Grimm 2x11

Grimm 2x11

Ein Rennen gegen die Zeit liefern sich Nick und Hank in der Episode To Protect and Serve Man. In einem alten Fall, an dem Hank gearbeitet hat, steht eine Hinrichtung bevor. Angesichts der neuen Wahrheiten sieht er seine damalige Aussage in einem anderen Licht.

Die Ermittlungen fordern körperlichen Einsatz von Nick (David Giuntoli) in der Serie „Grimm“. / (c) NBC
Die Ermittlungen fordern körperlichen Einsatz von Nick (David Giuntoli) in der Serie „Grimm“. / (c) NBC

Der sieben Jahre alte Fall, der den Grimm und seinen Compagnon Hank (Russell Hornsby) in der Episode To Protect and Serve Man beschäftigt, bringt einige wirklich unheimliche Impressionen mit sich. Und auch einen intensiven Ekel-Moment. Die Chance auf Emotionen verspielt die Serie jedoch an anderer Stelle, indem diese Episode wieder zu sehr auf die Procedual-Seite der Geschichte setzt und die Zuschauer auf die einzige Weiterentwicklung im großen Handlungsbogen bis zur letzten Minute warten müssen.

Die Kannibalen und die Staatsanwältin

Spannung ist nicht wirklich etwas, was wir von einer Serie wie Grimm erwarten dürfen. Dass wir der vollzogenen Hinrichtung des Häftlings Craig Wendell Ferren (Jason Gedrick, Dexter, Desperate Housewives) beiwohnen würden, das hatte wohl niemand erwartet. Das Rennen gegen die Zeit, so zeigt die Erfahrung mit der Serie, darf von vorneherein als gewonnenes gelten. Die Unschuld ist in den Augen des Zuschauers schon mit Hanks Zweifeln bewiesen und der Erfolg der Freunde ist programmiert.

Darüber hinaus jedoch sind die Ermittlungen der beiden Cops in dieser Woche überaus unterhaltsam. Der Verdächtige Johnny Kreski (Jamie McShane, Southland, Sons of Anarchy) kocht eine Suppe mit Fußeinlage und schleckt genüsslich seinen schleimigen Finger ab nachdem er zwischen den Zehen gestochert hat. Eine solche Szene hat durchaus das Zeug zum spontanen Würgreflex.

Doch auch die Wesen der Woche sind nicht zu verachten. Nicht nur durch ihren Kannibalismus, auch durch ihr Äußeres spielen sich die Wendigo direkt auf die vorderen Plätze unter den furchterregendsten Wesen.

Zeitlupentempo für Juliette und Renard

Das Zeitlimit von 36 Stunden, der Druck von der Staatsanwältin, die Sache ruhen zu lassen, die Rettung in wirklich allerletzter Minute: Grimm ergibt sich ohne Gegenwehr in das Genre des Proceduals. Auch wenn viele Fans sich sicher mehr von der Serie wünschen.

Doch die Storyline um Juliette (Bitsie Tulloch) und Renard (Sasha Roiz) mit Nick (David Giuntoli) zusammenzubringen sparen die Macher der Serie sich für das Herbst-Finale in der kommenden Woche auf. Das verspricht einerseits ein furioses Finale, inklusive Adalinds Rückkehr. Andererseits hat es auch nervenzehrend lange gedauert dort anzukommen. In den letzten Wochen haben die Beteiligten fast nur auf der Stelle getreten. Der Kuss an der Tür war ein kleiner Fortschritt.

Doch so richtig spannend ist die Story nicht geworden. Im Rückblick fühlt es sich an, als hätten wir endlose Wochen damit verbracht, Renard beim Leiden und Juliette beim Wegrennen zuzusehen.

Und auch wenn es ein paar Gespräche zwischen Juliette und ihren Freundinnen gab, ist nicht wirklich offensichtlich geworden, wieso sie sich so martert. Das Ziel ihrer Begierde macht ihr ausdauernd den Hof und sie wehrt sich. Warum eigentlich? Für Nick fühlt sie nichts mehr, das ist nicht ihre Schuld und sollte sie auch nicht so sehr belasten, da er für sie ja ein mehr oder weniger Fremder ist, der sich oft auch nicht gerade um sie bemüht hat.

Monroes Abwesenheit

Monroe (Silas Weir Mitchell) ist von Nicks Vertrautem zu einer Randerscheinung in der Renard-Storyline geworden. Und das ist wirklich schade. Er hat Anteil an der überraschenden Schlussszene, es stellt sich die Frage, wie er nun mit diesem Wissen umgehen wird. Wird er zum verbindenden Element zwischen dem Grimm und der Story um Adalind?

Egal wie er sich entscheidet, diese Funktion ist eindeutig zu wenig für die Figur Monroe. Er braucht mehr Zeit, mehr Wichtigkeit, mehr Integration in die größere Story, oder immerhin in den Fall der Woche.

Fazit

Mit einem Monroe auf Sparflamme fehlt der Serie Grimm ein wichtiger Teil des Gesamtpakets. Dennoch darf die Episode To Protect and Serve Man mit einem unterhaltsamen Fall glänzen und hat auch eine kleine Weiterentwicklung in Sachen Juliette und Renard anzubieten.

Die Entwicklung schleicht nach wie vor, doch mit Blick auf das angekündigte Herbstfinale und Adalinds Rückkehr scheint eine Auflösung nah zu sein.

Verfasser: Serienjunkies.de am Sonntag, 11. November 2012
Episode
Staffel 2, Episode 11
(Grimm 2x11)
Deutscher Titel der Episode
Wendigo
Titel der Episode im Original
To Protect and Serve Man
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Freitag, 9. November 2012 (NBC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Montag, 14. Oktober 2013
Regisseur
Omar Madha

Schauspieler in der Episode Grimm 2x11

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