Nashville 2x12

© unnar (Sam Palladio) treibt seine Karriere voran in der Serie „Nashville“ / (c) ABC
Die Episode Just for What I Am fühlt sich an wie eine Story, die wir schon ein paarmal gesehen haben. Rayna (Connie Britton) schleicht um Deacon (Charles Esten) herum und Scarlett (Clare Bowen) um Gunnar (Sam Palladio), während Juliette (Hayden Panettiere) mal wieder karriereschädigende Neuigkeiten auf dem Fernseher verfolgt.
Schicksal
Wir sind einst in die Serie Nashville mit zwei Gewissheiten gestartet: Rayna und Deacon gehören zusammen, ebenso wie Scarlett und Gunnar. Die Episode Just for What I Am spielt mit diesen Annahmen, doch spannend wird das nicht. Dass Rayna und Deacon wieder anfangen würden, zusammen Songs zu schreiben, konnte man sich schon in der letzten Episoden denken. Auch Scarlett und Gunnar können einander einfach nicht entkommen. Beide Paare finden fürs Erste nicht wieder zueinander. Doch dass sie überhaupt wieder zum Thema aufsteigen, ist im Moment schon enttäuschend genug. Weder Luke (Will Chase), Zoey (Chaley Rose) noch Megan (Christina Chang) werden uns als würdige Alternativen präsentiert. Nicht nur mit Avery (Jonathan Jackson) haben die Nashville-Autoren bewiesen, dass sie aus fast jeder Position einen liebenswerten Charakter schaffen können. Mit den drei Gegenspielern im Paarroulette geben sie sich hingegen kaum Mühe.
Luke bleibt immer ein Stück weit zu abwesend, zu abgehoben, zu oberflächlich, um wirklich sympathisch zu werden. Megan scheint zwar eine verständnisvolle und liebenswerte Freundin für Deacon zu sein, aber das war Stacey auch. Viel mehr haben wir von beiden nicht gesehen, kein Eigenleben, kaum eine Szene, die nicht irgendwie mit Deacons Vergangenheit zu tun hat. Warum Megan jetzt in die Teddy-Storyline gezogen wird, bleibt noch im Dunkeln, aber irgendwie ist alles, was mit der Politikseite der Serie zu tun hat, im Moment so nebensächlich, dass man sich auch kaum dafür interessiert, wieso Megan dort auftaucht.
Immerhin hatten wir die Gelegenheit, Zoey ein bisschen kennenzulernen, bevor sie sich mit Gunnar eingelassen hat. Doch so richtig abnehmen, kann man den beiden die Beziehung nicht. Auch wenn Gunnar Scarlett in der Episode Just for What I Am direkt ins Gesicht sagt, dass er nichts mehr für sie fühlt, so einfach können die Nashville-Autoren die schicksalsgeladene Geschichte der beiden nicht löschen.
Daher fühlt sich die Episode Just for What I Am wie etwas an, was wir schon kennen: Sie wollen und werden zusammen sein, doch um das Ganze spannend zu halten, braucht es Enttäuschungen. In dieser Nashville-Episode entscheiden die Beteiligten der zwei großen Paare sich gegeneinander, doch man fühlt schon, dass nächste Episode alles wieder ganz anders liegen kann.
Zwanzigster Karriereknick
Auch Juliette findet keine neue Geschichte, sie sieht sich wieder einmal der Bedrohung ihrer Karriere gegenüber. Wir haben es schon so oft gesehen: Juliette, wie sie mit versteinertem Gesicht niederschmetternde Nachrichten auf dem Fernseher verfolgt. Juliette, wie jemand ihr droht, dass ihre Karriere jetzt ganz schnell vorbei sein könnte. Juliette, wie sie jemanden findet, der ihr Hoffnung gibt. Es sind starke Szenen, doch sie haben sich einmal zu oft wiederholt. Nichts hat bisher gehalten. Für den aktuellen Skandal um ihre angebliche Gotteslästerung kann sie nichts, doch die Proteste sind ja nur entstanden weil sie sich mit Charly Wenthworth eingelassen hat.
Der einzige Lichtblick hier ist Avery, er hat sich zu einer so starken Figur entwickelt, dass er vielleicht einen echten Unterschied machen könnte, anstatt einer mehr auf der Liste derer zu werden, die Juliette helfen wollten und dann doch ein doppeltes Spiel trieben oder verjagt wurden. Schön ist immerhin, dass die beiden nicht umgehend im Bett landen.
Fazit
Die Episode Just fot What I Am bringt nichts Neues. Die Storys wiederholen sich langsam einmal zu oft. Die Nashville-Autoren haben starke Schauspieler mit guter Chemie zueinander, es ist also nicht generell etwas Schlechtes, dass Rayna und Deacon vermutlich nie übereinander hinwegkommen werden. Aber diese Episode bietet einfach zu wenig Neues, um die alten Strukturen aufzuwerten.
Verfasser: am Dienstag, 28. Januar 2014(Nashville 2x12)
Schauspieler in der Episode Nashville 2x12
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