Nashville 2x05

© ine wichtige Beziehung: Juliette (Hayden Panettiere) und Rayna (Connie Britton) in der Serie „Nashville“ / (c) ABC
Die Episode Don't Open That Door dreht sich um die drei Frauen im Zentrum der Story und wie sie ihren Ängsten und Unsicherheiten begegnen: Rayna (Connie Britton will endlich wieder singen, Juliette (Hayden Panettiere) setzt sich mit ihrem Streit mit Avery (Jonathan Jackson) auseinander und Scarlett (Clare Bowen) versucht ihren Weg durchs Musikbusiness zu finden.
Große Schritte
Juliette ist beruflich auf der Überholspur, erst bekommt sie einen Country Music Award, nun wird sie auch noch als Mitglied in die Grand Ole Opry aufgenommen. Doch hinter den Kulissen ist alles andere als zurücklehnen angesagt. Juliette hat es an die Spitze geschafft weil sie immer mehr von sich und anderen verlangt und sich gerade nicht zurücklehnt. Und in den letzten Episode hat sie sich in dieser Hinsicht merklich weiterentwickelt: Sie trifft Karriereentscheidungen aus dem Kopf und nicht aus verletztem Stolz heraus. Das merkt man besonders auch an ihrem besseren Verhältnis zu ihrem Manager. Sie hat das kleinere Übel gewählt und Layla (Aubrey Peeples) auf ihre Tour eingeladen, obwohl sie sie nicht leiden kann. Nun erweitert sie den Kreis auch noch um Will.
Doch den größten Fortschritt zeigt Juliette im privaten Bereich: Sie entschuldigt sich bei Avery und bleibt dabei, auch als er ihr eine Abfuhr erteilt. Sie stellt ihm ihr Studio zur Verfügung, was das vielleicht Großzügigste ist, was wir sie je ohne Gegenleistung haben tun sehen.
Einen ebenfalls wichtigen Schritt macht Rayna, auch wenn dieser nicht so überraschend kommt: Sie stellt sich ihren Ängsten und findet zu ihrer Stimme zurück. Es ist ein wunderbarer Auftritt, wie die Unterstützung der Fans sie Mut fassen lässt. Und es ist ein eindringliches Gespräch mit Deacon (Charles Esten), bei dem sie ihm den Befehl gibt, die Musik nicht aufzugeben und es klingt, als wenn sie auch mit sich selbst spräche.
Die einzige aus dem Trio, die ihre Aufgabe nicht so richtig meistert, ist Scarlett, der man die Verwandtschaft zu Deacon immer mehr anmerkt. Sie will sie selbst sein und kann sich mit der Marketingmaschinerie nicht anfreunden. Schließlich wird sie sogar durch Jeff Fordham (Oliver Hudson) vom Roten Teppich geschmissen. Es sieht gerade nicht gut für sie aus, doch es gibt mehr als Hoffnung: Rayna wird sie nicht fallen lassen und wenn Highway 65 aus dem Edgehill-Komplex herausgekauft ist, wird Scarlett mit Jeff nichts mehr zu tun haben müssen.
Man kann mit der ganzen Branche auch durchaus sympathisch umgehen ohne sich selbst zu verlieren, das haben wir an Rayna mehrfach gesehen und nun schwingt Will (Chris Carmack) sich auf, dasselbe zu tun. Er hat ein großes Geheimnis, dass er behütet, doch davon abgesehen gibt er einiges von sich preis ohne seine sympathische Art zu verlieren. Er lächelt in die Kameras, begreift, dass der Hashtag LaylaandWill eine große Sache sein kann, lässt sich aber hinter den Kulissen nicht von der Masche, die Layla draufhat, blenden. Er beschützt seine Freundin Scarlett wo er kann, aber verfolgt seinen eigenen Weg konsequent weiter.
Das kann auch Scarlett schaffen. Immerhin kann die Verwandtschaft zu Deacon auch eine Chance sein, er kann ihr sagen, was es einem bringt, wenn man sich gegen das Business versperrt.
Die neuen Frauen
Während alle drei gerade besprochenen Sängerinnen auf einer Sympathiewelle schwimmen, machen die Nashville-Autoren es den beiden neuen nicht leicht. Layla ist eine Mini-Juliette, aber viel schlimmer. Immerhin hat Juliette zwar wieder spitze Sprüche platziert, aber sich nicht als harmloses Rehauge inszeniert und hintenherum Schwächere manipuliert wie Layla es mit Scarlett tut.
Auch Scarletts beste Freundin Zoey (Chaley Rose) hinterlässt nicht gerade das beste Bild von sich selbst. Wir haben bereits festgestellt, dass sie kein Kind von Traurigkeit ist. Ihr Verschwinden aus Gunnars Bett spricht nicht gerade dafür, dass es die große Liebe ist. Falls sie ihre Freundschaft zu Scarlett für eine schnelle Nummer aufs Spiel setzt, ist das nicht gerade ein Zug, mit dem sie sich in die Herzen der Fans spielt.
Eines an der Affäre von Zoey und Gunnar (Sam Palladio) ist dennoch sehr interessant: Gunnar scheint gar nicht anders zu können als eine große Liebesszene mit jeder Frau zu kreieren, die ihm in die Quere kommt. Er wirkt gar nicht viel weniger verliebt als es zu Beginn mit Scarlett war.
Fazit
Die Episode Don't Open That Door bringt uns jede Menge wunderbarer Szenen, ob Rayna mit der Unterstützung ihrer Fans ihre Stimme wiederfindet oder Juliette sich zum ersten Mal aufrichtig bei Avery entschuldigt, wir werden mit ein bisschen Gänsehaut belohnt.
Verfasser: am Sonntag, 27. Oktober 2013(Nashville 2x05)
Schauspieler in der Episode Nashville 2x05
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