Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 4x18

© zenenfoto aus der âMarvel's Agents of S.H.I.E.L.D.â-Episode âNo Regretâ / (c) ABC
Der „Agents of Hydra“-Arc geht in der Episode No Regrets der Serie Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. weiter. Das Team muss den Schock um Dr. Leopold Fitz (Iain De Caestecker) und seinen eiskalten Mord an Agnes (Mallory Jansen) noch verarbeiten. AuĂerdem gilt es, Skye/Daisy (Chloe Bennet) aus der Gefangenschaft von Hydra zu befreien.
Dies ĂŒbernehmen Mace (Jason O'Mara) und Coulson (Clark Gregg), die den Hydra-Transportbus aufhalten wollen, darin aber nur Leichen finden. Ward (Brett Dalton) wird dabei als besonders traumatisiert durch Fitz' Handlung herausgestellt. Die beiden Figuren haben quasi den Status getauscht, was die KaltblĂŒtigkeit angeht.
Dr. Fitz möchte nicht nur wissen, woder Patriot aka Mace ist, sondern auch, wo man Simmons (Elizabeth Henstridge) finden kann, quĂ€lt dafĂŒr Daisy weiter und verpasst ihr eine heftige Ohrfeige, als sie versucht seine GefĂŒhle fĂŒr Jemma zu wecken. Allerdings scheint nur Coulson tatsĂ€chliche Erinnerungen an die echte Welt zu haben und so bleibt dieses Unterfangen nutzlos, denn Fitz will um jeden Preis seine Heimat verteidigen.
Gegen die Inhuman-Bedrohung durch Mace hat Hydra bereits eine Waffe im Portfolio, fĂŒr die sich May bereiterklĂ€rt. Wie man im Verlauf der Episode sieht, handelt es sich um ein Serum zur temporĂ€ren Kraftsteigerung, Ă€hnlich wie das vom echten Mace.
Simmons versucht derweil weiter den Leiter des Widerstands von der Wahrheit zu ĂŒberzeugen, doch weder er noch Ward wollen ihren Worten Glauben schenken. Bei Mace liegt es daran, dass er das GefĂŒhl hat, dass Simmons ihn ĂŒberhaupt nicht kennt, weswegen er ein paar Details zu sich fallen lĂ€sst. Er ist der Sohn eines Klempners aus Brooklyn (GrĂŒĂe an Dusty Rhodes an dieser Stelle) und hatte weder Frau noch Kinder, aber hat im Widerstand in kurzer Zeit viel zu viele Kameraden verloren, sodass fĂŒr ihn jeder Einsatz, bei dem er Leben retten kann, wichtig ist.
Simmons drĂ€ngt in dieser Episode nĂ€mlich darauf, dass man das PrimĂ€rziel, nĂ€mlich das Aufhalten von Madame Hydra nicht aus den Augen verlieren sollte, bekommt aber selbst mehrere Male vor Augen gefĂŒhrt, dass manche Dinge in dieser Welt fĂŒr ihre Kameraden besser verlaufen sind. Das gilt fĂŒr Hope, das Kind von Mack, aber auch fĂŒr ein spĂ€teres Wiedersehen mit einem vor einiger Zeit gefallenen Kollegen, der plötzlich wieder da ist. Am hĂ€rtesten ist Simmons jedoch davon getroffen, dass Fitz jemanden eiskalt umbringen könnte.
Coulson erinnert sich derweil lose daran, dass der echte Ward ein Scheusal war. Clever ist in diesem Zusammenhang das kleine Wortspiel um Wards Zeit als Hive.
One regret

