Nashville 2x16

© ayla (Aubrey Peeples) und Will (Chris Carmack) in der Serie „Nashville“ / (c) ABC
Die bekannte Kritik an der Entwicklung der Serie Nashville aus den letzten Wochen wird in der neuesten Episode leider wieder nicht entkräftet. Mehr noch: Die romantischen Verstrickungen nehmen in der Folge Guilty Street ein lächerliches Maß an.
Das Schlimmste zuerst
Es gab eine kleine Chance, dass die Geschichte um Lamars Tod uns irgendwohin führen würden, wo wir noch nicht waren. Doch die Episode Guilty Street zerstört diese Hoffnungen und zeigt, dass die Nashville-Autoren lediglich das nächste Liebesdreieck vorbereitet haben: Teddy (Eric Close), Megan (Christina Chang) und Deacon (Charles Esten). Jetzt haben wir also Drama mit zwei Figuren, die eh kaum jemanden interessieren und einer Figur, die in der ersten Staffel zu den spannendsten gehörte und seitdem konstant abbaut. Sehr viel langweiliger könnte es kaum werden. Megans Betrug könnte Deacon bald nutzen, um sich noch intensiver um seine Solokarriere zu kümmern. Aber aller Wahrscheinlichkeit nach wird es ihn lediglich zurück in Raynas Arme treiben, die dadurch ihrerseits in Bedrängnis mit Luke (Will Chase) kommt. SERIENJUNKIES.DE-Leser harlem 24 war wohl schon auf dem richtigen Weg, als er zum Review der Episode They Don't Make 'Em Like My Daddy Anymore kommentierte: „Eigentlich glaube ich auch, dass die Serie nur noch wegen der guten Crossvermarktung der Musik am Leben gehalten wird.“
Plattenverträge
Doch wenn man all das für einen kurzen Moment außer Acht lässt, kann man versuchen, in der Geschichte, die die Episode Guilty Street erzählt, nach interessanten Aspekten zu fischen. Immerhin bleiben die Nashville-Autoren der Strategie treu, einen oder mehrere übergeordnete Aspekte in jeder Episode zu verfolgen. Diese Woche handelt es sich um die Frage, ob man durch seine Partner an den großen Erfolg kommen kann oder darf.
Averys Antwort ist deutlich: Nein, er will es alleine schaffen und nicht, weil Juliette (Hayden Panettiere) ihm einen Plattenvertrag verschafft. Er will seine Freundin nicht ausnutzen und seines eigenen Glückes Schmied sein. Damit bleibt er auf der Seite der Sympathieträger, aber es lässt ihn auch ein bisschen sehr naiv erscheinen. Immerhin hat Avery (Jonathan Jackson) mit Juliette zusammengearbeitet und man könnte es auch so lesen, dass er den Vertrag bekommt, weil diese Arbeit wundervolle Ergebnisse erzielt hat. Averys Dickkopf kommt also der Idylle einer Beziehung ein weiteres Mal in die Quere.
Auch Rayna (Connie Britton) lehnt wieder einmal das Angebot ihres Freundes ab, sie finanziell zu unterstützen. Die dritte Story unter der großen Fragestellung handelt von Layla (Aubrey Peeples) und Will (Chris Carmack). Laylas aufgehender Stern scheint schon wieder zu verglühen, trotz der massiven Unterstützung durch ihren Freund auf der Erfolgswelle. Mittlerweile kann man als Nashville-Zuschauer so hungrig nach etwas Neuem sein, dass die Story um Layla durchaus eine interessante Seite entwickelt. Wir haben sie als eiskalte Erfolgszicke kennengelernt, wenn ihre kaum angefangene Karriere sich nicht so entwickelt, wie sie soll, werden wir auf jeden Fall eine neue Seite an ihr kennenlernen. Und vielleicht können die Nashville-Autoren das Avery-Wunder wiederholen und aus einer ungeliebten Figur einen glaubhaften Sympathieträger basteln.
Fazit
Die Episode Guilty Street erfüllt in einiger Hinsicht die schlimmsten Befürchtungen, jeder in Nashville pendelt zwischen zwei Konflikten: Der Arbeit an der eigenen Karriere und dem nächsten Liebesdrama. Hoffentlich bringt die nächste Episode wieder etwas Neues ein.
Trailer zu „Nashville“ (2x17)
Verfasser: am Montag, 10. März 2014Nashville 2x16 Trailer
(Nashville 2x16)
Schauspieler in der Episode Nashville 2x16
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