Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 1x07

Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 1x07

Willkommen in Level 8! Die Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.-Episode The Hub bringt die Agenten auf eine Mission, die eigentlich über ihrer Klassifikation liegt. Trotz strenger Geheimhaltung kommen außerdem andere Geheimnisse ans Licht.

Szenenfoto aus der Episode „The Hub“ der US-Serie „Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.“ / (c) ABC
Szenenfoto aus der Episode „The Hub“ der US-Serie „Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.“ / (c) ABC

Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. befindet sich für mich auf dem richtigen Weg. Was in der letzten Woche bereits eingeleitet wurde, wird in The Hub nun noch einmal unterstrichen. Diesmal schlägt die große Stunde von Agent Fitz (Iain De Caestecker), der gemeinsam mit Agent Ward (Brett Dalton) auf eine gefährliche Mission in den Kaukasus geschickt wird und dabei seine Kompetenz beweisen muss.

The Hub - Willkommen auf Level 8

Während es zum Beginn der Episode kurz so aussieht, als wäre Agent Coulson (Clark Gregg) ernsthaft in Gefahr, stellt sich schnell heraus, dass er, Agent Ward und Agent May (Ming-Na) die Mission im Griff haben.

Die streng geheimen Informationen, die die Agents ergattern, werden im Hub (Zugang nur mit Level-8) ausgewertet. Dabei finden sie heraus, dass sich das sogenannte „Overkill Device“ (= unser plot device der Woche) dort befindet. Coulsons Team macht sich also auf den Weg dorthin, wo Coulson, May und Ward von Agent Victoria Hand (Saffron Burrows) über ihre Mission gebrieft werden. Es ist eine Level-8-Mission für zwei Agenten. Während May und Ward sofort wie die richtigen Kandidaten wirken, hat Hand allerdings eher einen Gadget-Spezialisten im Sinn. Wer könnte also besser passen als der unbedarfte Fitz?

Gemeinsam reisen sie in das Kaukasusgebiet, wo Ward auf die Dienste eines alten Kontakts zurückgreifen möchte, um über die Grenze zu kommen. Doch dieser, ein ehemaliger Separatist namens Juri, soll verstorben sein und der Rest der Bar ist über die Störung bei der Übertragung des Fußballspiels gar nicht erfreut. Also werden die beiden Agenten gefesselt. Bis der Strom ausfällt und Fitz seine Nützlichkeit demonstrieren kann und einen recht teuren Transport für die beiden aushandelt. Doch ihr Transport wird überfallen und sie sind von nun an auf sich allein gestellt.

Der Rest des Teams verweilt derweil im Hub, wo Skye (Chloe Bennet) eine Chance sieht, sich etwas nach Informationen über das geschwärzte S.H.I.E.L.D.-Dokument über ihre Vergangenheit umzusehen. Dumm nur, dass sie das Schnüfflerarmband trägt, was genau so etwas verhindern soll. Also bittet sie Simmons um Hilfe, die sich dann mit einem Walkie-Talkie fernsteuern lässt, um ein Computerpanel in der Wand freizulegen. Erwischt werden sie allerdings von Agent Jasper Sitwell (Maximiliano Hernández), den Simmons jedoch mit einem Betäubungsschuss ausknockt. Skye nutzt dies, um sie May holen zu lassen und sich selbst in den Hub-Server zu hacken. Ihre Zeit dazu ist knapp und sie muss sich entscheiden, ob sie tatsächlich Informationen für sich beschafft oder schaut, ob die Overkillmission mit rechten Dingen verläuft. Sie entscheidet sich für letzteres und findet dabei heraus, dass für Ward und Fitz keinerlei Extraktionsvorkehrungen getroffen sind, sobald sie die Waffe in Besitz genommen haben.

Dies teilt sie auch Coulson mit, der jedoch nicht so recht weiß, wie er diese Infomation bewerten soll, zumal ihr das Hacken explizit untersagt worden war. Eigentlich glaubt er, dass man dem System vertrauen sollte, gleichzeitig hat er Skye auch dafür ins Team geholt, weil sie von dem üblichen Schubladendenken abweicht und lieber selbst Informationen einholt. Spätestens das Gespräch mit Victoria Hand bringt Coulson dann zum Umdenken und zum Handeln. Die restlichen S.H.I.E.L.D.-Agenten ernennen sich kurzerhand zum inoffiziellen Extraktionsteam und retten Ward und Fitz mit dem Flugzeug vor ihren zahlreichen Angreifern.

