Game of Thrones 7x06

© on (Kit Harington) in der „Game of Thrones“-Episode „Beyond the Wall“ (c) HBO
Beginnen wir unsere Besprechung von Beyond the Wall, die vorletzte Episode der siebten Staffel von Game of Thrones, am besten mit einem eigentlich unumstößlichen Fakt, dem wohl keiner widersprechen kann: Die Fantasysaga von HBO sieht schlichtweg herausragend aus. Der gewaltige Produktionsaufwand, die atemberaubende Kostüme, die ausgefallenen Drehorte, die audiovisuelle Umsetzung - an der Machart der Serie und dem großen Drumherum dürften nur die wenigsten etwas auszusetzen haben.
Auch „Beyond the Wall“, unter Führung des erfahrenen „Game of Thrones“-Regisseures Alan Taylor (zwei Episoden in Staffel eins, vier in Staffel zwei), brilliert in dieser Hinsicht und führt uns zum wiederholten Male eindrucksvoll vor Augen, was diese Serie doch für ein unglaubliches Brett ist, kinotauglicher als so manche Hollywood-Produktion, packend, aufregend, schockierend. An so ein überschwängliches Lob muss sich jedoch schon fast ein relativ großes „Aber“ anschließen. Denn so sehr mich „Beyond the Wall“ faszinieren und fesseln kann, „Game of Thrones“ hat in den letzten Jahren eine Entwicklung gemacht, die vielen übel aufstößt und die fast genau so ein Fakt wie die außergewöhnlichen Schauwerte der Serie sind.
Keep moving
So triumphierte immer öfter Spektakel über die Sinnhaftigkeit der Handlung, der große Knall erschien einem manchmal wichtiger als ein wohl durchdachter Plot. Während man dies mit der wachsenden Beliebtheit der Serie und das Übergehen eines aufwendig produzierten Fantasydrama - kein geringes Risiko in den Anfangsjahren von „Game of Thrones“ - zu einer frenetisch gefeierten Mainstream-Serie erklären könnte, stehen die eingefleischten Fans nun aber in Staffel sieben mehr denn je vor einem mittelgroßen Dilemma. Auf der einen Seite: „Verdammt, sieht diese Serie fantastisch aus! Dieses Herzrasen! Ich will mehr!“ Auf der anderen: „Warum macht dieser Charakter, was er oder sie macht, warum werden sich hanebüchene Pläne ausgedacht, die jedweder Logik entbehren?“
Welcher Seite man sich nun mehr hingezogen fühlt, ist natürlich eine sehr persönliche Entscheidung. Gleichzeitig ist es alles andere als einfach, einen Mittelweg zwischen diesen beiden Polen zu finden. Und „Beyond the Wall“ ist ein perfektes Paradebeispiel für eben genau diesen Zwist zwischen zwei Herzen, die in einer Brust schlagen und sich eine nicht enden wollende Debatte liefern, welche Seite denn jetzt überwiegt. Auch meine Wenigkeit sieht sich dieser schwierigen Aufgabe ausgesetzt und ringt mit sich. Am Ende dieser vorletzten Folge der Staffel obsiegt aber das Herz über den Verstand. Zumindest ein klein wenig mehr.
Not a hero
Emotional bin ich selten so gepackt gewesen, wie hier in gleich mehreren Szenen. Ja, keine Frage, „Beyond the Wall“ hat seine Probleme und muss darüber hinaus ein paar krumme Entscheidungen für die Handlung aus der letzten Episode, Eastwatch, gerade biegen. Dennoch gelingt es, mich extrem zu involvieren, erneut die Grenzen des Medium Fernsehens zu sprengen und die finale Phase dieser epischen Fantasyerzählung mit Feuer (und Eis…) zu erfüllen.
Die Folge an sich profitiert indes sehr davon, dass im Endeffekt nur drei verschiedene Handlungsorte besucht werden: die Region nördlich der Mauer bei Eastwatch und die Festung der Nightwatch selbst; Dragonstone, wo Tyrion (Peter Dinklage) erneut Einfluss auf Daenerys (Emilia Clarke) nehmen will; und Winterfell, wo die nächste Runde zwischen den beiden Stark-Schwestern Sansa (Sophie Turner) und Arya (Maisie Williams) eingeläutet wird. Die verschiedenen Szenen sind zumeist sehr umfangreich (bei einer reinen Laufzeit von in etwa 67 Minuten zu erwarten) und werden recht lang ausgespielt - ein Vorteil, denn nur so können die Charaktere sich entfalten und Unterhaltungen entstehen, die Substanz haben. Somit ist man den letzten Episoden schon einmal einen kleinen Schritt voraus, wo sich die Struktur der Episode hier und da etwas abgehackt und gehetzt angefühlt hat. Alan Taylors Erfahrung ist hier sicherlich viel wert gewesen.

