Grimm 4x07

Grimm 4x07

Auch dieses Jahr bringt die Adventszeit im Grimm-Land wieder gruselige Wesen hervor. Doch durch die Episode The Grimm Who Stole Christmas zieht sich ein leichter Erzählton mit kleinen Verrücktheiten.

Können sich auch alleine verteidigen: Rosalee (Bree Turner) und Juliette (Bitsie Tulloch) in der Serie „Grimm“ / (c) NBC
Können sich auch alleine verteidigen: Rosalee (Bree Turner) und Juliette (Bitsie Tulloch) in der Serie „Grimm“ / (c) NBC

The Grimm Who Stole Christmas muss wohl ein Verlegenheitstitel sein. Denn davon, dass einer der mittlerweile zwei, möglicherweise bald drei Grimms den anderen die Feiertage verleidet, kann keine Rede sein. Stattdessen setzen die Serienautoren auf eine Idee, die schon im letzten Jahr bestens funktioniert hat. Sie deuten eine alte Weihnachtslegende zu einem aktuellen Wesen-Problem um. Nachdem in der letzten Staffel der grausame Krampus sein Unwesen getrieben und Kinder in Bäumen aufgehängt hat, wird nun der Nachwuchs selbst zum Problem. Was die beiden Storys verbindet, ist die Idee, dass die Übeltäter selbst unter Einfluss einer Art Fluch oder Krankheit stehen und sich ihrer Aktionen nicht bewusst sind. Auch eine Serie, in der so oft Horror und Kriminalfälle verbunden werden, zeigt ihre weiche Seite, wenn es auf Weihnachten zugeht.

Die Horrorkinder

In der Episode The Grimm Who Stole Christmas werden Kinder griechischstämmiger Wesen von einer Art Krankheit befallen und verwandeln sich in der Vorweihnachtszeit in kleine Monster, die festlich geschmückte Wohnzimmer zertrümmern und jeden angreifen, der sich ihnen in den Weg stellt. Die Grimm-Macher beweisen besonders in den Feiertagsepisoden ein Händchen für die richtige Mischung. Es gibt keine Toten zu beklagen in dieser Episode, dafür ein bisschen kitschig-übertriebenes Kleinidyll mit Modelleisenbahn und Monrosalee. Die beiden sind wohl auch die einzigen, von denen man diese Art von Glück auf der Mattscheibe ertragen kann, ohne ins Augenrollen zu kommen. Dem gegenüber stehen kleine Szenen, wie ein Polizist am Tatort, der auf einen umgekippten Nussknacker tritt, ohne es weiter zu registrieren.

Die Feiertagsepisoden mit Nick (David Giuntoli) und der Gang sind immer ein besonderes Fest, verrückt, amüsant und gruselig. Man sollte annehmen, dass zur Story der Serie besser Halloween passen würden, doch über die Zeit hat sich herausgestellt, dass den Autoren Weihnachten ganz besonders liegt.

Kompletter Wahnsinn

Der Wahnsinn macht in der Episode The Grimm Who Stole Christmas nicht beim Fall der Woche halt. Auch die Privatangelegenheiten der Gang haben einen selbst für Grimm-Verhältnisse überaus großen Verrücktheitsfaktor.

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Am schlimmsten ist das wohl immer noch für Josh (Lucas Near-Verbrugghe). Seine Rückkehr schien seltsam. Er ist kein Grimm, sein Vater ist tot, und er hat bisher stets den Eindruck erweckt, am liebsten zu seinem normalen Leben zurückgehen zu würden. In der Episode The Grimm Who Stole Christmas erfahren wir, dass auch das Leben eines Grimms Eindruck auf ihn gemacht hat. Und dass er im Moment ohnehin keine Chance auf ein normales Leben hat. Vom Moment seiner Ankunft an hat Trubel (Jacqueline Toboni) ein besonderes Verhältnis zu ihm aufgebaut. Sie lernt ihn an, wie es einst Nick mit ihr getan hat. Damit zeigt sich, was der Grund für Joshs Rückkehr war: Die Verbindung zu ihm gibt Trubel eine Gelegenheit, sich zu verabschieden. Die beiden geben ein wunderbares Team ab, sein Gesichtsausdruck ist meist in dem Spektrum zwischen überrascht und entsetzt anzusiedeln, während Trubel meistens kaum cooler sein könnte. Doch wenn es drauf ankommt, dann kann auch Josh zuschlagen, wie sich nun zeigt. Fast möchte man sich wünschen, dass die Serienautoren den immer biederen Nick zurücklassen und wir dem Gespann aus Trubel und Josh folgen dürfen.

Ebenfalls einen Beitrag zum allgemeinen Wahnsinn liefern Nick und Renard (Sasha Roiz), die sich darum sorgen, dass ihre Mütter aufeinandertreffen. Mama Grimm gegen Mama Hexenbiest, hoffentlich dürfen wir dabei sein. Im Gegenzug könnte man gut auf die sonst so üblichen Adalind-in-der-Hand-der-royalen-Familie-Szenen verzichten. Oder hat sie in der Episode The Grimm Who Stole Christmas jemand vermisst?

Nicht weniger ungewöhnlich sind Juliette (Bitsie Tulloch) und ihre Schwangerschaft, die wohl nicht ganz natürlich ablaufen wird, nachdem die verhängnisvolle Nacht wohl die war, in der sie Nick als Adalind (Claire Coffee) von dem Fluch befreite. Rosalee (Bree Turner) hat Recht, die ganze Sache ist höchst verwirrend. Je nach Tagesform kann man sich freuen, dass Juliette dadurch mehr in den Fokus der Geschichte rücken könnte, oder aber auch genervt sein, denn eine Schwangerschaft ist nichts, was Juliette endlich mal lockerer machen könnte.

Fazit

Die Grimm-Autoren haben es einfach drauf, eine unterhaltsame Weihnachtsepisode auf den Bildschirm zu zaubern. Da bildet auch The Grimm Who Stole Christmas keine Ausnahme. Mittlerweile haben die Figuren in der Serie sich so sehr zu amüsanten und spannenden Charakteren gemausert, dass die Hauptfigur Nick beinah am langweiligsten erscheint. Zumindest wenn Juliette gerade einen richtig guten Tag hat.

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Grimm: Promo zur Episode 4x09:
Verfasser: Serienjunkies.de am Sonntag, 7. Dezember 2014

Grimm 4x07 Trailer

Episode
Staffel 4, Episode 7
(Grimm 4x07)
Deutscher Titel der Episode
Die Geister der Weihnacht
Titel der Episode im Original
The Grimm Who Stole Christmas
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Freitag, 5. Dezember 2014 (NBC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Montag, 3. August 2015
Regisseur
John Gray

Schauspieler in der Episode Grimm 4x07

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