Damit nicht genug. Coulson hält sein Wort und versorgt Skye mit Erkenntnissen über die geheime S.H.I.E.L.D.-Akte, derzufolge Skye damals von einer S.H.I.E.L.D.-Agentin beim Waisenhaus abgegeben wurde. Ob es sich dabei um ihre Mutter oder eine Agentin, die sie gefunden hatte, handelte, wisse er jedoch nicht. Wie sich im Gespräch mit May herausstellt, möchte er dies aber herausfinden. Und auch sonst wird Coulson langsam, aber sicher stutzig, was zum Hinterfragen von S.H.I.E.L.D.-Entscheidungen führt. Am Ende der Episode möchte er telefonisch Auskünfte zur Akte über seinen Tod und seine Rettung einholen. Trotz Level-8-Einfstufung wird ihm der Zugriff jedoch explizit verwehrt. Die Möglichkeit, einen Autorisierungsantrag bei Nick Fury (in den Filmen: Samuel L. Jackson) zu stellen, lehnt er jedoch dankend ab.

Fitz im Mittelpunkt

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Die siebte Episode der ersten Staffel rückt das Scheinwerferlicht endlich einmal auf Fitz. Wenn es so weitergeht, sehen wir bald Fokusepisoden für Ward und May - und zum Winterfinale dann wahrscheinlich Coulson. Diese Entwicklung kann ich nur begrüßen, denn a) geht Fitz somit endlich mal in den Feldeinsatz und darf beweisen, dass er auch in brenzligen Situationen durchaus kompetent ist. B) Somit verbringen wir als Zuschauer mehr Zeit mit ihm und können ihn besser kennen sowie ein Stück weit lieben lernen. Gerade seine tollpatschige Art an der Hub-Tür, die Sternstunde als Retter in der Bar und die Sandwichstory stellen allesamt Momente dar, die seinem Charakter auf den Grund gehen. Auch die Tatsache, wie er die Overkillwaffe mit aller Ruhe extrahiert, spricht für ihn. Sein Gesicht und seine Reaktion, als Ward sein von Simmons zubereitetes Lieblingssandwich wegwirft, weil die Gegner Spürhunde haben, spricht ebenso Bände. Gleiches gilt für die Situation, als er Simmons gegenüber - bei der Frage, wie das Gourmetstück geschmeckt hat - lügt. Simmons ist ihm wichtig, das haben wir schon in der letzten Episode gesehen und in der Interaktion mit Ward sehen wir auch, dass dieser das weiß, als er klarmacht, dass er ihm glaubt und dass er ebenfalls aus dem Flugzeug gesprungen wäre, um Simmons zu retten. Nur konnte Ward eben schneller reagieren.

Das „Team-Up“ der beiden macht auch klar, dass Ward zwar ein fähiger Agent ist, aber auch er an seine Grenzen stößt. Wie hätte er ohne Fitz das „Overkill-Device“ gesichert und wie wäre er aus der Lage in der Bar gekommen? Teamarbeit wird also großgeschrieben.

Trust the system or never trust the system?

Auch die Fragen nach Vertrauen oder Nichtvertrauen in die Organisationsstuktur von S.H.I.E.L.D. werden erneut gestellt und von verschiedenen Playern diskutiert. Coulsons Team scheint dabei eine kleine Anomalie zu sein, die auch mit einigen Alleingängen davonkommen kann. Nicht zuletzt auch dank Coulson und seiner Erfolgsquote.

Victoria Hand hat das Potential, eine S.H.I.E.L.D.-interne Troublemakerin zu werden. In den Comics ist sie übrigens eine recht neue Figur, die von Brian Michael Bendis und Mike Deodato geschaffen wurde und als rechte Hand eines gewissen Norman Osborn aka Green Goblin aka Iron Patriot fungiert. Sie scheint bereit, Agenten zu opfern, ohne sie vorher darüber einzuweihen. Oder testet sie nur Coulson und sein Team? Agent Blake (Titus Welliver) hat in der vorherigen Episode ja bereits etwas in dieser Richtung angedeutet. Auch hier gibt ihre Bemerkung darüber, dass Coulsons Team keine Extraktion braucht, Rätsel auf. Im Vorfeld hat sie das ja bereits bei den Agenten Barton (Hawkeye) und Romanoff (Black Widow) erwähnt. Ist Coulson in ihren Augen also „würdig“?