The dog and the ginger
Den Auftakt machen ein paar Szenen, die man so oder so ähnlich erwartete hatte. Unsere siebenköpfige Gruppe (plus ein paar namenlose Fußsoldaten, die im Verlauf der Episode allesamt das Zeitliche segnen) um Anführer Jon (Kit Harington) tigert durch die eisige Ödnis jenseits der Mauer (eine herrliche Aufnahme vom „Painted Table“ in Dragonstone dient als schicker Übergang) und lernt sich kennen, wobei die verschiedenen Gesichter und Namen für alle Beteiligten durchaus ein Begriff sind. Ich persönlich habe mich sehr auf diese Interaktion zwischen den sehr unterschiedlichen Figuren, die aber auch gewisse Gemeinsamkeiten verbindet, gefreut und werde auch nicht wirklich enttäuscht.
Tormund (Kristofer Hivju) sticht sehr schnell als Favorit heraus, nicht nur wegen seiner wertvollen Erfahrung, die er sich jenseits der Mauer angeeignet hat, sondern weil er auch gewohnt wunderbar roh, direkt und ungekünstelt auftritt, sei es jetzt im saloppen Plausch mit Gendry (Joe Dempsie) oder aber im Gespräch mit dem Hound (Rory McCann), der seine angebetete Brienne nur zu gut kennt. Diese Dynamik macht Spaß, gleichzeitig geistert einem im Hinterkopf aber auch umher, dass diese Mission extrem gefährlich und der Plan extrem ausbaufähig ist - um es mal diplomatisch auszudrücken. Dementsprechend macht man sich bereits früh Gedanken, wen es denn aus dieser Gruppe erwischen könnte und wessen Verlust uns schwer treffen würde.
Looking for the dead
Während Gendry vom Hound gerüffelt wird, sich mal nicht so zu haben, nachdem er von Beric (Richard Dormer) und Thoros (Paul Kaye) vor einiger Zeit an Melisandre verhökert wurde, gibt es auch eine kleine Konversation zwischen Jon und Jorah (Iain Glen), bei der es aber nicht wirklich um Daenerys, sondern um Jorahs Vater Jeor geht, der alte Commander der Nightwatch und Jons Bezugsperson an der Wall. Zugegeben, der Inhalt dieses Gespräches ist überschaubar: Jon darf die ehemalige Familienklinge der Mormonts behalten, Jorah spricht über seine Vergangenheit und Jon sein Vertrauen aus, fertig. Meiner Ansicht braucht es diese Momente jedoch, um die Gruppe an sich zu etablieren, was später natürlich von größerer Bedeutung ist.
Wir brauchen ein Gefühl für diese Kombination an Charakteren, für das Trauma des Hounds aus seiner Kindheit, für die Entschlossenheit Tormunds im Angesicht einer hochgefährlichen Situation, für die Selbstlosigkeit Berics und Thoros', für einen guten Zweck den Löffel abzugeben. Ob in Diensten des Lord of Light oder einfach nur, um die Schwachen und Schutzlosen vor einem großen Übel zu verteidigen. Jon ist nach wie vor skeptisch, was seine Wiedererweckung angeht und welche Rolle R'hllor dabei gespielt hat. Mit den Zielen Berics kann er sich jedoch identifizieren, auch, weil sie sich gar nicht so sehr von dem Credo unterscheiden, nach dem er für längere Zeit gelebt hat, als Teil der Institution, wo er stets seine Bestimmung sah: der Nightwatch.
The Ladies of Winterfell
Das Team baut also langsam eine gemeinsame Vertrauensbasis auf, ein Wort, das man weiter südlich in Winterfell nicht im Entferntesten in den Mund nehmen kann. Hier spitzt sich die angespannte Lage zwischen Arya und Sansa nämlich nach dem Fund von Sansas alter Botschaft aus der ersten Staffel nur noch mehr zu - und endet letztlich in einer sehr deutlichen Drohung durch Arya und interessanten Vorkehrungen durch Sansa, die Bodyguard Brienne (Gwendoline Christie) zu einem Treffen gen King's Landing entsendet (Cerseis Einladung wird sogleich verbrannt, man weiß ja nie…), damit die Rittersfrau im Konflikt der Schwestern nicht eingreifen kann. Brienne hat geschworen, beide zu beschützen, doch wo wird sie stehen, wenn es hart auf hart kommt? Wer Sansa diesen Floh ins Ohr gesetzt hat, dürfte nicht überraschen: Littlefinger (Aidan Gillen).
