How to Get Away with Murder 1x09

How to Get Away with Murder 1x09

Mit dem Midseason-Finale von How to Get Away with Murder wagen wir nach der Pilotepisode abermals einen prüfenden Blick auf das neue Drama von ABC. Im zweiten Teil dieses Artikels kommt dann Serienmacher und Executive Producer Peter Nowalk zu Wort, der kürzlich ein Interview zur Serie gab.

Offizielles Promobild zu ABCs „How to Get Away with Murder“ / (c) ABC
Offizielles Promobild zu ABCs „How to Get Away with Murder“ / (c) ABC

Am letzten Donnerstag lief auf ABC das Mid Season-Finale von How to Get Away with Murder, was für uns Grund zum Anlass ist, die erste Hälfte des „Crime-Law-Procedural-Hybrids“ Revue passieren zu lassen. Dabei möchten wir jedoch nicht nur unsere Eindrücke der bisherigen Episoden von „How to Get Away with Murder“ schildern, sondern auch einen Blick darauf werfen, was der kreative Kopf und Executive Producer Peter Nowalk zu dem quotenbesten Serienneustart der aktuellen „Fall Season“ zu sagen hat.

Dabei werden wir natürlich ein wenig ins Spoilerterrain abdriften, sowohl im Rahmen der Kurzkritik zur Serie als auch in der Betrachtung eines Interviews, das Nowalk kürzlich erst TVline.com zu „HTGAWM“ gegeben hat. Seid also gewarnt.

Unsere Meinung zu „How to Get Away with Murder“

Als vor gut zwei Monaten die Pilotfolge von „How to Get Away with Murder“ ausgestrahlt wurde, waren wir doch recht angetan von der neuesten Produktion mit Beteiligung der umtriebigen und äußerst erfahrenen Fernsehschaffenden Shonda Rhimes „62721“. Es war bei weitem noch nicht alles Gold, was glänzte, doch mit der starken Viola Davis als Hauptdarstellerin und einer vielversprechenden Murder-Mystery-Prämisse bot man erst mal genug an. So blieb man als Zuschauer interessiert dran und wollte schon wissen, wie es zu den Ereignissen kommen konnte, die am Ende der Pilotepisode eintraten.

Wer nun alle bisherige Folgen des Crimedramas mit einer ordentlichen Portion „Law Procedural“ gesehen hat, dem wird aufgefallen sein, dass die Autoren sich mehr als einmal auf den Trick verlassen, in den letzten Zügen diverser Folgen die große Überraschung der Woche einzubauen und somit noch einmal für ordentlich Spannung sorgen zu können. Dadurch werden auch öfters die eher beliebigen Fälle der Woche kaschiert, indem man wieder den Bogen zur übergreifenden Handlung spannt und die jungen Jurastudenten um Hauptfigur Wes (Alfred Enoch) tiefer in den Sumpf voller Geheimnisse und Lügen hinabgleiten lässt.

Letztendlich funktioniert diese Art der Erzählstruktur auch immer wieder, wobei man relativ schnell hinter das narrative Konzept von „HTGAWM“ steigt. Jedoch macht diese Formel nicht umsonst einen wichtigen Faktor hinsichtlich des Unterhaltungswerts des Formats aus. Unter den Fällen, denen sich Annalise Keating (Viola Davis) und ihr Team annehmen, ist viel Einheitskost mit dabei, insbesondere in den ersten paar Episoden.

Man ist eigentlich mehr daran interessiert, wie es zum Mord an der jungen Studentin Lila Stanguard (Megan West) kommen konnte und wie Annalises Ehemann Sam (Tom Verica) letztendlich sein Leben verlor. Stattdessen servierte man uns ein paar simple „Case of the Week“-Szenarien, die allesamt immer wieder eine kleine Wendung hatten. So kurzweilig dies von Zeit zu Zeit gewesen ist, vollends zufrieden war ich jedoch noch nicht.

Die Probleme steigen ihm immer mehr zu Kopf: Wes (Alfred Enoch) in %26bdquo;HTGAWM%26ldquo;. © ABC
Die Probleme steigen ihm immer mehr zu Kopf: Wes (Alfred Enoch) in %26bdquo;HTGAWM%26ldquo;. © ABC

Diese Fälle dümpelten gelegentlich ziemlich vor sich hin, erst ab der fünften Episode konnte ich diesen etwas mehr abgewinnen. Zuvor gestaltete sich dieser Aspekt von „HTGAWM“ als einfache Füllmasse, um nebenbei die einzelnen Figuren einzuführen und zu etablieren. Mit Viola Davis' Charakter gelang dies sehr gut, die erfahrene Darstellerin lieferte starke Leistungen ab und brachte einerseits ihre sehr bestimmte und gnadenlose Seite im Gerichtssaal und gegenüber ihren Helfern ein. Andererseits kam auch ihre Verwundbarkeit und emotionale Instabilität angesichts der Untreue ihres Mannes sehr überzeugend rüber.

