Grimm 5x01

Grimm 5x01

Statt über die jüngsten Ereignisse zu trauern, müssen sich Nick und die Gang zu Beginn der fünften Staffel direkt wieder in die Action stürzen: Ein Mitglied ihrer Clique verschwindet in der Auftaktepisode The Grimm Identity.

Nick (David Giuntoli) mit Chavez (Elizabeth Rodriguez) in der Serie „Grimm“ / (c) NBC
Nick (David Giuntoli) mit Chavez (Elizabeth Rodriguez) in der Serie „Grimm“ / (c) NBC

Der fünfte Staffelauftakt der Serie Grimm stellt die Weichen für eine neue Bedrohung. Aber um wen es sich dabei handelt, das wird in The Grimm Identity noch nicht verraten.

Ein Abgang und ein Abgesang

In der vierten Staffel war sie die düstere Bedrohung im Hintergrund, die jedoch nie richtig zugriff. Nun ist es Nick (David Giuntoli) selbst, der sich an Agentin Chavez (Elizabeth Rodriguez) heranwagt und damit dramatische Ereignisse in Gang setzt. Am Ende müssen wir uns von einer Figur verabschieden, die gerade interessant wurde.

Erinnern wir uns, was wir über die mysteriöse Agentin wissen: Sie arbeitet für eine geheime Organisation, die sich aus Wesen zusammensetzt, aber Grimms rekrutiert für einen größeren Zweck. Für genau diesen Zweck lässt die Agentin in der Episode The Grimm Identity - ohne mit der Wimper zu zucken - ihr Leben.

Viel haben wir bisher nicht über sie erfahren. Zum Beispiel auf wessen Seite sie eigentlich steht. Der Staffelauftakt bringt zumindest die Erkenntnis, dass sie mit Meisner (Damien Puckler) unter einer Decke steckt und damit dem Lager der Resistance zugeordnet werden kann. Ob Renard (Sasha Roiz) das weiß, ob es vielleicht Meisner ist, der eine Nebenagenda hat? Wir schwimmen im Dunkeln.

Doch das ist für den Start der Staffel eine gute Sache. Denn statt in lähmender Trauer zu versinken, wird Juliettes Tod angemessen abgehandelt. Keine Frage, zuletzt war sie eine große Bedrohung für das Leben der Gang. Aber dahinter steckte nun bekanntermaßen ein Zauber, den sie für Nick auf sich genommen hatte. Gut, dass Rosalee (Bree Turner) die Gelegenheit bekommt, diesen Zwiespalt zu artikulieren.

Aber es ist auch gut, dass die Story sich der Zukunft zuwendet, statt die Vergangenheit zu zerfleischen. Die Figur Juliette (Bitsie Tulloch) hat eine traurige Entwicklung genommen. Als Unwissende war sie eine Belastung für die Story, ihr Dornröschenschlaf war ziemlich langweilig und ihre Hexenbiestdarstellung führte ins Nichts. Die Autoren haben sich entschieden, sie aus dem Spiel zu nehmen, statt sie wieder mal zu heilen. Da müssen sie jetzt konsequent sein. Und in der Episode The Grimm Identity sind sie das auch.

Eine Geburt und eine Ankündigung

Nick ist nun also Vater, und niemand anders als Hexenbiest Adalind (Claire Coffee) ist die Mutter. Über die letzten Episoden der vierten Staffel haben die Macher sich alle Mühe gegeben, Adalind salonfähig zu machen. Wir wurden daran erinnert, dass Nick einst ihre Mutter umgebracht hat, sie wurde von der Gang systematisch angelogen, so dass ihr keine andere Wahl blieb als sich an die royale Familie zu wenden, und auch ihr Umgangston wurde freundlicher. Selbst ihr Makeup wirkte nicht mehr so hart wie zu Beginn der Serie. Als sie es auf Buds Sofa geschafft hatte, sahen wir eine verzweifelte Mutter, die die Sünden der Vergangenheit bereut und mit der Grimm-Gang zusammenarbeitet.

Dank guter Vorarbeit darf Rosalee also nach der Geburt selig lächeln. Und Nick und Adalind bekommen einen harmonischen Moment, der eine mögliche Romanze nicht mehr so strikt ausschließen lässt wie vor Juliettes Tod.

Doch lieber als eine Affäre wäre mir eine unterhaltsame Patchworkfamilie aus Grimm, Hexenbiest, Hybridenbaby und möglicherweise einem Royal- Zauberbiest-Daddy und einem zweiten mächtigen Baby, von dem man gar nicht mehr zusammenfassen kann, was da an übernatürlichen Genen alles mit reingespielt hat.

Doch auch wenn Nick und Adalind sich jetzt verstehen, wird es in naher Zukunft nicht idyllisch in Portland. Denn „sie“ kommen. Und sie sind gefährlich, das wissen wir spätestens, seit sie es geschafft haben, offenbar zu zweit einen Raum voller Agenten auszuschalten. Oder welche Titel auch immer diejenigen hatten, mit denen Chavez und Nick sich treffen sollten.

Bisher wissen wir nur eines von der namenlosen Bedrohung. Sie haben ein Zeichen, das aus den Kratzern vierer Klauen besteht. Die Endsequenz der Episode The Grimm Identity wirkt dadurch als hätten wir es mit einer Comicverfilmung zu tun. Wenn die Macher dabei jetzt nicht vergessen, dass ihre Stories auf den Märchen der Grimm-Brüder basieren, könnte eine interessante Mischung rauskommen.

Fazit

In der Vergangenheit haben die Grimm-Macher stets mit der episodenübergreifenden Geschichte gehadert. Oft ging es zu viel zu langsam voran, manche Geheimnisse wurden so sehr überstrapaziert, dass am Ende die Auflösung entweder komplett unwichtig wurde oder überhaupt nicht mehr stattfand.

Hoffentlich schaffen sie es in dieser Staffel, das zu ändern. Ein neuer Feind scheint zwar etwas gewagt, immerhin hat es weder mit der royalen Familie noch mit dem Wesenrat je einen entscheidenden Showdown gegeben. Doch wenn sie die neue Bedrohung in die Mythologie richtig einbauen, dann könnte dabei etwas sehr Spannendes herumkommen. Die mysteriöse Vereinigung der Klauenträger kommt zwar nach Portland, aber es wäre auch schön, wenn der Kampfplatz zumindest zeitweise nicht immer im Hinterhof dieses einen Grimm spielen, sondern Nick und die anderen auch mal die royale Familie, den Wesenrat oder eben die Neuen besuchen würden.

Promo zur Episode „Clear and Wesen Danger“ (5x02) der US-Serie „Grimm“:

Verfasser: Serienjunkies.de am Montag, 2. November 2015

Grimm 5x01 Trailer

Episode
Staffel 5, Episode 1
(Grimm 5x01)
Deutscher Titel der Episode
Wer willst du sein?
Titel der Episode im Original
The Grimm Identity
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Freitag, 30. Oktober 2015 (NBC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Samstag, 1. Juli 2017
Regisseur
Eric Laneuville

Schauspieler in der Episode Grimm 5x01

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