Nashville 2x03

© eburt eines Stars: Scarlett (Clare Bowen) in der Serie „Nashville“ / (c) ABC
Eines ist immerhin endlich endgültig: Die Scheidung von Rayna (Connie Britton) und Teddy (Eric Close) wird in der Episode I Don't Wanna Talk About It Now vollzogen. Immerhin eine Storyline können wir daher hinter uns lassen. Darüber hinaus fühlt sich diese Nashville-Episode in weiten Teilen an wie ein bisher verschollenes Stück der ersten Staffel.
Zurück auf Anfang
Die größte Enttäuschung der Episode I Don't Wanna Talk About It ist Juliette (Hayden Panettiere). Das liegt jedoch auch daran, dass sie in der letzten Zeit am höchsten geflogen ist. Es schien, als wenn die Autoren so viel mit der Figur vorhätten. Nun stellt sich heraus, dass es sich dabei um die gleichen Konflikte handeln könnte wie in der ersten Staffel. Der Beginn der Episode ist noch vielversprechend, die Freundschaft mit Avery (Jonathan Jackson) läuft locker, die beiden scheinen viel gemeinsam zu haben. Doch der Konflikt nimmt einen enttäuschenden Verlauf.
Die Idee, dass Juliette sich von einer flexiblen Seite zeigt, selbst als es um ihren Auftritt geht, wenn jemand ihr eine Million Dollar zahlt, ist amüsant. Während ihrer Karriere hat sie gelernt, wie sie mit den Reichen und Mächtigen umgehen muss. Wenn sie ihr in die Quere kommen wie Jeff, dann zeigt sie sich zickig, wenn der Auftraggeber sich spendabel zeigt, setzt sie ihr freundlichstes Lächeln auf. Und tut auch schon mal eine Freundschaft als Arbeitsbeziehung ab, bezeichnet Avery als jemanden, der auf ihrer Gehaltsliste steht. Das hätte der Anfang einer interessanten Wandlung werden können.
Stattdessen sehen wir einen Streit, gefolgt von Juliette, die Avery feuert (wie einst Glenn und so viele andere). Doch damit nicht genug, sie verschwindet anschließend auch noch mit ihrem schwerreichen, verheirateten Auftraggeber Charles (Charlie Bewley, The Vampire Diaries) ins Schlafzimmer. Sie hat mit ihrem Produzenten, ihrem Gitarristen, dem Therapeuten ihrer Mutter geschlafen. Doch sie hat auch dazugelernt. Zumindest schien es so. Nun fühlt es sich an als wenn es die letzten Episoden, in denen Juliette so gewachsen ist, nicht gegeben hätte. Man kann nur hoffen, dass das ein Ausrutscher bleibt und die Figur Juliette in der kommenden Episode wieder an ihre vielversprechende Entwicklung anknüpft.
Scheidungssex
Auch nicht wirklich neu sind Raynas Liebesentscheidungen in der Episode I Don't Wanna Talk About It Now. Die Sache mit Teddy ist zwar fürs Erste ausgestanden, aber das war sie im Prinzip auch schon in der Pilotepisode. Eine gemeinsame Zukunft mit Deacon (Charles Esten) hat der Unfall nun auch zerstört. Zumindest bis zum nächsten Liebesrückfall. Also bleibt nur noch der dritte love interest für Rayna und die Nashville-Autoren nehmen Liam mit offenen Armen auf. Doch seit Beginn dieser Beziehung fühlt sich Liam (Michiel Huisman) wie eine zeitlich begrenzte Affäre an. Bei dem ersten Aufflammen der Begierde zwischen ihm und Rayna schien es als wenn die Autoren einfach verzweifelt einen Weg gesucht haben, um Rayna noch ein bisschen von Deacon abzulenken. Nun kommt er wieder aus dem Nichts um sich in eine Affäre mit Rayna zu stürzen.
Dabei ist der Teil der Story, der nichts mit Romantik zu tun hat, viel interessanter. In der Episode I Don't Wanna Talk About It Now finden wir heraus, dass Rayna durch den Unfall ihre Singstimme verloren hat, und bis auf weiteres nicht weiß, ob sie sie jemals zurückerlangen wird. Ein bisschen seifenopermäßig ist die Idee schon, aber immerhin haben die Autoren uns einen Gedächtnisverlust erspart. Der Langzeitplan für Rayna scheint also klar: Vom Mikrofon an den Produzententisch.
Unterdessen ist auch bei Deacon nicht viel los. Selbst Teddy ist müde von den Einsichtsphasen, die Deacon in regelmäßigen Abständen überkommen. Doch immerhin hat er sich entschlossen, gegen seine Verletzung zu kämpfen. Sowohl Rayna als auch Deacon haben fürs Erste die Grundlage ihrer Profession verloren, sie ihre Stimme, er seine Hand. Sie sind auch noch in ihren Wunden verbunden, keine Chance für Liam, Teddy oder Deacons Anwältin: So schnell lassen die Nashville-Macher die Seelenverwandtschaft zwischen der Sängerin und dem Musiker nicht gehen.
Der große Auftritt
Die stärkste Story haben in der Episode I Don't Wanna Talk About It Now überraschenderweise die Jungen. Scarlett (Clare Bowen) und Will (Chris Carmack) haben ihren ersten großen Auftritt, Gunnar (Sam Palladio) und Zoey (Chaley Rose) dürfen zwar nur zuschauen, scheinen aber eine eigene Beschäftigung zu finden.
Scarlett strauchelt mit den Anforderungen des Musikbusness, und bisher tut sie noch, was von ihr verlangt wird. Doch glücklich sieht sie in ihrem sexy Outfit nicht aus. Je nachdem wie viel sie von ihrem Onkel hat, könnte das zu Problemen führen.
Am sympathischsten ist in dieser Nashville-Episode Will. Er hat Rayna hängen lassen und die Serienautoren geben sich alle Mühe, das vergessen zu machen. Statt des miesepetrigen Gunnars überdrüssig zu werden, nutzt er seine große Chance, um auch seinem Freund eine Tür zu öffnen. Doch der so Beworbene will das nicht. Was ist mit Gunnar los? Vielleicht hat er das Deacon-Syndrom und kann sich einfach nicht helfen lassen oder ist enttäuscht weil er nur als Songwriter engagiert worden ist, während Will auf der Bühne stehen darf.
Fazit
Die Episode I Don't Wanna Talk About It Now ist nicht gerade ein Glanzlicht der jungen zweiten Staffel. Die Entwicklung scheint auf der Stelle zu treten während die Umstände mit neuem Edgehill-Boss den Figuren eigentlich Raum für zahlreiche neue Erfahrungen bieten würde.
Verfasser: am Donnerstag, 10. Oktober 2013(Nashville 2x03)
Schauspieler in der Episode Nashville 2x03
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