Bei den weiteren Castmitgliedern sah dies schon ein wenig anders aus. Die Darbietungen an sich waren ordentlich, vielmehr stellten sich jedoch ein paar deutliche Probleme ein, von denen ich mir nach der Pilotepisode noch erhofft hatte, man würde sie umgehen können. Unter vielen Kritikern ist „HTGAWM“ zweifellos die „Viola Davis Show“, wogegen man eigentlich nicht wirklich argumentieren kann.

Auch wenn man sich daran probierte, den Charakteren etwas Schliff zu geben, von den jungen Studenten hat sich bei mir nur Wes im Gehirn festgesetzt. Natürlich haben auch seine Mitstreiter bestimmte Charakterzüge, die sie hervorheben. Doch es ist den Serienmachern meiner Meinung nach nur bedingt gelungen, dass uns diese Figuren wirklich am Herz liegen beziehungsweise dass wir uns großartige Gedanken um sie machen.

Die Figurenzeichnung muss hier wohl ein wenig getadelt werden, denn, auch wenn sich diese oftmals frisch und unverbraucht gestaltet, gibt es auch einige Kritikpunkte. Während mir zum Beispiel Wes, Rebecca (Katie Findlay) und Laurel (Karla Souza) (so simpel ihr Handlungsbogen um die Affäre mit Frank (Charlie Weber) auch ist) zusagen, finde ich ein paar störende Probleme hinsichtlich Asher (Matt McGorry), Connor (Jack Falahee) und Michaela (Aja Naomi King). Ersterer ist wohl bewusst ein unglaublich unsensibler und proletenhafter Idiot, was oft einfach nur nervig ist und McGorry nicht wirklich (sehr gut in Orange Is the New Black) gerecht wird.

Connor wiederum ist eigentlich eine interessante Figur und sehr lässig von Jack Falahee verkörpert, jeoch hatte ich den Eindruck, dass dessen Homosexualität zu oft als Gimmick nach dem Motto „Seht her, wir haben einen homosexuellen Charakter!“ verkauft wurde. Aja Naomi Kings Charakter der Michaela wird hingegen erst später interessanter, da man gut sehen kann, was eine grässliche Tat mit einer perfekten Einserkandidation tun kann und wie sehr sie unter dieser Belastung und vorehelichem Stress leidet.

Wie erwähnt, hätte ich mir gewünscht, dass man ein paar der offensichtlichen Unzulänglichkeiten hinsichtlich der Figuren nach der Pilotepisoden abgestellt hätte. Dies konnte man in meinen Augen aber leider nicht ganz erreichen. Jedoch sollte man bei all der Kritik auch genügend positive Worte für How to Get Away with Murder finden, das nicht umsonst mit fantastischen Quoten hat aufwarten können „64055“.

Die Vorausblenden, die man bewusst als erzählerisches Element einbaut und die bei manch einem anfangs noch für etwas Verwirrung sorgten, wurden immer besser integriert und mit dem Fortschreiten der Handlung immer mehr zurückgefahren. Zusätzlich boten die Gerichtsverhandlungen einige zackige und temporeiche Sequenzen, in denen vor allem Davis ihre Fähigkeiten gewinnbringend einsetzen konnte.

Davis ist es letztendlich auch, die das Format sehenswert macht. Das scheinen die Autoren zu wissen, weshalb sie ihr immer wieder exzellente Szenen zuschusterten (unter anderem mehrfach im Mid Season-Finale), in denen die Schauspielerin ihr ganzes dramatisches Repertoire abruft und hervorragend abliefert. Es ist generell sehr auffällig, dass jedes Mal, wenn man sich über einen längeren Zeitraum dem übergeordenten Mysterium um den Mord an Lila widmet, „HTGAWM“ aufblüht und sehr gut an Fahrt aufnimmt. Hier holt man zweifelsohne am meisten aus der Serie raus. Viele spannende Momente und deftige Überraschungen ereignen sich so, die man hier und da vielleicht erwartet hat, aber mit denen man dennoch voll ins Schwarze trifft.

