Nashville 2x09

Die Episode I'm Tired of Pretending bringt einige der Geheimnisse an die Oberfläche. Einige Offenbarungen sind eher unspektakulär und kommen fast schon überraschend. Gunnar (Sam Palladio) wusste nichts von Scarletts und Averys Neuanfang? Für Peggy (Kimberly Williams-Paisley) ist Deacons Vaterschaft eine Neuigkeit? Andere Geheimnisse ziehen größere Konsequenzen nach sich.
Selbstfindung einer Diva
Juliette (Hayden Panettiere) trieb in letzter Zeit ein bisschen ziellos in Handlungssträngen, die sich wie eine endlose Wiederholung anfühlten. In der Episode I'm Tired of Pretending nimmt die ganze Sache wieder mehr Form an. Doch so richtig neu ist eigentlich nichts. Ihr Zickenkrieg mit Layla (Aubrey Peeples) ist unterhaltsam, Juliette darf sich in ihrer ganzen Bösartigkeit zeigen. Dank eiskalter Blicke und cooler Auftritte macht das Zuschauen Spaß. Doch interessanter ist die Wendung in ihrer Affäre mit Charlie (Charlie Bewley). Rayna (Connie Britton) hat sie gewarnt, was passieren kann, wenn eine Sängerin als Nebenbuhlerin entlarvt wird. Man musste stark befürchten, dass das auch das Ziel dieses Handlungsstranges ist: Juliette manövriert sich wieder einmal in ein PR-Fiasko hinein. Und nach Laylas Einsatz wird es wohl auch noch so kommen, doch diese Nashville-Episode nimmt sich eine angenehme Auszeit und bringt Juliette auf ihrem Weg zu sich selbst weiter voran.
Sie ist geschmeichelt von der Art, wie Charlie sie sieht, doch ausgerechnet dank Will (Chris Carmack) erkennt sie, worauf es wirklich ankommt. Und das führt sie direkt zu - Avery (Jonathan Jackson)? Hoffentlich beschränkt sich diese Zuneigung auf platonische Gefühle, denn diese Freundschaft war bisher eine erfrischende Abwechslung in einem Meer aus Liebesdreiecken. Avery hat sich vom Miesepeter zum besten Freund gemausert und ihn jetzt in die Entscheidung zwischen Scarlett und Juliette zu drängen, könnte schnell zum Rückschritt werden.
Beziehungschaos
Während Will es geschafft hat, sich in die Herzen zu spielen, bleibt Layla ein schlechtes Abziehbildchen der früheren Juliette. Doch wohin diese PR-Beziehung führt, könnte trotzdem interessant werden. Will ist immer noch nicht mit sich im Reinen und gerade seine lässige Art könnte ihn tief fallen lassen, wenn die falschen Leute an Informationen über ihn kommen. Dass Layla nicht zögert, die Presse als Waffe einzusetzen, lässt für die Zukunft Böses vermuten.
Noch konturloser als die gefälschte Beziehung bleibt das Tête-à-Tête zwischen Gunnar und Zoey (Chaley Rose). Es wird wohl nichts von Dauer sein, es fühlt sich an, als wenn die Nashville-Macher die ganze Sache aus einem speziellen Grund angelegt haben. Vermutlich geht es dabei um Scarlett, das einzige Gesprächsthema der beiden neben ziemlich unglaubwürdig wirkendem Liebesgeflüster. Wird sie alte Gefühle für Gunnar wiederentdecken, wenn sie ihre beste Freundin mit ihm sieht? Oder wird es wohl zur allgemeinen Überraschung nicht im Liebeschaos enden? Die Enttäuschung könnte Scarlett aus der Deckung locken und sie könnte endlich aus sich herauskommen. Wut als Katalysator für eine Charakterentwicklung wäre nicht die schlechteste Idee für die oft einfach ein bisschen zu süße Scarlett. Nun fühlt sie sich schon wieder hinter einer Glaswand, obwohl sie eigentlich der Star ist, zumindest unter den Jungen.
Vater-Vater-Tochter-Probleme
Rayna muss sich weiterhin mit ihrer Familie beschäftigen. Auf der einen Seite der Vater im Gefängnis, auf der anderen Seite die Tochter mit zwei Vätern. Lamars Plot macht keine Fortschritte, Tandy (Judith Hoag) kommt nicht aus der Deckung mit ihrem Geheimnis heraus. In Sachen Maddie (Lennon Stella) geht es jedoch interessanter zu. Deacon (Charles Esten) und seine Tochter entwickeln erste zarte Bande, was Teddy (Eric Close) direkt zur Weißglut treibt. Immerhin bekommen wir ein tolles Vater-Tochter-Duett zu sehen.
Rayna ist so vernünftig in der Angelegenheit um Maddie, dass sie schon fast zu langweilig für Nashville-Verhältnisse wird. Dafür stürzt Teddy sich kopfüber ins Drama und Deacon geht überraschend weit mit ihm. Deacon hat seine große Liebe an den Alkohol verloren und nun steht auch noch sein Berufsleben auf der Kippe. Er hat in letzter Zeit schon mehrfach angedeutet, nun endlich durchstarten zu wollen als Solokünstler. Das würde bedeuten, dass er für etwas kämpfen muss, eine Sache, die ihm bisher nicht so lag. Gleichzeitig tritt Maddie als Tochter in sein Leben. Mit Teddys Misstrauen hat er damit direkt zwei Dinge an der Hand, die ihn aus seiner Komfortzone holen, seine Tochter und seine Karriere. Hoffentlich stehen der Figur große Zeiten bevor, an deren Ende wir Deacon nicht wiedererkennen.
Fazit
Die Episode I'm Tired of Pretending präsentiert sich als durchschnittliche Nashville-Episode. Nichts ist so wirklich neu oder überraschend, aber dank der Schauspieler macht das Zuschauen trotzdem Spaß.
Trailer zu „Nashville“ (2x10)
Verfasser: Serienjunkies.de am Samstag, 7. Dezember 2013(Nashville 2x09)
Schauspieler in der Episode Nashville 2x09
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?