Grey's Anatomy 16x20

© zenenbild zu der Grey's-Anatomy-Episode Sing It Again / (c) ABC
In der Grey's Anatomy-Episode Sing It Again versuchen die Oberärzte der verschiedensten Abteilungen des Grey Sloan Memorial herauszufinden, was mit Dr. Webber (James Pickens Jr.) nicht stimmt. Währenddessen muss sich Dr. Tom Koracick (Greg Germann) einem für ihn besonders emotionalen Fall widmen: Er soll eine lebensrettende Operation am Sohn seiner Exfrau durchführen, der das Ebenbild seines verstorbenen Sohnes ist. Außerdem bereitet sich Link (Chris Carmack) darauf vor, Vater zu werden. Die neuen Mitbewohner Jo (Camilla Luddington) und Schmitt (Jake Borelli) versuchen in der Zwischenzeit, eine Balance zwischen ihrer privaten und beruflichen Beziehung zu finden.
What Is a Winston?
In der letzten Episode standen vier Personen im Mittelpunkt der Handlung: Maggie (Kelly McCreary), Webber, Dr. Cormac Hayes (Richard Flood) und Teddy (Kim Raver). Die meisten Handlungsstränge davon werden in der aktuellen Episode allerdings nicht weiterverfolgt. Lediglich Maggies Winston (Anthony Hill) erhält eine wörtliche Erwähnung, mehr jedoch (erst mal) nicht.
Something is wrong with me
Stattdessen konzentriert man sich auf Webbers Storyline - verständlicherweise. Diese hat wohl den schockierendsten Punkt der letzten Episode dargestellt und sich innerhalb kürzester Zeit zu der wichtigsten und emotionalsten Geschichte entwickelt. Wir müssen auf einmal um den „Vater des Grey Sloan“ beziehungsweise eigentlich den „Vater von ,Grey's Anatomy'“ bangen. Um das Mammut, das schon immer Bestandteil der Serie und des Krankhauses war. Uns und den Ärzten des Grey Sloan Memorial wird auf einen Schlag bewusst, dass, obwohl Webber so viel überstanden und überlebt hat, er eben nicht unzerstörbar ist...
Dabei ist es besonders beängstigend, wie viele Experten an Webbers Fall arbeiten und trotzdem scheinbar nicht herausfinden können, was mit ihm nicht stimmt. Dabei werden die verschiedensten Tests durchgeführt, die seine mentale Gesundheit prüfen sollen. Insbesondere die Prüfung, bei der er die simpelsten Dinge zeichnen soll und daran scheitert, zerbricht einem das Herz - vor allem, wenn man einen Blick auf die traurigen und besorgten Gesichter von Maggie und Meredith (Ellen Pompeo) blickt.
Doch noch viel herzzerreißender ist die Szene im OP, in der Richard kurz davor ist, sich selbst zu verletzen, nur um zu beweisen, dass er noch operieren kann beziehungsweise weil er annimmt, dass er eine Operation durchführen würde. Dabei erinnert Meredith ihren Mentor in einer emotionalen Rede daran, wie viel er ihr bedeutet und was sie ihm alles verdankt. Schließlich kommt er wieder zu sich und kann seine eigene Situation selbst reflektieren.
Something does not add up
Gegen Ende wird zwar die Diagnose Alzheimer immer wahrscheinlicher, jedoch sind Meredith und DeLuca (Giacomo Gianniotti) - scheinbar als Einzige - anderer Meinung. Das ist einerseits zusätzlich beängstigend, andererseits aber auch spannend. Zudem ist es schön zu sehen, dass sich das Duo, das immer so toll zusammenarbeitete, sich endlich wieder zusammenschließt und Meredith ihren ehemaligen Partner und seine Gedanken (wieder) ernst nimmt.
David 2.0
Tom Koracick bekommt ohne Vorwarnung Besuch von seiner Exfrau, die ihren todkranken Sohn im Schlepptau hat. Dabei sieht er das Ebenbild seines verstorbenen Sohnes und wird damit erneut mit dem Verlust von David konfrontiert. Ihm bereitet diese Situation solche seelischen Schmerzen, dass er sich nicht dazu in der Lage sieht, David 2.0 zu operieren.
Schließlich wird er - durch einen geschickten Coup der Grey's Anatomy-Macher - dazu gezwungen, doch noch die lebensrettende Operation durchzuführen. Während er sich zuvor noch die schmerzhafte Frage gestellt hatte, ob er seinen Sohn hätte retten können, wenn ihm die Chance dazu gegeben worden wäre, wird ihm nun die Möglichkeit geboten, das nachzuholen - bei David 2.0. Die Operation verläuft mit Komplikationen, endet aber erfolgreich und sowohl er als auch seine Exfrau sind glücklich, „ihren Sohn“ nicht erneut verlieren zu müssen.

I am just trying to get used to the fact that my life is over soon
Während der eine den Verlust seines Kindes beklagt, erwartet der andere sein Kind mit hoher Spannung: Link ist sehr aufgeregt vor der Zeit, die ihm bevorsteht. Er wird von allen beruhigt - nur Owen (Kevin McKidd) hat den Mumm ihm die Wahrheit über seine Zukunft zu erzählen und bestätigt damit all seine Sorgen und Ängste.
Schließlich kommt es zu dem alles verändernden Moment: Amelia (Caterina Scorsone) hat Wehen beziehungsweise sie denkt es zumindest: Dabei schreit Link vor Panik und sie vor Schmerzen - das absolute Highlight der Episode. Es stellt sich jedoch heraus, dass es lediglich „Braxton-Hicks-Wehen“ waren und keine echten. Im Grunde war es also nur die Generalprobe. Hoffentlich läuft dann bei der Aufführung alles besser ab.
Das Gegenpaar zu Amelia und Link, Teddy und Owen, geht einen entscheidenden Schritt nach vorne. Sie wollen bereits in wenigen Tagen den Bund der Ehe schließen, anstatt weiter darauf zu warten.
Fazit
Das Schauspiel von Greg Germann und James Pickens Jr. ist in dieser Episode besonders hervorzuheben. Beide liefern großartige Darstellungen ab, was uns ihre emotionalen Story-Arcs näherbringt. Insbesondere Webbers geistlicher Abbau gehört zu den traurigsten Entwicklungen bei „Grey's Anatomy“, dem wir mit besorgtem Blick entgegenblicken und hilflos zuschauen müssen.
Nächste Woche erwartet uns dann bereits das vorgezogene Staffelfinale (mehr dazu findet Ihr hier). Mal sehen, inwiefern uns diese Episode dann wirklich einen passenden Abschluss zur 16. Staffel liefern können wird.
Hier abschließend noch der Trailer zur nächsten Episode der US-Serie „Grey's Anatomy“, Put on a Happy Face (16x21):
Verfasser: Maike Karr am Freitag, 3. April 2020Grey's Anatomy 16x20 Trailer
(Grey's Anatomy 16x20)
Schauspieler in der Episode Grey's Anatomy 16x20
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