“ (ein Verweis auf „A Christmas Carol“ von Charles Dickens) heimgesucht. Neben den erwähnten Highschoolmovie-Szenen und sämtlichen Charakteren in „sexy Santa-Clause“-Kleidung dürfte dieser Handlungsstrang wohl den negativen Höhepunkt der Episode beschreiben. Mona, die als ebendieser „Geist“ Alison in ihren Träumen ihre Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zeigt, sieht schlicht furchtbar aus. Nicht nur einen Hauch, sondern einen ganzen Eimer Make-up zu viel auf dem Gesicht, stecken die Autoren Janel Parrish in ein Kostüm, das wohl eine Mischung aus Untote, sexy Eiskönigin und Hexe darstellen soll.
Dieses Wesen jedenfalls ermöglicht den Zuschauern Einblicke in Alisons Kindheit. So wird angedeutet, dass Jessica DiLaurentis maßgeblich an Alisons Entwicklung zu einer krankhaften Lügnerin beteiligt war: Alison findet in dem Klavier der Familie zwei Weihnachtsgeschenke, die jeweils identische, gelbe Kleider enthalten. Ihr Mutter zwingt sie daraufhin, in Bezug auf die Geschenke zu lügen: Würde der Vater von den Kleidern erfahren, würde er die Familie verlassen. Auf Alisons Frage an Mona, ob das zweite Kleid für Bethany gedacht war, antwortet Mona: „It's not gonna be that easy, bitch.“ („So leicht wird es nicht werden, Schlampe“). In einer weiteren traumartigen Vision sehen wir Jessica DiLaurentis als „Black Widow“, die weinend vor Alisons Sarg steht und die „lebendige“ Alison mit einer kryptischen Andeutung zurücklässt: „It's all my fault.“ („Es ist alles meine Schuld.“) Hat Jessica DiLaurentis Monas Spiel fortgeführt? Auch, wenn das Christmas Special kaum an Handlungsfortlauf zu bieten hatte, häufen sich die Andeutungen, dass womöglich sowohl Elternteile, als auch ermittelnde Polizisten ihre Finger im Spiel haben.
Fazit
In der Christmas-Special Episode How The A Stole Christmas versuchen Aria, Spencer, Hanna und Emily ihrer ehemaligen Anführerin Alison den Mord an Mona nachzuweisen. Eingebettet in ein kitschiges Winterwonderland - Atmosphäre gelingt ihnen das Vorhaben nur bedingt. Immerhin kann Hanna im Haus der DiLaurentis Briefe von Bethany an Alison finden, die eindeutig beweisen, dass sich die beiden kannten und Kontakt zueinander hatten.
Die Einblicke, die den Zuschauern in Alisons Kindheit gewährt werden, werden leider restlos von der übertriebenen Inszenierung Monas als „Geist der Weihnacht“ überschattet. Offenbar durften sich die Kostümbildner/-innen und Make-up-Artists zu Weihnachten „endlich“ mal richtig austoben (auch sonst wirkt das Styling der Gesamtheit des Casts nicht sonderlich dezent); dabei heraus kam eine irritierende Version von Mona zwischen Leiche und sexy Eisprinzessin (oder so ähnlich).
Sicherlich war im Vorhinein klar, dass ein Christmas-Special weniger zum Fortlauf der Handlung dient, und dass die Aufmerksamkeit gerne auch auf Oberflächlichkeiten oder amüsanten Nebenerzählungen liegen darf. Leider funktionierte dies im Fall von „How The A Stole Christmas“ ganz und gar nicht. Man darf auf den zweiten Teil der Staffel hoffen, doch, um es in Spencers Worten zu sagen: „Hope is a dirty four-lettered word.“
Pretty Little Liars: Promo 5x14: Verfasser: Hannah Klein am Mittwoch, 10. Dezember 2014Pretty Little Liars 5x13 Trailer
(Pretty Little Liars 5x13)
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