Legends of Tomorrow 5x15

Legends of Tomorrow 5x15

Mit der Folge Swan Thong beendet die US-Serie Legends of Tomorrow ihre fünfte Staffel. Nachdem unsere Legends wieder auf freiem Fuß sind, müssen sie sich Lachesis und Atropos stellen, um die Welt wieder in normale Bahnen zu lenken.

Szenenfoto aus der Legends-of-Tomorrow-Folge Swan Thong (c) The CW
Szenenfoto aus der Legends-of-Tomorrow-Folge Swan Thong (c) The CW
© zenenfoto aus der Legends-of-Tomorrow-Folge Swan Thong (c) The CW

Legends of Tomorrow

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle ein Staffelreview zur fünften Staffel der Serie abliefern. Aber nach Sichtung von Swan Thong habe ich mich kurzfristig umentschieden, weil es sich anbietet, diese Episode ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen - denn das Ende bringt wieder einige Veränderungen für das Team mit. Aktuell ist Legends of Tomorrow übrigens meine Lieblingsserie aus dem Arrowverse. Letztes Jahr hätte ich Supergirl noch vorne gesehen, wobei ich aber auch alle anderen Reihen verfolge und mich bereits auf die angekündigte Erweiterung Superman & Lois freue.

Nun aber zu den Legends, die im fünften Staffelauftakt Teil des bislang größten Arrowverse-Crossovers „Crisis On Infinite Earths“ waren und ebenfalls mit den Konsequenzen daraus leben müssen. Im Speziellen mit dem „Loom of Fate“, welches sich seit ein paar Folgen wieder in den Händen von Lachesis (Sarah Strange), Atropos (Joanna Vanderham) und Charlie/Clotho (Maisie Richardson-Sellers) befindet und die Menschen in eine Welt der Sorte „1984“ befördert hat. Zwar konnte in The One Where We're Trapped on TV wieder ein bisschen freier Wille hergestellt werden, aber der Showdown kommt eben erst im (Staffel-)Finale.

Swan Thong

The CW
The CW - © The CW

Rein handlungstechnisch gesehen liefert die fünfte Staffel ein solides Finale ab, aber leider nicht mehr. Während Nate (Nick Zano), Zari 1.0 (Tala Ashe), Mick (Dominic Purcell) und Ava (Jes Macallan) nach dem Waverider suchen, stellt sich der Rest um John Constantine (Matt Ryan), Astra (Olivia Swann) und Sara (Caity Lotz) dem Feind beziehungsweise versucht, das „Loom of Fate“ zu zerstören. Letzteres gelingt nach einem netten Zweikampf zwischen Atropos und Sara auch, wobei die angebliche Göttin zusammen mit dem Loom ihr Ende findet.

Oder nicht? Ein paar Monate (und eine Zeitreise) später scheint sich die Welt wieder halbwegs normalisiert zu haben, doch es wird schnell klar, dass Lachesis noch immer die Strippen zieht. Nette Idee mit den Fatewatches und auch die Überraschung, dass dahinter Gideon (Amy Louise Pemberton) unter der Kontrolle von Lachesis steckt, ist gut umgesetzt. Allerdings fehlt der große, absurde, trashige WTF-Moment, der unseren Legends zum Sieg verhilft (man erinnere sich nur an den Riesen-Beebo im dritten Staffelfinale: Klick) - hier zieht Zari 2.0 lediglich den Stecker.

Natürlich gibt es trotzdem jede Menge Witz und Action, wenn die Legends im Museum der Bösewichte zu den Klängen von Sisqós „Thong Song“ (samt Gastauftritt) gegen die wiedererweckten „Encores“ antreten. Um diese zu besiegen, muss Charlie auch erst wieder davon überzeugt werden, dass der freie Wille und Fehler zum Menschsein dazugehören. Aber für mich hakt die Folge hier etwas. Denn einmal wurde dort der Stecker bereits gezogen und zum anderen wechselt mir Charlie viel zu oft und auch zu schnell die Gesinnung - wenngleich ihre Geschichte hier ein adäquates Ende erhält.

