Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 4x05

Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 4x05

In der Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.-Episode Lockup haben es die Agenten wieder mal mit den Geisterwissenschaftlern zu tun, die es auf die Insassen eines Gefängnisses abgesehen haben. Somit wird die Unterstützung von Quake und dem Ghost Rider nötig.

Szenenfoto aus der „Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.“-Episode „Lockup“ / (c) ABC
Szenenfoto aus der „Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.“-Episode „Lockup“ / (c) ABC

In der vierten Staffel von Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. ist die Geisterschurkenstoryline bisher der schwächste Part der Erzählung. Das ändert sich auch mit der Episode Lockup nicht. Glücklicherweise gibt es andere Elemente, die das wieder wettmachen.

Darkhold

In einem kurzen Flashback sehen wir Lucy Bauer (Lilli Birdsell) und ihren Partner Joseph Bauer (Kerr Smith), die nach der mächtigen Schwarzmagiebibel, dem Darkhold, suchen und tatsächlich fündig werden. Interessanterweise scheint das Nachschlagewerk denjenigen, der darin blättert, lesen zu können, denn die Schrift erscheint in der Muttersprache. Allerdings führt es auch zu negativen Veränderungen. In der Gegenwart erfahren Coulson (Clark Gregg) und Co dann, dass Joseph es wieder dort vergraben hat, wo er es gefunden hatte, doch Lucy ist ein paar Schritte voraus.

Dumm für sie, dass sie in ihrer Geistergestalt nicht mehr darin lesen kann, dumm für uns, dass Frau Birdsell leider das schwächste Glied in der Schauspielerkette ist und darum den Genuss des Handlungsbogens trübt.

Da der Trip zu Joseph eine Sackgasse ist, will Coulson erneut Eli Morrow (Jose Zuniga) aufsuchen, der mehr über die Umstände rund um die Geisterwissenschafttler weiß. Coulson versteckt die Mission vor Jeffrey Mace (Jason O'Mara), dem aktuellen S.H.I.E.L.D.-Director, weil er ihm trotz seiner Empfehlung nicht traut. Robbie glaubt derweil, dass Eli dem Team ohne ihn nichts sagen wird, während FitzSimmons an einem Serum gegen die Geistkrankheit arbeiten. Für Robbie (Gabriel Luna) ist es ungewohnt, im Team zu arbeiten und, noch vielmehr, sich an Befehle halten zu müssen, doch Daisy (Chloe Bennet) macht ihm klar, dass er die Regel zu befolgen hat.

Der große Lügendetektortest

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Simmons (Elizabeth Henstridge) macht sich wegen des anstehenden Lügendetektortests große Sorgen und möchte eigentlich keine neuen Geheimnisse mehr erfahren, doch Fitz (Iain De Caestecker) hat Gesprächsbedarf. Simmons macht Fitz doch ein paar Vorwürfe wegen der Geheimhaltung um Aida, aber hauptsächlich deswegen, weil sie so schlecht darin ist, Geheimnisse zu bewahren, da eine Lüge einen hier den Job kosten kann. Darum beschäftigt sie sich ausführlich mit kleinen Nuancen in der Mimik, die Lügen bereits entlarven können.

Im tatsächlichen Test werden dann ziemliche Fangfragen gestellt, die darauf pochen, dass manche Zuschauer vielleicht ein schlechtes Gedächtnis haben (ob sie mal für Hydra gearbeitet hat - obwohl sie dort als Doppelagentin tätig war und sich demnach gut legitimieren kann). Auf die Frage, ob sie geheime Informationen verbirgt, reagiert das Gerät nicht zu ihrem Vorteil und prompt taucht auch der Director auf. Doch trotz einiger kleiner Aussagen, die Simmons paranoid machen („Ich will ihr komplettes Wissen in meinem Kopf“), kommt er mit einem anderen Anliegen. Bei einem TV-Auftritt soll sie sein gut informierter Knopf im Ohr gegen Senatorin Rota Nadeer sein, die Anti-Inhuman-Stimmung verbreitet. Simmons ist die Dame fürs Faktechecken und schlägt sich dabei sehr gut.

Doch, als Nadeer immer weiter nachhakt und belastende Informationen öffentlich macht, schaltet Mace sie ab und spricht frei von der Leber. Dabei outet er sich vor laufenden Kameras als Inhuman und meint, dass er bei dem Angriff auf die UN in Wien (siehe „The First Avenger: Civil War“) den Helden gespielt habe. Doch: Ob das der Wahrheit entspricht?