Arbeitet mit allen Mitteln: Connor (Jack Falahee) in %26bdquo;HTGAWM%26ldquo;. © ABC
Arbeitet mit allen Mitteln: Connor (Jack Falahee) in %26bdquo;HTGAWM%26ldquo;. © ABC

Für das Mid Season-Finale hatte man sich ein paar große Überraschungen ausgedacht und beendete mit diesen nachvollziehbar und sinnig den Bogen, welchen man von Anfang an gespannt hatte. Auch wenn sich einige Figuren etwas seltsam verhielten (die Mordwaffe hätte man gleich vom Tatort mitnehmen können, oder?): Hier machte es Spaß mit anzusehen, wie ein Rädchen in das andere griff und zu erfahren, wie die Charaktere dort hingekommen sind, wo man sie in den „Flash Forwards“ immer wieder gesehen hatte.

Die größte Wendung stellte dann wohl noch die Enthüllung dar, dass Annalise durch Wes vom Mord an ihrem Mann Bescheid weiß, aber selbst die Fassade aufsetzt und die Wahrheit vertuschen will. Zuvor kam es zwischen Davis und Tom Verica noch zu einem der schauspielerisch beeindruckendsten Momenten von „HTGAWM“, als sich die zerstrittenen Eheleute einen verbalen Schlagabtausch par excellence lieferten.

Nun lässt man uns bis Ende Januar warten und grübeln, wie sich der Mord an Lila Stanguard auflöst, was der Tod von Sam für Folgen nach sich ziehen wird und ob die dunklen Geheimnisse der verschiedenen Figuren diese früher oder später nicht heimsuchen werden. Ähnlich wie der Pilotfolge gebe ich „How to Get Away with Murder“ nach seinem Mid Season-Finale eine gute Wertung. Die Schwächen des Formats wurden angesprochen, ebenso die Stärken. Das Drama weiß einfach zu unterhalten und auch wenn es ab und an ins Stottern gerät - man bekommt oft genug noch die Kurve und kann den Nachweis bringen, warum die Serie zu Recht einer der besten Neustarts der „Fall Season“ ist.

Nachdem wir unsere Meinung zu „How to Get Away with Murder“ mit Euch geteilt haben, interessiert uns natürlich, was Ihr von dem Format haltet. Bevor Ihr jedoch wild in die Tasten haut und Eure Meinung kundtut, solltet Ihr noch einen Blick auf die folgenden Seiten werfen. Dort lassen wir Serienschöpfer Peter Nowalk zu Wort kommen und Euch seine interessanten Ausführungen zu „HTGAWM“ und dem Midseason-Finale präsentieren. Erneut sprechen wir eine Spoilerwarnung aus. Weiter geht's auf der nächsten Seite...

Serienschöpfer Peter Nowalk über „HTGAWM“ im Allgemeinen

Wie bereits erwähnt, stellte sich Serienschöpfer und Executive Producer Peter Nowalk kurz nach der Austrahlung des Mid Season-Finals am letzten Donnerstag den Fragen der amerikanischen Kollegen von TVline.com. Dabei ging es um How to Get Away with Murder im Allgemeinen und um die teils schockierenden Vorfälle der letzten Folge vor der gut zweimonatigen Winterpause.

Dabei fing Nowalk mit einem Thema an, das sicher vielen Zuschauern auf die Nerven ging: die urplötzlichen und oftmals konfusen Vorausblicke sowie Zeitsprünge zwischen Gegenwart und Zukunft. „Es war ein Thema, weiter mit diesen Flashbacks zu arbeiten. Aber irgendwie fühlten sie sich dann nur noch wie ein Gimmick an. Als Zuschauer möchte man nicht alles mundgerecht serviert bekommen, insbesondere, wenn es immer wieder dasselbe ist.

Nowalk weiter: „Natürlich stehen nach wie vor Fragen im Raum - was die einzelnen Figuren wissen und wann sie es erfahren haben. Das wollen wir unserem Publikum auch bieten. Nicht immer wird man als Zuschauer in der Lage sein, bestimmtes Verhalten von Charakteren nachvollziehen zu können, also werden wir sicherlich hier und da noch Flashbacks einbauen und über diesen Weg dann Anhaltspunkte oder Erklärungen geben, warum eine Figur sich gerade so verhält, wie sie sich verhält.

Vonseiten Nowalks ist es durchaus löblich, dass er nur noch gezielt mit Vorausblenden arbeiten will und es uns als Zuschauer überlassen möchte, Puzzleteile richtig zusammenzusetzen. Dass man im Laufe der bisherigen Staffel immer weniger mit Vorausblenden arbeitete, haben wir bereits lobend erwähnt. Zum einen zeigt es in gewisser Weise nämlich das Vertrauen der Macher in ihr Publikum und zum anderen erscheint die Handlung nicht ganz so wirr und sprunghaft.

