Grimm 3x07

Grimm 3x07

Die Episode Cold Blooded schärft weiter Nicks Profil als Grimm beziehungsweise Decapitare und seine Partnerschaft mit Hank. Auf der anderen Seite der Geschichte machen die Royals weiterhin nur Babyschritte.

Einfach ein gutes Team: Hank (Russell Hornsby) und Nick (David Giuntoli) in der Serie „Grimm“. / (c) NBC
Einfach ein gutes Team: Hank (Russell Hornsby) und Nick (David Giuntoli) in der Serie „Grimm“. / (c) NBC

Nick (David Giuntoli) ist als Grimm ein absoluter Außenseiter. Seine Mutter kam kurz vorbei, um ihm sein Schicksal zu eröffnen, und ließ ihn dann mit einem Haufen alter Bücher und Waffen zurück, um auf eigene Faust herauszufinden, was dahinter steckt. Eine Identitätskrise ist also vorgezeichnet gewesen. Die Episode Cold Blooded ist ein weiterer unterhaltsamer Schritt auf Nicks Weg zu seinem Grimmleben.

Vom Hörensagen

Es ist nicht das erste Mal, dass Nick und Hank (Russell Hornsby) es in ihren Polizeiermittlungen mit einem Wesen zu tun bekommen, das selbst von Monroe (Silas Weir Mitchell) und Rosalee (Bree Turner) im Reich der Vergangenheit verortet worden ist. In der Episode Cold Blooded drehen die Grimm-Autoren den Spieß um. Das Wesen, ein Gelumcaedus, hat seinerseits vom Grimm - er nennt ihn Decapitare - nur alte Kindheitsmärchen in Erinnerung. Und macht dabei einen vielsagenden Kommentar: „I have great respect for Decapitare. My grandfather, he used to scare us when we were children about your kind. You don't look so scary anymore.

Keine fünf Minuten später liegt der Mann am Boden neben seinen zwei toten Brüdern, zur Strecke gebracht vom Decapitare. Nick ist in der ganzen Grimm-Sache nicht aufgewachsen, erst als erwachsener Mann hat er von seiner Bestimmung erfahren. Das hatte viele Probleme zur Folge, die Nick ohne Monroe und später Rosalee an seiner Seite nicht so einfach hätte lösen können. Aber es hat ihm auch die Freiheit gegeben, seinen eigenen Grimm-Stil zu entwickeln. Nach anfänglichen Rückschlägen kristallisiert sich dieser Stil in der dritten Staffel nun immer mehr heraus.

Nick ist nicht der Gegner aller Wesen, sondern nur derer, die sich aggressiv verhalten, er glaubt prinzipiell an eine friedliche Koexistenz, hat durch seine Freundschaft zu diversen Wesen bereits bewiesen, dass das möglich ist. Doch das hat zur Folge, dass er von seinen Gegnern unterschätzt wird. Doch Nick hat dafür mehrere Asse im Ärmel. Erstens ist er Polizist, was ihm gewisse Freiheiten und Möglichkeiten in der Verfolgung der Wesen einräumt. Mit Hank hat er einen über die Maßen loyalen Partner an seiner Seite. Mit seiner Hilfe bekommt Nick das Gleichgewicht aus Polizei und Grimm langsam immer besser in den Griff.

Seit dieser Staffel hat er einen weiteren Vorteil: Seit der Attacke von Baron Samedi hat Nick übernatürliche Fähigkeiten. Wie genau die aussehen, weiß er wohl selbst noch nicht. Bisher haben wir gesehen, dass seine Sinne geschärft sind, und spätestens seit dem Kampf mit drei Gelumcaedus in der Episode Cold Blooded wissen wir, dass er auch stärker geworden ist. Das bringt uns in die schöne Situation, nun Kämpfe gegen immer mächtigere Gegner verfolgen zu können.

Zu langsam

Unterdessen trifft Adalind (Claire Coffee) auf den neuen Prinz in Wien, Viktor Albert Wilhelm George Beckendorf. In der letzten Episode hatten wir nur seine Stimme gehört. Damit wurde die große Hoffnung geweckt, dass etwas sehr Interessantes passieren würde, wenn er erst einmal ins Bild tritt. Für diejenigen, die noch nicht wussten, dass Alexis Denisof Grimm einen Besuch abstattet, war es wohl auch eine schöne Überraschung. Darüber hinaus enttäuscht der neue Machthaber jedoch bisher. Er will den Mörder seines Cousins finden, doch wir dürfen aufrichtige Zweifel daran haben, dass das sein ganzer Plan ist. Immerhin wissen wir durch Renard (Sasha Roiz), dass Eric (James Frain) seinem Cousin nie vertraut hat, eine Vendetta aus verletzten Familiengefühlen ist also nicht zu erwarten. Der Neue macht also da weiter, wo der letzte aufgehört hat: Auf mysteriöse Weise bedrohlich wirken, ohne uns auch nur einen Funken von seinen eigentlichen Zielen zu verraten. Wir wissen nur, dass alle den Grimm haben wollen. Aber darum scheint es im Moment gar nicht mehr zu gehen, immerhin kann Nick sich unbehelligt in Portlands Kanalisation austoben, ohne weiteren Angriffen der Royals ausgesetzt zu sein. Als erste Amtshandlung spioniert der neue Prinz Adalind in ihrem Hotelzimmer aus. Er weiß jetzt also, dass sie ein Baby erwartet, aber das ist arg wenig für eine Episode.

Auch was Renard mit seinem Wien-Besuch bezwecken will, wissen wir immer noch nicht. Er nimmt über seine nicht weniger mysteriösen Mittelmänner nun Verbindung zur Resistance auf. Doch die Informationen, die wir über diese Welt in Wien haben sind einfach so gering, dass er schwer ist, echtes Interesse aufzubringen. Die Fortschritte sind insgesamt viel zu gering. Entweder sollten wir mehr Einblick bekommen oder es sollte endlich mal etwas Aufsehenerregendes in Wien passieren.

Fazit

Der Fall der drei Brüder ist durchschnittlich, funktioniert jedoch gut genug, um Nicks Fortschritte zu zeigen, seine Grimm- und Polizeiseite unter einen Hut zu bringen. Wir können in der Episode Cold Blooded bestaunen, wie Nick sich verändert hat. Nichts Neues tut sich unterdessen wieder einmal in Europa. Sean Renard hat mehr Aufmerksamkeit der Autoren verdient.

Verfasser: Serienjunkies.de am Montag, 16. Dezember 2013

Grimm 3x07 Trailer

Episode
Staffel 3, Episode 7
(Grimm 3x07)
Deutscher Titel der Episode
Dunkle Kanäle
Titel der Episode im Original
Cold Blooded (1)
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Freitag, 13. Dezember 2013 (NBC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Montag, 26. Mai 2014
Regisseur
Terrence O'Hara

Schauspieler in der Episode Grimm 3x07

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