How I Met Your Mother 8x19

Es ist schon so, fast drei Wochen Pause haben How I Met Your Mother nicht wirklich gut getan. Man hat schon Probleme wieder richtig in die Sendung rein zu kommen - auch und gerade, wenn in der Folge nicht die Welt passiert, wie in The Fortress.
The fortress of Barneytude
Robin (Cobie Smulders) will also, dass Barney (Neil Patrick Harris) sein Appartement verkauft, damit sie irgendwo zusammen gemeinsam neu anfangen können. So weit, so verständlich. Die Tatsache, dass Barney grundsätzlich erst einmal einwilligt, zeigt ein weiteres Mal, wie wichtig ihm die Beziehung mit Robin ist.
Andererseits ist er eben immer noch der alte Barney, der mit allen Tricks und Mitteln versucht, zumindest einen gewissen Status Quo zu verhindern. Und auch Robin wäre nicht Robin, wenn sie nicht versuchen würde, ihren Willen durchzusetzen. Von daher war es schon sehr schön zu sehen, dass die Charaktere sich selbst treu bleiben.
Und dass, nach all den Zugeständnissen, die Barney an Robin gemacht hat und sie begriffen hat, dass sie keinen langweiligen, angepassten und spießigen Mann will, sondern - mit Abstrichen - den Barney, den sie eigentlich lieben gelernt hat. Diese Entwicklung ist wichtig, der Weg dahin war nett, manchmal unterhaltsam - aber jetzt nicht wirklich überragend komisch oder sonst irgendwie hervorzuheben.
Emsbry - Cricket player
Witziger war da schon der Plot um Marshall (Jason Segel) und Lily (Alyson Hannigan), die einfach nicht mehr zueinander kommen, weil Lily zu viel für den Captain (Kyle MacLachlan) arbeitet - der, obwohl er dieses Mal nur Kurzauftritte hatte, wieder einmal grandios war. Und so hält sich Marshall an Ted (Josh Radnor), mit dem er nicht nur Marvin zu Bett bringt, nein, er schaut auch Woodsworthy Manor (die How I Met Your Mother-Adaption von Downton Abbey) mit ihm an. Und gibt mit ihm das schwule Pärchen mit Kind auf Barneys Hausverkaufsparty.
Abgesehen von Lilys großartigen Kostümen - mit den Stiefeln, dem Cape und dem Hütchen sieht sie fast selbst aus, wie aus Downton Abbey entsprungen - war der Part das eigentlich Witzige an The Fortress. Vor allem, wenn man Neil Patrick Harris' Hintergrund berücksichtigt. Die verzweifelten Rechtfertigungsversuche von Lily „I didn´t... I voted for...“ auf die Feindseligkeit der Anwesenden haben die Episode gerettet. Und natürlich die gesamte Geschichte um Woodsworthy Manor, mit all seinem Tee, Porzellan, kleinen Häppchen und gestohlenen Stachelbeeren.
Der Konflikt selber - Lily arbeitet zu viel und macht Karriere, Marshall muss zurückstecken - war abzusehen und damit nicht wirklich eine Überraschung. Aber schön, dass wir drüber geredet haben.
Und sonst noch?
Ist noch jemand auf die erste Szene mit der Adoption hereingefallen? Da haben sie die Rezensentin kurz mit offenem Mund erwischt. Der Plot war auch gut.
Fazit
Nicht unbedingt die tollste Episode, aber auch keine wirklich schlechte - eher gutes Mittelfeld. Vielleicht würde diese Folge wirklich besser rüberkommen, wenn sie nicht nach einer dreiwöchigen Pause ausgestrahlt worden wäre, wo man quasi schon nach etwas Witzigem und Wichtigem gegiert hat, sondern sie quasi in den Fluss einiger Folgen gelegt hätte.
So oder so, viel Zeit, um ein großes Drama reinzubringen bleibt nicht mehr...
Verfasser: Sabine Stevenson am Dienstag, 19. März 2013(How I Met Your Mother 8x19)
Schauspieler in der Episode How I Met Your Mother 8x19
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?