Während unsere amerikanischen Kollegen noch einmal nachhakten, ob Wes zu 100 Prozent der Mörder von Sam ist (da man den jungen Jurastudenten ja nicht zum Schlag ausholen sah) und Nowalk dies unmissverständlich bestätigte, war die folgende Bemerkung des Executive Producer weitaus interessanter. Dass Sam nämlich der Mörder von Lila ist, bleibt eine vage Vermutung, die erst bewiesen werden muss. Dieses Thema wird Nowalk zufolge auch in zukünftigen Episoden wieder aufgegriffen, mehr ließ er sich dann aber nicht entlocken.

Gerät immer mehr in Gefahr: Rebecca (Karla Souza) in %26bdquo;HTGAWM%26ldquo;. © ABC
Gerät immer mehr in Gefahr: Rebecca (Karla Souza) in %26bdquo;HTGAWM%26ldquo;. © ABC

Natürlich kam TVline.com nicht umher, auf die neue Dynamik unter Annalise, ihren vier Protegés sowie Rebecca einzugehen. Alle Beteiligten umgeben dunkle Geheimnisse, das Verschwinden Sams wird einige Fragen aufwerfen und eine polizeiliche Ermittlung ist nach der Vermisstenmeldung durch Annalise unumgänglich. Was sollten wir erwarten?

Auf jeden Fall hochqualitatives Drama“, so Nowalk. „Es gibt unterschiedliche Allianzen unter den Figuren. Es werden einige Vertrauensfragen gestellt, gleichzeitig denken viele natürlich nur an sich und wie sie ohne Schaden aus dieser Lage wieder herauskommen. Natürlich wird in der Gruppe überlegt, wie man mit den neuesten Entwicklungen umgehen soll. Es wird etwas chaotisch, mehr möchte ich gar nicht verraten. Vielleicht wird es sehr unschön und finster, aber es wird auf jeden Fall sehr chaotisch und kompliziert. Die Spannungen unter den Beteiligten steigen an und die Beziehungen untereinander verändern sich drastisch.

Auf die Frage, ob Nowalk schon genauestens das Ende der Staffel ausgearbeitet habe, antwortete er: „Wir haben ein paar Ideen, was wir machen wollen. Von Anfang an haben wir immer wieder ein paar Kleinigkeiten geändert, aber wir verfolgen eine bestimmte Richtung, bei der wir auch bleiben werden. Es gibt noch einige Fragen, die beantwortet werden müssen und wir werden sehen, wann und wie wir diese beantworten werden. Das Schöne ist doch, dass ich zu Beginn selbst nicht genau weiß, was passieren wird. Das ist auch gut für die Schauspieler, die immer wissen wollen, was als Nächstes kommt. Ich bin mir selbst nicht immer sicher, weil ich mir die Option offenhalten möchte, noch Veränderungen vorzunehmen oder auf einmal eine komplett andere Richtung einzuschlagen.

Weiter geht's auf der nächsten Seite...

Serienschöpfer Peter Nowalk über das Midseason-Finale von „HTGAWM“

In dem Interview zwischen TVline.com und Peter Nowalk wurde dann noch das Mid Season-Finale von How to Get Away with Murder selbst näher beleuchtet. Insbesondere der emotionale Showdown zwischen Viola Davis und Tom Verica könnte einiges an Lob einheimsen, woraufhin Nowalk noch einmal Stellung zu diesem starken Moment bezog.

Ich hatte mich im Vorfeld mit Viola (Davis) unterhalten und ihr gesagt, dass wir so einen Virginia-Woolf-esken Moment haben werden. Ich möchte mich keinesfalls mit einem derartig großen Autoren vergleichen (gemeint ist der Dramatiker Edward Albee, Verfasser des hier herangezogenen Theaterstücks „Who's Afraid of Virginia Woolf?“; Anmerkung der Redaktion), aber wir wollten genau so einen Showdown haben. Außerdem war es das letzte Mal, dass wir Sam lebendig und nicht in Flashbacks zu sehen bekommen, also musste es einfach diesen großen Knall geben. Der Streit war heftig und verletzend, aber es war abzusehen, dass es dazu kommen musste. Die beiden haben 20 Jahre Ehe hinter sich, in denen sich einfach so viel aufgestaut hat.