Aida/Madame Hydra will Skye derweil ein Angebot unterbreiten, von dem sie meint, dass sie dafĂŒr ihre Freunde verrĂ€t, denn sie will ihr ein Leben mit Lincoln ermöglichen, wenn die AI erfĂ€hrt, wo sich die S.H.I.E.L.D.-Ladies aufhalten. Fitz soll sich, um ihn beschĂ€ftigt zu halten, wĂ€hrend sie mit ihr spricht, um das Geheimprojekt Looking Glass kĂŒmmern, von dem wir weiterhin nicht wissen, was gemeint ist (Spekulation: Dabei geht es um den Superior).
Aida betont gegenĂŒber Skye noch einmal, dass sie in jedem Leben nur eine Sache verĂ€ndert hat, die die Personen bereut haben, was dann durch die Hilfe von Algorithmen zum Framework gerendert wurde. Damit hat sie auf gröbste Weise missverstanden, was Radcliffe (John Hannah) eigentlich fĂŒr diese kĂŒnstliche Welt beabsichtigt hatte, wofĂŒr dieser einen weiteren Elektroschock erntet. Immerhin kann Skye durch ein GesprĂ€ch spĂ€ter folgern, dass es eine HintertĂŒr gibt, die Aida nicht kontrollieren oder zerstören kann und sie erhĂ€lt die exklusiven Informationen dazu, die vor den Zuschauern aber noch geheim bleiben.
Fluggelman

Coulson erhĂ€lt durch Mace seine erste Fake-ID im Framework und soll nun als Hydra-Angehöriger Fluggelman Zugriff auf das Hydragebiet erschleichen - allerdings reagiert er beim Check-In sehr nervös, weil er nicht im System gefunden wird. Mace wird dabei in einem der LeichensĂ€cke eingeschleust und möchte neben Skye noch einen zweiten Gefangenen ausfindig machen. Dabei handelt es sich - welch nette Ăberraschung! - um Antoine Triplett (B.J. Britt), den wir zuletzt in Staffel zwei der Serie gesehen haben, als er bei Skyes Terriginese zu Tode kam. Der hat in seinen Schuhen PlĂ€ne fĂŒr eine Waffe versteckt.

Coulson hat inzwischen so viel Widerstandsluft geschnuppert, dass er nicht anders kann als er seinen Ex-SchĂŒler Chris sieht und sich verpflichtet fĂŒhlt ihm zu helfen. Dabei entdeckt der S.H.I.E.L.D.-Widerstand, dass die Jugendlichen eine GehirnwĂ€sche erhalten, die auf der Dr. Faustus-Methode (aus Marvel's Agent Carter/Stichwort âComplianceâ) basiert und alle schockiert.
Die aufgehulkte May (Ming-Na Wen) liefert sich wĂ€hrenddessen ein Duell mit Mace, bei dem sie jedoch den KĂŒrzeren zieht, aber ihre Bosse damit beauftragt per Quinjet auf die QuarantĂ€ne-Station zu schieĂen und somit die Agenten in Gefahr zu bringen. Das GebĂ€ude stĂŒrzt nĂ€mlich ein und die Flucht kann nur gelingen, weil Mace zurĂŒckbleibt und sich opfert - und zwar so richtig, ohne Wiederkehr (es sei denn, es gibt ein bisher unbekanntes Schlupfloch). Allerdings entspricht es einer gewissen Serienlogik, dass wir ein wenig mehr ĂŒber eine bisher in manchen Bereichen vernachlĂ€ssigte Figur erfahren, nur um sie dann den Heldentot sterben zu sehen.
Wenn es das wirklich mit Mace gewesen sein sollte - das legt die Szene in der echte Welt nahe, in der sein Herz versagt - dann ist das schade. Denn der letzte Kampf zwischen ihm und May entspricht leider nicht dem Niveau, das man sonst von der Serie gewohnt ist. Wie bei den Kollegen von Arrow oder Iron Fist sieht man dort leider an einigen Stellen viel zu oft die Stuntmen.
Immerhin hat Mace in der alternative Welt seinen Heldenmoment erhalten, der ihm im wahren Leben nicht vergönnt war.
Cup of Tea