Figuren

The CW
The CW - © The CW

Bleiben wir kurz bei Charlie, denn vor kurzem ging die Neuigkeit um, dass Maisie Richardson-Sellers ihren Hut nimmt. Mit Blick auf das Finale nicht verwunderlich, schließlich ist Charlies Reise spätestens mit der Aussprache mit Lachesis an einem Ende angelangt - Charlie ist jetzt frei von ihren Bürden und darf nun wieder mit ihrer Band „The Smell“ auf Tour gehen.

Einen Weg wie Charlie sind bereits zahlreiche andere Figuren innerhalb der Serie gegangen. Stoßen sie zu den Legends, sind sie nicht selten auf der Suche nach etwas, sei es die eigene Identität, das große Glück oder etwas Unbekanntes. Ist diese Suche abgeschlossen - wie kürzlich bei Ray Palmer (Brandon Routh) und Nora Darhk (Courtney Ford) geschehen - dann wird manchmal eben Abschied genommen und der Waverider verlassen. Das gehört zur Serie dazu, schließlich sieht unser Team mittlerweile ganz anders aus, als es noch zu Beginn der ersten Staffel der Fall war. Alte Charaktere verlassen die Reihe, während neue dazukommen.

Wobei es nicht für jede Figur, deren persönliche Fäden in Swan Thong zusammenlaufen, vorbei ist. Lita (Mina Sundwall) akzeptiert Mick endlich als ihren Vater, Astra und Constantine haben alle Differenzen überbrückt und überhaupt steigt am Ende die verdiente Party nach all den Strapazen - wobei mir dort Gary (Adam Tsekhman) und Mona (Ramona Young) doch gefehlt haben.

The CW
The CW - © The CW

Der einzige Abschied, der mir nicht so recht schmecken will, ist der von Zari 1.0 - da ist sie gerade erst zurück, Nate kann sich wieder an alles erinnern und Schwupps, geht es zurück ins Totem. Mir ist natürlich klar, dass es für Behrad (Shyan Sobhian) sonst tödlich geendet hätte, aber unter uns: Zari 1.0 > Zari 2.0 (auch wenn mir die neue Zari-Version mittlerweile besser gefällt als zu Beginn der Staffel).

Insgesamt würde ich aber meinen, dass es den Machern hier besser als in anderen Staffeln gelingt, die persönlichen Werdegänge der einzelnen Figuren zu behandeln und gegen Ende zu einem runden Abschluss zu bringen.

Cliffhanger

Die letzten Sekunden bieten jetzt keinen großen Cliffhanger, aber doch einen, der kurz erwähnt werden sollte. Nach gelungenem Abenteuer und der Party freut sich unser Team auf Urlaub und wir sehen, wie Sara in die Höhe des nächtlichen Himmels gezogen wird. Somit lässt sich leicht erahnen, dass es unsere Legends in der sechsten Staffel mit Aliens zu tun bekommen könnten.

Wer etwas mehr wissen möchte und keine Spoiler scheut, kann sich hier einmal kurz umsehen - dort steht auch, welche Darsteller zurückkehren werden.

Fazit

Mit Blick auf die Staffel würde ich meinen, dass es eine der besten bislang war und kaum eine Episode sonderlich abfällt. Das Highlight war sicher die vorletzte Episode mit den verschiedenen TV-Welten, womit es das Finale auch etwas schwerer hatte, mich zu überzeugen. Was die Figuren betrifft, bin ich aber sehr zufrieden, denn da wirkte doch vieles runder und stimmiger als sonst. Lediglich die Handlung als solche, welche das Finale hier abliefert, lässt mich ein bisschen mau zurück. Swan Thong bekommt von mir vier von fünf Sternen. Und von euch? Lasst mich auch gerne wissen, wie euch die fünfte Staffel insgesamt gefallen hat.

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Verfasser: Christian Schäfer am Sonntag, 7. Juni 2020
Episode
Staffel 5, Episode 15
(Legends of Tomorrow 5x15)
Deutscher Titel der Episode
Es lebe der freie Wille!
Titel der Episode im Original
Swan Thong
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Dienstag, 2. Juni 2020 (The CW)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Montag, 23. November 2020
Autoren
Keto Shimizu, Morgan Faust
Regisseur
Kevin Mock

Schauspieler in der Episode Legends of Tomorrow 5x15

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