Aber wie weit kann man einem Arbeitgeber trauen, der einem das eigene Schicksal vorenthält? Was gibt es im Fall Coulsons also zu verbergen?

Tahiti is a magical...

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Langsam, aber sicher hat man als aufmerksamer Zuschauer den Eindruck, dass die Autoren einen mit gewissen Reizwörtern auf die falsche Spur locken wollen. Sobald jemand von Tahiti spricht, fühlt sich Coulson verpflichtet, mit der immer gleichen Phrase („It's a magical place“) zu kommen. Diesmal scheint das ihm auch selbst aufzufallen. Genauso wie Skye, die ihn eine Roboterversion seiner selbst nennt. Insgesamt werden in der Serie oft Robotervergleiche gezogen. Zufall oder Absicht?

Auch sein Selbstgespräch mit May, als diese ihre Tai-Chi-Übungen macht, scheint darauf hinzudeuten, dass sie mehr weiß, als sie mit Coulson bereit ist, zu teilen. Auch wenn er sich durch ihre Blicke unterbrechen lässt, statt nachzuhaken. Den Eindruck machte May auch schon in den vorherigen Episoden. Doch bis zum Episodenende ist Coulson eben davon überzeugt, dem System zu vertrauen. Ändert sich das nun?

Als Coulson Skye etwas zu ihrer Vergangenheit offenbart und eine S.H.I.E.L.D.-Agentin erwähnt, musste ich für wenige Sekunden die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass May ihre Mutter sein könnte. Der Schnitt auf May hat dies nur unterstrichen. Doch dann sieht man kurz eine Frau, die die fragliche Agentin sein könnte. Auch Mays mitleidige Reaktion und die Tatsache, dass sie Coulson bei der Recherche helfen will, sprechen dafür, dass es wahrscheinlich nicht May sein kann.

Teaser der Woche

Der Comicteaser der Woche kommt für mich aus dem Mund von Simmons, die Skye gegenüber sagt: „Warte, bis du das Triskelion siehst.“ Dabei handelt es sich um das S.H.I.E.L.D.-Hauptquartier aus der Comicreihe „The Ultimates“. Comicfilmfans müssen sich lediglich bis „Captain America 2: The Return of the First Avenger“ gedulden oder können sich den Trailer zum Film anschauen, um einen ersten Eindruck davon zu erhalten. Dort wird es dann auch ein Wiedersehen mit Agent Sitwell geben.

Die Ungereimheit der Woche ist für mich die kurze Zeit, in der das Team vom Hub in den Kaukasus kommt. Am besten sollte man das wohl einfach ignorieren und hinnehmen, dass das Flugzeug über Warp-Fähigkeiten verfügt.

Fazit

Die Richtung, in die sich Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. aktuell bewegt, gefällt mir ziemlich gut. Die Episode hat mir beim Anschauen eindeutig Spaß gemacht. Die Dynamik zwischen Ward und Fitz hat mir ebenso gefallen wie die einseitige Unterhaltung zwischen Coulson und May sowie die Zusammenarbeit von Skye und Simmons. Gerade wegen der schrecklichen Improvisationsfähigkeit der letzteren. Fitz darf auch sonst an einigen Stellen glänzen und Victoria Hand kann gerne regelmäßiger Bestandteil der Serie bleiben - als so etwas wie ein Steine-in-den-Weg-Leger. Kurzum: Humor und Dialoge sind stark und auch die Figuren wachsen mir immer mehr ans Herz. Dazu kommen einige Bekannte aus den Comics und dem Filmuniversum, eine Handvoll netter Anspielungen und Fortschritte zu den fortlaufenden Nebenhandlungen um Coulson und Skye. Ich fühle mich bestens unterhalten.

Videovorschau auf die Episode The Well (1x08) der US-Serie Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.:

Verfasser: Adam Arndt am Mittwoch, 13. November 2013

Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 1x07 Trailer

Episode
Staffel 1, Episode 7
(Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 1x07)
Deutscher Titel der Episode
Der Hub
Titel der Episode im Original
The Hub
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Dienstag, 12. November 2013 (ABC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Freitag, 14. März 2014
Erstausstrahlung der Episode in der Schweiz
Dienstag, 18. März 2014
Autoren
Rafe Judkins, Lauren LeFranc
Regisseur
Bobby Roth

Schauspieler in der Episode Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 1x07

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