In dieser Episode lernen wir auĂerdem Fitz' Vater kennen, bei dem es sich aber nicht um ein bekanntes Gesicht handelt, dafĂŒr stellt er aber wohl einen Grund dar, warum Fitz im Framework so kalt handelt. Denn der Einfluss seines alten Herrn tut ihm keinesfalls gut, was Aida fĂŒr sich ausnutzt.
Als Fitz tatsĂ€chlich ein kleines Anzeichen von Reue fĂŒr seinen Mord an Agnes zeigt, erinnert ihn Fitz Srenior aka Alistair Fitz (David O'Hara) daran, dass er durch seine HĂ€rte und fehlende Empathie zum BeschĂŒtzer der Menschheit werden konnte. DarĂŒber hinaus lehnt er jegliche Erinnerung an seine Frau und Leos Mutter ab. Ein unheimlicher und unsympathischer Zeitgenosse. In gewisser Weise verpufft der Effekt dieser Offenbarung aber - und das ist noch subjektiver als sonst - daran, dass die Figur einfach erscheint und da ist und wir sie vorher ĂŒberhaupt nicht kannten, zumindest meinem Empfinden nach.
I'm sorry that you have bad memories
Simmons kann ihre Ablehnung Ward gegenĂŒber nicht verbergen. Zu tief sitzen die Erinnerungen an seine zahllosen Schandtaten in all seinen Inkarnationen. Dennoch ist es möglich, dass es hier anders ist und es wirkt aufrichtig, als er sich fĂŒr sein Pendant entschuldigt.
SpĂ€ter werden sie quasi zur Zusammenarbeit gezwungen, denn die plötzliche Anwesenheit von Hope bringt sie aus dem Konzept. Mack gönnt die british lady nĂ€mlich seine temporĂ€re GlĂŒckseligkeit, weswegen sie zusammen mit Ward loszieht.
Nachdem bei May die Wirkung des Serums nachlĂ€sst und sie sich versichern will, dass Hydra Mace ausgeschaltet hat, bröckelt auch bei ihr die GehirnwĂ€sche, als sie sieht, dass sich Hydra an Kindern vergreift. EndgĂŒltig ist es dann vorbei, als sie mit einem Terrigen-Kristall in Skyes Zelle erscheint und ihr so die Möglichkeit verschafft sich an Alt-Hydra zu rĂ€chen. Allerdings muss sie dazu hier noch einmal die Terriginese durchlaufen. Wobei sich mir einige Fragen stellen: Wird sie die gleichen KrĂ€fte erhalten oder wartet hier eventuell eine Ăberraschung? MĂŒsste May in der NĂ€he des Kristalls nicht sterben? Warum kann sie ihn so einfach in der Hand halten? ErklĂ€ren lieĂe sich das wahrscheinlich durch den Unterschied von reinen und unreinen Kristallen. Es ist recht unwahrscheinlich, dass man May durch so eine Lappalie sterben lĂ€sst, aber dennoch kreiste mir der Gedanke kurzzeitig durch den Kopf, weil deswegen in der Vergangenheit bereits Figuren (Triplett beispielsweise) gestorben sind.
Fazit

Die Folge No Regrets verfĂŒgt zwar ĂŒber einige Momente, die vorher bereits aufgebaut wurden (Fitz Senior, der Heldenmoment fĂŒr Mace), die mich diesmal jedoch nicht ĂŒberzeugen können, weil Ă€uĂere BegleitumstĂ€nde nicht gepasst haben. Mace war als Figur in meinen Augen nie so richtig angekommen, sodass sein Opfer auf mich keine groĂe Wirkung hatte und dazu kommt noch, dass sein groĂer Kampf inszenatorisch zu wĂŒnschen ĂŒbrig lieĂ.
Das plötzliche Auftauchen des Vaters von Fitz hat mich ebenfalls kalt gelassen, weil es einfach zu wenig Vorgeschichte rund um ihn gibt und wir zwar erfahren, dass er ein Unsympath ist, allerdings wussten wir das auch schon davor, weswegen hier jegliche Ăberraschung oder Schock ausblieb, allerdings zumindest teilweise Leos Verhalten damit erklĂ€rt wurde.
Das Wiedersehen mit Triplett ist ein nettes Bonus, wenngleich ich wieder die Stimmen in den Kommentaren höre, die lieber Hunter und Bobbi hÀtten. Man kann es eben nicht allen recht machen und niemand erwartet wohl, dass jede MAOS-Folge ein Knaller sein kann. Ein kleiner DurchhÀnger wie hier ist also okay, wenn man dann auch bald wieder die Kurve kriegt, was das Ende der Folge ja bereits verspricht.
Trailer zur Episode All the Madame's Men der Serie Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. (4x19):
Verfasser: Adam Arndt am Donnerstag, 20. April 2017Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 4x18 Trailer
(Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 4x18)
Schauspieler in der Episode Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 4x18
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei EpisodenfĂŒhrern?