Nashville 2x15

Nashville 2x15

Neue musikalische Verbindungen, neue romantische Verflechtungen und persönliche Entwicklungen. Die Episode They Don't Make 'Em Like My Daddy Anymore bringt nur wenig, was sich nicht wie eine Wiederholung anfühlt.

Trauriger Anlass für Juliette (Hayden Panettiere) und Rayna (Connie Britton) in der Serie „Nashville“ / (c) ABC
Trauriger Anlass für Juliette (Hayden Panettiere) und Rayna (Connie Britton) in der Serie „Nashville“ / (c) ABC

Wir sind jetzt zweieinhalb Staffeln in der Nashville-Geschichte und jede Episode, die sich auf das ursprüngliche Stammpersonal konzentriert, wie They Don't Make 'Em Like My Daddy Anymore, zeigt die Schwächen der Serie besonders deutlich: Jede Figur hat im Grunde nur einen, mit etwas Glück zwei Konflikte, die wir in Endlosschlaufe vorgespielt bekommen. Schade, dass die meisten Figuren nur zwei Reaktionen auf ihren Konflikt haben, beide Versionen haben wir schon häufig gesehen. Immerhin rastet Rayna (Connie Britton) am Ende dieser Episode mal so richtig aus.

Hinter der Fassade

Juliette (Hayden Panettiere) muss herausfinden, wer sie ist und wie sie diese Person in ihrer Karriere unterbringt. Wie es um sie steht wird für uns meist überdeutlich gemacht in der Beziehung, die sie zu ihrem Manager Glenn (Ed Amatrudo) hat. Als sie ihren Weg verloren hatte, feuerte sie ihn. Nun holt sie ihn zurück als er gehen will. Juliette scheint endlich erwachsen geworden zu sein, sie hat mit Avery (Jonathan Jackson) eine erstaunlich stabile Beziehung entwickelt und erkennt, dass größer nicht immer besser ist, sondern dass man sich selbst treu bleiben muss. Das ist ein Thema, das auch die anderen Figuren, die gerade Zeit haben, sich mit ihrer Musik zu beschäftigen, nicht loslässt. Deacon (Charles Esten) findet durch seine drei neuen Musketiere zu seinem inneren Gleichgewicht zurück während Scarlett (Clare Bowen) zurückbleibt.

Dass die Frage, wie man Karriere und Kunst verbindet, eine große Rolle in der Serie Nashville spielt, ist mehr als gerechtfertigt. Doch irgendwie bleiben die Autoren damit etwas zu oberflächlich. Es ist immer derselbe Weg, den wir nun unterschiedliche Figuren haben gehen sehen. Richtig ist es, mit Freunden auf der Bühne zu feiern. Falsch ist es, in erster Linie nach dem Erfolg zu streben. Das ist kein Blick hinter die Fassade der Musikindustrie, das fühlt sich langsam ziemlich halbherzig an.

Auch die musikalische Entwicklung auf der Bühne bleibt vorhersehbar. Deacons Auftritt mit seiner neuen Band, bestehend aus Avery, Gunnar (Sam Palladio) und Zoey (Chaley Rose), war zwar schön anzusehen, aber auch seit einiger Zeit sehr vorhersehbar.

Die Liebe

Die andere große Frage in der Serie Nashville ist die nach dem nächsten Liebespartner. An Juliette und Avery konnten wir uns nun einige Episoden lang gewöhnen, doch schon schieben die Autoren eine weitere Konstellation hinterher, die sich erzwungen anfühlt: Scarlett und Liam (Michiel Huisman)! Wo kommt das denn wieder her? Die Nashville-Macher können einfach keine einzige mögliche Liebesgeschichte auslassen, selbst wenn das langsam lächerlich wird. Abgesehen von den Managern Bucky (David Alford) und Glenn sowie Raynas Schwester Tandy (Judith Hoag) ist niemand sicher, kaum einmal kann man einen Mann und eine Frau in mehr als einer Szene zusammen sehen, ohne dass daraus das nächste Liebesdrama, mit etwas Pech sogar Dreieck entsteht.

Morde und so weiter

Zwischen den abgestandenen Liebes- und den Musikdramen erscheint in der Episode They Don't Make 'Em Like My Daddy Anymore sogar die Geschichte um Lamars Tod interessant. Teddy (Eric Close) teilt sein Geheimnis mit Megan (Christina Chang) und das erscheint im Moment die einzige Story zu sein, bei der man nicht schon vorausahnen kann, wie es weitergeht. Megan ist nicht nur Teddys Vertraute, sie ist auch Deacons Freundin und der hat sich wieder mit Rayna (Connie Britton) getroffen. Doch auch wenn die Ausgangssituation im Moment vielversprechend erscheint, aus den letzten Storys um Teddy und die Politik haben wir eines gelernt: Manchmal verlaufen die auch einfach im Nirgendwo, wie die vorgetäuschte Schwangerschaft von Peggy.

Fazit

Die Episode They Don't Make 'Em Like My Daddy Anymore hat schöne Szenen und wie immer gute Musik, doch ein bisschen frischer Wind würde der Serie mal gut tun. In dieser Nashville-Episode wird das auch dadurch deutlich, weil wir die neuen Figuren, an erster Stelle Will (Chris Carmack) nicht sehen, der im Moment die spannendste Geschichte zu erzählen hat.

Trailer zu „Nashville“ (2x16)

Verfasser: Serienjunkies.de am Sonntag, 2. März 2014

Nashville 2x15 Trailer

Episode
Staffel 2, Episode 15
(Nashville 2x15)
Deutscher Titel der Episode
Leben ohne Lügen
Titel der Episode im Original
They Don't Make 'Em Like My Daddy Anymore
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Mittwoch, 26. Februar 2014 (CMT)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Dienstag, 17. Juni 2014
Autor
Monica Macer
Regisseur
Patrick R. Norris

Schauspieler in der Episode Nashville 2x15

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