Ich habe dann Tom Verica gesagt, dass sein Charakter all diese schlimmen Sachen über seine Frau von sich gibt, aber ich glaube nicht, dass es in dieser Serie nur gute oder nur böse Menschen gibt. Es war ein hitziger Moment, in dem sich die Beteiligten zu Dingen haben hinreißen lassen, um ihr Gegenüber zu verletzen. Nach 20 gemeinsamen Jahren wissen Annalise und Sam am besten, wie sie den jeweils anderen schwer treffen können. Und sie suchen sich wahrlich die übelsten Beschimpfungen aus.

Wie wir uns erinnern können, hinterließ Annalise dann eine sehr emotionale Nachricht an Sam, jedoch stellte sich dann heraus, dass sie zum Zeitpunkt der Aufnahme sehr wohl davon wusste, dass dieser schon längst tot ist. Spricht Annalise wirklich aus tiefem Herz zu ihrem verblichenen Ehemann oder hat sie hier bereits geistesgegenwärtig ihr eigenes Alibi im Sinn?

Zu dieser Frage wollte Nowalk nicht zu viel preisgeben, nur so viel: „Jeder muss dieses Puzzle für sich selbst zusammensetzen, deswegen werde ich auch nicht sagen, was Annalise in diesem Moment gefühlt oder gedacht hat. Die Voicemail hat für mich auf so vielen Ebenen funktioniert und das war auch unsere Absicht. Ich habe es mit ein paar Freunden gesehen und diese wurden auch immer unruhiger während dieser Szene. Sie waren sich selbst nicht sicher, wie sie Annalise einschätzen sollen, und das finde ich fantastisch.

Solange die Leute nicht ihre Fernseher ausschalten, müssen wir mit aller Macht versuchen, Charaktere hassenswert zu machen. Du hasst einfach, was sie tun, und jedes Mal erschauderst du, wenn du ihnen zusiehst. Du glaubst ihnen einfach nichts mehr. Und das kann Viola Davis wie keine andere - fragwürdiges und unpassendes Verhalten glaubhaft machen.

Der große Streit im Midseason-Finale zwischen Annalise (Viola Davis) und Sam (Tom Verica) © ABC
Der große Streit im Midseason-Finale zwischen Annalise (Viola Davis) und Sam (Tom Verica) © ABC

Abschließend ging man noch auf die Vorfälle der verhängnisvollen Nacht ein, in der die vier Jurastudenten sich der Leiche Sams entledigen wollten. Michaela, die am Ende völlig aufgelöst war und einige Fehler begann, stach hier hervor, woraufhin sich die Kollegen von TVline.com Sorgen um sie machten. Nowalk hingegen gab zu verstehen, dass man sich um alle Beteiligten Sorgen machen sollte. „Alle befinden sich in Gefahr. Sie haben sich schlichtweg menschlich verhalten und deshalb Fehler begangen. Die Situation war verständlicherweise sehr aufwühlend. Es ist alles andere als einfach, mit einem Mord davonzukommen, also solltet Ihr Euch um alle Sorgen machen.

Mit diesen Worten war die Fragestunde dann auch beendet. Nowalk gab einige sehr interessante Informationen zur Serie selbst und dem Mid Season-Finale bekannt, ohne jedoch zu sehr auf die ausstehenden sechs Folgen einzugehen. How to Get Away with Murder kehrt am 29. Januar 2015 zurück und bis dahin kann man sich noch ein wenig den Kopf darüber zerbrechen, was als Nächstes kommen wird.

Nachdem Ihr nun unsere Meinung zu „How to Get Away with Murder“ und zahlreiche Informationen von Serienschöpfer Peter Nowalk kennt, interessiert uns natürlich jetzt Eure Meinung zum ABC-Serienneustart. Wie gefällt euch „HTGAWM“ bisher, was findet Ihr gut, was findet Ihr eher schlecht? Stimmt in unserer Umfrage mit ab oder hinterlasst einen Kommentar dazu unter diesem Artikel - gerne auch zu Nowalks Ausführungen -, wie es nach der Winterpause mit „HTGAWM“ weitergehen wird.

Verfasser: Felix Böhme am Montag, 24. November 2014

How to Get Away with Murder 1x09 Trailer

Episode
Staffel 1, Episode 9
(How to Get Away with Murder 1x09)
Titel der Episode im Original
Kill Me, Kill Me, Kill Me
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Donnerstag, 20. November 2014 (ABC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Mittwoch, 10. Juni 2015
Erstausstrahlung der Episode in der Schweiz
Montag, 17. August 2015
Autoren
Michael Foley, Erika Green Swafford
Regisseur
Stephen Williams

Schauspieler in der Episode How to Get Away with Murder 1x09

Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?