Aufstand im Zellenblock A

May (Ming-Na Wen) und Coulson machen sich also auf ins Gefängnis, wobei Coulson sich mehr dafür interessiert, was sie von ihrem Kurzzeittod in Erinnerung hat. Immerhin teilen sie dieses Erlebnis nun. Dabei stellen sie fest, dass ihnen Lucy wieder zuvorgekommen und einige Angestellte und Insassen infiziert hat. Zum Glück gibt es das Serum, das man aber an eine eher unangenehme Stelle im Wirbelsäulenbereich spritzen muss.

Als der infizierte Wärter den Angriff startet, kommt das coole Schild von Coulson wieder zum Einsatz und da Coulson und May sich zum Selbstschutz verschanzen müssen, übernimmt Mack (Henry Simmons) das Kommando und bestimmt zwei Teams: ein Team mit Daisy, das die Kollegen rettet, und eines mit ihm selbst und Robbie, das fürs Ghostbusten abgestellt wird und auch nach Eli Ausschau hält.

Mack bleibt skeptisch, was Leute mit Superkräften angeht, was auch Robbie zu spüren bekommt, weswegen er klarmacht, dass er nach seiner Pfeife tanzen soll. Robbie ist, wie Daisy jedoch argumentiert, der einzige, der etwas gegen die Geister anrichten kann - und genau das tut er auch. Allerdings verfolgt er auch sein eigenes Interesse, denn er trifft auf ein Mitglied der Fifth Street Locos, mit dem er noch eine offene Rechnung hat.

Daisy gelingt es derweil, Coulson und May zu befreien, wobei herauskommt, dass die Watchdogs ihre Mitglieder aus dem Gefängnis verpflichten. Mithilfe Fitz' gelingt Coulson und Co die Flucht, während Daisy sich eine gepflegte Gefängnisprügelei liefert, inklusive allerhand schmutziger Taktiken. In der schönen Actionsequenz verliert Daisy aber auch einen ihrer Kampfhandschuhe, der ihre Schmerzen eigentlich lindert.

Ebenfalls ein nettes Detail: die Rückkehr von Macks Shotgun-Axt, die aber keinerlei Wirkung gegen die Geister zeigt, was sich Mack eigentlich auch denken könnte, weswegen er auch mit der Krankheit infiziert wird, sich aber selbst das Gegenmittel spritzt. Wirksam ist hingegen der Ghost Rider, sowohl was den Kampf angeht als auch die Effekte, die zum Einsatz kommen.

Robbie gelangt zu seinem Onkel, der ihn aber erst so richtig überzeugt, mit ihm zu gehen, als er das Darkhold erwähnt. Das dürfte ein weiterer Hinweis darauf sein, wie sehr das magische Buch seine Leser vereinnahmt. Und bei Coulson und May kommt heraus, was May gesehen hat: Coulson nämlich? Doch wieso das? Wird hier eine neue Liebesgeschichte aufgebaut? War die Behandlung in Projekt T.A.H.I.T.I. doch mehr als bisher gedacht?

Als es eine Verschnaufpause gibt, nutzen May und Daisy diese, um sich zu streiten. Denn es ist May, die Daisy rettet, als sie zu verlieren droht und wollte, dass die beiden fliehen. Fest steht: Dieser Selbsthass und ihr Hang, alle Schuld auf sich zu nehmen, wird Daisy sonst noch zerstören. Später erwähnt May, dass Lincoln nicht wollen würde, dass sie sich selbst zum Buhmann macht. Doch Daisy ist immer noch in einer Trotzphase und will nach der aktuellen Mission wieder abhauen, was natürlich eine dumme Idee ist. Allerdings tut es gut, sie wieder in offizieller S.H.I.E.L.D.-Montur zu sehen.

Tolle Umfragewerte

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Nach der TV-Show sind die Umfragewerte von S.H.I.E.L.D.-Boss Jeffrey ziemlich hoch, da ihn die Öffentlichkeit als Held ansieht. Simmons erkennt durch ihre Recherche zur Mimik derweil, dass der Boss nicht ganz ehrlich war, was seinen Heldenstatus angeht und stellt für sich sicher, dass die Tests gestrichen werden. Bei Simmons wird dabei eine Seite präsentiert, die sie in moralisch graue Bereiche bringt und kaum zu ihrem netten Auftreten passt. Aber was tut man nicht, um am längeren Hebel zu sitzen? Der Hintergrund des Geheimnisses muss derweil so ernst sein, dass Mace einwilligt, die Tests bleiben zu lassen. Das Einknicken passiert dabei recht schnell, was kein allzu großes Zeichen ist.

