Grimm 2x10

Grimm 2x10

In der Episode The Hour of Death suchen Hank und Nick einen Entführer. Doch dann tut sich ein Fall hinter dem Fall auf und der endet mit einer großen Überraschung. Unterdessen kommen Renard und Juliette sich näher.

Nick (David Giuntoli) und Monroe (Silas Weir Mitchell) stehen vor einem großen Problem in der Serie „Grimm“. / (c) NBC
Nick (David Giuntoli) und Monroe (Silas Weir Mitchell) stehen vor einem großen Problem in der Serie „Grimm“. / (c) NBC

Der Nebenplot wird in dieser Woche von Juliette (Bitsie Tulloch) und Captain Renard (Sasha Roiz) bestritten. Während Juliettes Passivität den Zuschauer mittlerweile zur Weißglut bringen kann, wagt Renard einen kleinen Vorstoß bei ihrem ersten Treffen, nur um an der Haustür noch einen Gang zuzulegen.

Was offen bleibt ist die Frage, wie der Kuss sich auf seine Obsession auswirkt. Was Juliette denkt oder fühlt, ist schon seit Episoden unklar und auch in der Episode The Hour of Death wird der Nebel nur teilweise gelichtet. Sie offenbart Renard, dass sie keinen emotionalen Zugang zu Nick (David Giuntoli) findet. Außerdem weiß der Zuschauer, dass die angespannte Situation langsam auch an den Nerven der stets höflichen Nick und Juliette zehrt. Dennoch wehrt sie Renards Annäherungsversuche ab und bleibt weiterhin so passiv, dass man am liebsten in den Fernseher greifen und ihr helfen möchte.

Der Old School Grimm

Der eigentliche Fall des entführten Mädchens klärt sich quasi im Vorbeigehen auf und gibt den Blick auf das wahre Problem der Episode frei: Es scheint ein anderer Grimm in der Stadt zu sein.

Das ist eine interessante Idee. Durch den Grimm, der sich eher an der Vergangenheit orientiert könnte Nick damit konfrontiert werden, wie er mit seiner Gabe umgeht. Doch das Rätsel wird noch in dieser Episode aufgelöst: Es ist Praktikant Ryan (Michael Grant Terry). Und dieser ist nicht einmal ein echter Grimm, sondern scheint ein selbsthassendes Wesen mit Serienmörder-Veranlagung zu sein.

Die Idee eines zweiten Grimms wird ein damit zumindest fürs Erste ein Stück weit verschenkt. Es bringt die große Geschichte um das mörderische Königshaus aus Europa nicht weiter. Es stellt sich als verrückte Tat eines Einzelnen dar. Und bringt auch Nicks Selbstreflexion nicht wirklich voran.

Fazit

Der zweite Grimm ist keine schlechte Idee und angesichts der Tatsache, dass weder der Zuschauer noch Nick in der Episode „The Hour of Death“ erfährt, welche Art von Wesen Ryan ist, bleibt Hoffnung, dass diese Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist.

Doch die große Entwicklung um Renard und das Königshaus geht nach wie vor in Zeitlupentempo voran. Und das kann der genervte Zuschauer am besten an Juliette festmachen, die kaum passiver sein könnte. Weder die mysteriöse Warnerin aus der letzten Episode konnte sie hinter ihrem Ofen hervorlocken, noch die latenten Aggressionen, die sich zwischen Nick und ihr anstauen. Sie telefoniert Adalind zwar hinterher, aber kommt damit nicht weit. Und zieht sich lieber wieder zurück.

Dabei ist es Juliette, die die beiden Handlungsstränge endlich zusammenbringen könnte. Hoffentlich legt sie bis zur Winterpause der Serie Grimm noch an Tempo zu.

Verfasser: Serienjunkies.de am Sonntag, 4. November 2012
Episode
Staffel 2, Episode 10
(Grimm 2x10)
Deutscher Titel der Episode
Brandzeichen
Titel der Episode im Original
The Hour of Death
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Freitag, 2. November 2012 (NBC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Montag, 7. Oktober 2013
Regisseur
Peter Werner

Schauspieler in der Episode Grimm 2x10

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