How I Met Your Mother 8x18

How I Met Your Mother 8x18

Das feurige Ende einer Beziehung, eine Vernissage mit Ninja Turtle und ein verbrannt geglaubtes Buch taucht wieder auf - die Episode Weekend at Barney's der Serie How I Met Your Mother ist nichts für zart besaitete Gemüter.

Ted und Barney verbringen ein „Weekend at Barney's“ in der Comedyserie „How I Met Your Mother“ / (c) CBS
Ted und Barney verbringen ein „Weekend at Barney's“ in der Comedyserie „How I Met Your Mother“ / (c) CBS

Für diejenigen unter den Zuschauern, die Fremdschämen total klasse finden hat die How I Met Your Mother-Folge Weekend at Barney's glatte fünf Sterne verdient. Bei allen anderen kann das nicht so genau definiert werden, weil man die Hälfte der Zeit mit geschlossenen Augen, den Fingern in den Ohren und einem lauten „Lalalallalaaa“ verbracht hat. Gut war das „Weekend at Barneys“ trotzdem.

The Playbook lives!

Wobei man hätte gewarnt sein können. Schon der Pate der Folge Weekend at Barney's, der Film „Weekend at Bernies“ (deutsch „Immer Ärger mit Bernie“), ist nicht unbedingt für seinen subtilen Sinn für Humor bekannt, aber der Reihe nach.

Nachdem Jeanette (Abby Elliot) mit Ted (Josh Radnor) Schluss gemacht hat und dieser sie aus weder nachvollziehbaren noch jugendfreien Gründen zurück will, schreitet Barney (Neil Patrick Harris) ein und gräbt das von allen in der Folge The final page verbrannt geglaubte Playbook aus.

Wie viele Zuschauer schon damals schon vermuteten, hat Barney es nicht wirklich verbrannt. Und erst in dieser Folge zeigt sich, wie sehr er immer noch der „alte“ Barney ist. Nicht nur, dass er mit obskuren Mitteln versucht, Ted davon abzuhalten Jeanette wieder zu bekommen - der Dialog mit „My other 'one rule'...“ ist einer von vielen sehr gelungenen Dialogen dieser Folge. Barney versucht auch, seinem Freund mit Hilfe des Buchs zu Dates mit Frauen zu verhelfen, die nicht Jeanette sind.

Dass Robin (Cobie Smulders) von der Tatsache der Weiterexistenz des Playbooks nicht begeistert ist, war logisch. Aber - und hier kommt der erste sehr wichtige Punkt der Folge - Barney macht zu Recht klar, dass sie wusste, worauf sie sich mit ihm einlässt: Er war immer ein Schwindler und ein Spieler. Und die Idee, dass er von jetzt auf gleich plötzlich all das hinter sich lässt ist so absurd, wie der Gedanke, dass Ted die Mutter noch in dieser Staffel kennenlernt. Die Tatsache, dass Robin das schließlich so akzeptiert zeigt, dass sie das durchaus wusste, nur leider verdrängt und sich selbst was vorgemacht hatte. Womit die befürchtete Krise der beiden (erst einmal) abgewehrt wäre.

This girl is still nuts

Die Beziehung von Ted und Jeanette hingegen eskaliert. Nachdem sich die beiden noch mal gefunden haben, was auch Barney nicht verhindern konnte, findet Jeanette das Corpus Delicti und tut das, was sie am besten kann: Sie rastet aus und schmeißt neben anderen Dingen auch die von Barney so liebevoll reparierte Kuckucksuhr aus dem Fenster. Gefolgt von den brennenden roten Stiefeln. Und sie zerstört das Playbook unwiederbringlich - so auch dieses Exemplar nicht auch nur ein Kopie war, was abzuwarten bleibt.

Aber viel wichtiger, Jeanette hinterlässt einen gereiften Ted, der vor den Trümmern seiner Einrichtung und seines Liebeslebens mit seinen Freunden auf der Straße sitzt und zu der Erkenntnis kommt, dass er ab jetzt keine Frau mehr aufreißen will. Nun ja. Wir werden sehen. Aber, und das ist das eigentlich Wichtige, wie Lily (Alyson Hannigan) in Bad crazy prophezeit hat: Er war nicht allein, seine Freunde waren bei ihm.

Mr. Splinter goes art

Bliebe noch der Handlungsstrang um Lily und Marshall (Jason Segel). Die zugegebenermaßen ganz unglaublich witzige Story über die Vernissage mit dem kommenden Künstler hat, neben wirklich grandiosen Zwischenfällen wie den herunterfallenden Skittels, die nur ein Jason Segel so stoisch ignorieren kann, vor allem einen Zweck: Zu zeigen, dass zwischen Lily und Marshall nicht nur alles in Ordnung ist, sondern dass sie sich immer auf einander verlassen können - auch wenn sich im Leben alles ändert und der eine nicht ganz damit klar kommt, was der andere gerade macht.

Womit Lily nach ihren „Momenten“ mit Ted auf dem Dach und in Bad Crazy sowie dem über Jahre dauernden Gespräch in The Ashtray mit Robin einmal mehr zeigt, wie lebensklug sie ist und was für ein gutes Herz sie hat.

Fazit

Wie schon gesagt, wer Fremdschämen ganz grundsätzlich ablehnt, für den ist die Folge Weekend at Barney's so gar nichts. Wobei solch ein Zuschauer bei How I Met Your Mother wohl an sich falsch ist. Für alle anderen war es quasi eine Offenbarung, wie man wichtige Momente einer Serie - noch nicht mal so sehr im Sinne von „Vorwärtskommen“ sondern eher im Sinne der Manifestierung des Status Quo - in zugegebenermaßen manchmal fast grenzwertigem Humor verpackt.

Oder anders ausgedrückt: Das sind die Folgen, weswegen man die Serie schaut. Unter anderem.

Verfasser: Sabine Stevenson am Dienstag, 26. Februar 2013
Episode
Staffel 8, Episode 18
(How I Met Your Mother 8x18)
Deutscher Titel der Episode
Immer Ärger mit Barney
Titel der Episode im Original
Weekend at Barney's
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Montag, 25. Februar 2013 (CBS)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Mittwoch, 17. Juli 2013
Autor
George Sloan
Regisseur
Pamela Fryman

Schauspieler in der Episode How I Met Your Mother 8x18

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