Grimm 2x12

Grimm 2x12

Es ist das letzte Treffen mit dem Grimm für die Zuschauer in diesem Jahr. Auf der Episode Season of the Hexenbiest ruhen dementsprechend hohe Erwartungen. Das Herbst-Finale beinhaltet viele überraschende Besuche und eine große Veränderung.

Monroe (Silas Weir Mitchell) ist wieder im Zentrum des Geschehens angekommen in der Serie „Grimm“. / (c) NBC
Monroe (Silas Weir Mitchell) ist wieder im Zentrum des Geschehens angekommen in der Serie „Grimm“. / (c) NBC

Über die letzten Episoden der Serie Grimm hinweg haben wir beobachtet, wie die Handlungsstränge nervenzerrend langsam zusammenlaufen. Die Episode Season of the Hexenbiest ist angetreten, dies zu vollenden. Und hinterlässt doch jede Menge offene Fragen.

Die Rückkehr der Gegenspielerin

Die gute Neuigkeit, die man aus der neuen Grimm-Episode mitnehmen kann, ist: Adalind (Claire Coffee) ist endlich wieder zurück. Nicks ominöse Feinde aus Europa haben sich bisher nur mit kurzlebigen Gesandten in Portland gezeigt. Mit Adalind hat die royale Familie endlich eine würdige Vertreterin vor Ort, die Nick (David Giuntoli) nicht innerhalb kurzer Zeit eliminieren kann.

Und das ehemalige Hexenbiest erfüllt ihre Rolle zum vollsten Vergnügen der Zuschauer. Sie balanciert auf dem schmalen Grad, den wir von ihr kennen: Mit dem Gesicht der netten Freundin und den Aktionen der hinterhältigen Intrigantin mischt sie die so lange stagnierte Situation richtig auf.

Sie will den Schlüssel und nimmt damit die Story aus der Pilotepisode wieder auf, in der Nicks Tante ihm erzählt, dass jemand kommen würde, ihm den Schlüssel zu entreißen.

Bisher hat Nick keinen großen Aufwand betrieben um den Schlüssel zu verstecken, das wichtige Stück lag halt im Campingwagen. Auch in dieser Episode scheint es so, als wenn er ihn ohne große Gedanken an sich nimmt. Er hat einfach ein gutes Gespür dafür, ihn nicht zu verlieren.

Auch in anderer Hinsicht zeigt er sein offensichtlich angeborenes Talent als Grimm. Ohne Anstrengung nimmt er es mit vier Wesen-Gegnern auf, marginal unterstützt durch Monroe.

Für Adalind wird er andere Geschütze auffahren müssen.

Das Traumpaar

Die Episode Season of the Hexenbiest setzt da ein, wo wir Monroe (Silas Weir Mitchell) verlassen haben: In der unangenehmen Situation die Verlobte seines Freundes in den Armen Renards zu überraschen. Wenig überraschend für den Zuschauer hingegen ist es, dass Juliette (Bitsie Tulloch) wieder einmal die Flucht ergreift.

Doch mit Monroe als Mitwisser ist das Versteckspiel vorbei. Für den Zuschauer bedeutet das das Ende einer langen Monroe-Durststrecke. Doch zunächst ein näherer Blick auf das seltsame Liebesdreieck.

Nick weiß Bescheid und zieht ernsthafte Konsequenzen aus seinem neuen Wissen. Mehr oder weniger ungehört verhallt Monroes Hinweis, dass es sich um die Folgen des Fluchs handeln könnte.

Ganz offensichtlich ist Nick nicht geneigt, Juliette die Verantwortung abzunehmen und sie als verhextes Opfer zu sehen. Doch auch Juliette unternimmt nichts, um ihren Verlobten zurückzugewinnen. Ihre ablehnende Haltung bezüglich des Schlafplatzes lässt wieder einmal die Frage aufkommen: Wieso beendet sie die Sache mit Nick nicht einfach mit einem klaren Bruch und wendet sich dem Mann zu, für den sie Gefühle hat?

Mehr als ein Gehilfe

Es ist Zeit für die Lieblingsfigur vieler Fans: Monroe. Mit der aktuellen Episode ist auch der Blutbad wieder zurück im Geschehen. Und lässt sich dabei nicht lumpen. Er setzt sich mehrfach großer Gefahr aus, um Nick zu unterstützen und ist letztendlich derjenige, der die Fäden endgültig zusammenführt: Er zeigt Nick den Mann, für den Juliette Gefühle hat. Und setzt damit eine Kette von Ereignissen in Gang, die wir leider erst nach dem Jahreswechsel erleben dürfen. Das ist ärgerlich, denn der Showdown zwischen Renard (Sasha Roiz) und Nick wäre auch im Herbst-Finale gut aufgehoben gewesen. Die lange Wartezeit, die schleichende Entwicklung, das Herbst-Finale hing wie ein Rettungsanker über den Zuschauern und löst nur einen sehr kleinen Teil der Hoffnungen ein.

Immerhin ist in Sachen Monroe nichts zu beanstanden. Und für die Zukunft bleibt zu hoffen, dass die Zuschauer nicht mehr so oft auf Monroe verzichten müssen. Streckenweise übernimmt er die lustige Seite der Serie Grimm komplett. Damit hat er schon so manche träge Procedual-Erzählung über einen Fall der Woche aufgelockert.

Fazit

Mit der Episode Season of the Hexenbiest zeigt die Serie Grimm eine ihrer starken Seite: Die episodenübergreifenden Handlungsstränge. Dankbarerweise widmen die Autoren sich diesen zum ersten Mal komplett und verzichten auf einen Fall der Woche.

Zwei große Storylines haben die Serie in dieser Staffel begleitet: Die Bedrohung durch die royale Familie und der Konflikt zwischen Juliette und Nick. In beiden Fällen gehört Renard mit zum Inventar und nun hat sich auch Adalind in beide Geschichten eingeklinkt.

Das Herbstfinale bringt längst überfällige Informationen zusammen, doch auf keiner der beiden Baustellen kommt es zu einem nennenswerten Erfolg. Es ist schön, endlich mal etwas Schwung in der Story zu sehen. Doch angesichts der langen Wartezeit bis es weitergeht, ist es auch etwas enttäuschend. Die Episode fühlt sich mehr an wie die Vorbereitung eines Finales.

Der große Showdown bleibt aus, nach wie vor ist nicht klar, auf wessen Seite Renard eigentlich steht. Nick und sein Boss kämpfen gegen Adalind und die royale Familie, doch ein Team bilden sie deswegen noch lange nicht.

Die Wartezeit wird sich lang anfühlen.

Verfasser: Serienjunkies.de am Sonntag, 18. November 2012
Episode
Staffel 2, Episode 12
(Grimm 2x12)
Deutscher Titel der Episode
Der Schlüssel
Titel der Episode im Original
Season of the Hexenbiest
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Freitag, 16. November 2012 (NBC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Montag, 21. Oktober 2013
Regisseur
Karen Gaviola

Schauspieler in der Episode Grimm 2x12

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