Auch die gegnerische Senatorin hat gute Quellen und weiß, was S.H.I.E.L.D. treibt. Der Einsatz von Daisy, der per Videobeweis festgehalten wurde und die offiziell noch eine gesuchte Terroristin ist und der des Ghost Riders könnte die Werte schnell wieder in den Keller bringen und für einen öffentlichen Skandal sorgen. Pikant dabei: Über sie findet er heraus, dass seine Untergebenen direkte Befehle missachten.

Endet seine Amtszeit also schon bald oder findet er eine Lösung gegen die doppelte Erpressung? Leider scheint er auch bei der Senatorin ganz Ohr zu sein, weil er sie fragt, was sie für ihr Stillschweigen möchte. Wie steht es also wirklich um seine Integrität?

Mein Tipp ist, dass das wieder ein klassischer „MAoS“-Fake-out ist und Coulson und Co demnächst schon eingeweiht werden und gemeinsam nach einer Lösung gesucht wird. Denn die Watchdogs im Gefängnis werden mit der Senatorin in Verbindung gebracht - oder so ähnlich.

Vengeance is mine

Robbie bringt zwar seinen Onkel raus, der wird aber bald von Lucy geschnappt und weggebracht, damit er ihr Zugriff auf das Darkhold gibt. Robbie geht dafür seinem Rachedurst nach und konfrontiert das Gangmitglied, das nicht an der Meuterei teilnimmt. Dabei stellt sich heraus, dass er für den Überfall auf Robbie und seien Bruder Gabe verantwortlich ist, der ihn in den Rollstuhl verfrachtet hat, auch wenn er im Auftrag eines Dritten gehandelt hat. Zwar sind alle übrigen Mitglieder verbrannt (sicherlich kein Zufall, sondern durch die Rache des Ghost Rider zu erklären), aber für Robbie gilt die Ausflucht nicht, dass er nur einen Auftrag ausgeführt hat.

Es folgt die optisch vielleicht bisher am besten aussehende Ghost-Rider-Transformation, weil sie durch Wut angetrieben wird und besonders wuchtig daherkommt. Außerdem bringt sie eine witzige Szene hervor, wenn alle Insassen wieder freiwillig in ihre Zellen gehen, als er als Rachegeist durch die Gänge streift.

Fazit

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Es mag kleinlich sein, aber ich komme über die Mankos bei den Geistern nicht hinweg. Zum einen, weil die Schauspielerin, die die Handlung vorantreibt, leider viel zu schwach ist, um mehrere Folgen zu tragen und zum anderen, weil sie und ihre Geisterkollegen auch optisch meistens nicht gerade die Wucht sind. Beim Ghost Rider funktioniert es ja auch, ebenso bei dem netten Cafeteria-Fight rund um Daisy.

Ein wenig doof stellt sich auch Mack bei den Geistern an. Statt den Rider ranzulassen, schmeißt er seine Axt auf einen durchlässigen Gegner und lässt sich infizieren? Immerhin wird das nicht unnötig in die Länge gezogen. Interessant finde ich hingegen die langsame Entwicklung von Simmons in eine abgebrühtere Richtung und auch den Part um den Director finde ich spannend, weil ich nicht genau weiß, wohin das führt.

Dennoch finde ich die Folge Lockup wieder etwas schwächer als noch zuvor, ich kann es kaum erwarten, bis diese Geister weg sind und die wahren Drahtzieher hinter Darkhold und Ghost Rider offenbart werden.

Trailer zur nächsten Episode, The Good Samaritan (4x06), der US-Serie Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.:
Verfasser: Adam Arndt am Mittwoch, 26. Oktober 2016

Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 4x05 Trailer

Episode
Staffel 4, Episode 5
(Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 4x05)
Deutscher Titel der Episode
Die Geister, die ich rief
Titel der Episode im Original
Lockup
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Dienstag, 25. Oktober 2016 (ABC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Freitag, 11. August 2017
Autoren
Nora Zuckerman, Lilla Zuckerman
Regisseur
Kate Woods

Schauspieler in der Episode Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 4x05

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