Zum einen gefällt mir das Aufeinandertreffen von Arya und Sansa aufgrund der gewaltigen Anspannung sehr gut, beide Darstellerinnen können diese Intensität überzeugend vermitteln und lassen für die Zukunft dieser geschwisterlichen Beziehung das Schlimmste vermuten. Allein das abschließende Gespräch der beiden, als Sansa in Aryas Zimmer ihre Gesichter findet, fühlt sich nach der fast höchsten Eskalationsstufe an. Andererseits denke ich mir aber auch, dass dieser Konflikt von den Machern doch sehr gewollt ist und eigentlich einfacher zu lösen wäre, als es uns die Serie glauben lassen will. Sprecht miteinander, Kinder! Erzählt Euch einfach alles, zeigt Verständnis, versetzt euch in die Lage der jeweils anderen. Und was ist mit Bran (Isaac Hempstead Wright), der hier möglicherweise eine Rolle als Vermittler einnehmen könnte?

Game of faces
Aryas Vorwürfe gegenüber ihrer Schwester klingen hart und sind angebracht, der Blick über den Tellerrand würde jedoch einiges vereinfachen. Doch offensichtlich will man diesen Schwesterkonflikt, in dem Sansa auf die Loyalität der sehr wechselhaften nordischen Lords und Ladys angewiesen ist und Arya mit ihren mörderischen Fähigkeiten nicht hinterm Berg zurückhält. Mir gefällt dieses eindeutige Säbelrasseln und ehrlich zugegeben bin ich gespannt, wie man all dies auflösen wird, welche Rolle Littlefinger spielt, was das Schicksal für ihn bereithält und ob die Schwestern doch noch auf einen gemeinsamen Nenner kommen - oder eben nicht. Die Szenen in Winterfell sind sentimental (die Erinnerungen Aryas an ihren Vater) und intensiv, wenn auch ein Stück weit konstruiert und der ganze Ärger in einer anderen Welt wahrscheinlich vermeidbar.
Doch Game of Thrones braucht dieses Drama zurzeit, um die Spannung hochzuhalten, wobei dies auch schon mal etwas organischer funktioniert hat. Weit entfernt in Dragonstone kann nun Tyrion die Gelegenheit beim Schopfe packen und mit seiner Königin Daenerys über ihren aktuellen Führungsstil und die Zukunft plaudern. Es ist stets eine Freude, wenn Tyrion in seinem Element ist, und seine Argumente hören sich erst einmal nicht verkehrt an - doch Daenerys hält gut dagegen. Warum jetzt über die Zukunft, einen möglichen Nachfolger im Falle ihres Todes und ähnliche Dinge sprechen? Das Hier und Jetzt ist entscheidend. Und da hat sich Tyrion ein paar Verfehlungen geleistet, sein Vertrauensverhältnis zur Mother of Dragons ist definitiv angeschlagen.
The hardest thing to do
Auch in dieser langen Szene bekommen die Darsteller ausreichend Raum, um sich zu entfalten, was ein flammendes Plädoyer von Tyrion aber eine ebenso starke Antwort von Daenerys nach sich zieht, die sich durchaus bewusst zu sein scheint, wie schwierig es ist, eine gute Herrscherin zu sein. Tyrions Rationalität beißt sich mit der Impulsivität von Daenerys, das zeigt nicht allein ihre Reaktion, als der schnellste Rabe in der Geschichte von ganz Westeros einen Hilferuf aus dem hohen Norden überbringt und Daenerys mit ihren Drachen in diese Richtung aufbricht.
Frustrierend für Tyrion, dessen Entscheidung, was immer jenseits der Mauer passiert, einfach passieren zu lassen, sehr kühl erscheint. Würde er die gleiche Entscheidung treffen, wenn sein Bruder Jaime in einer solchen Lage wäre? Daenerys hat etwas zu verlieren, zum Beispiel Jorah, aber auch Jon, denn auch diese Episode investiert viel Zeit darin, die romantische Beziehung der beiden zu intensivieren - auch wenn der King in the North nicht der Größte ist und einer dieser klassischen Helden, die immer gleich nach vorne preschen müssen. So, wie es Daenerys nun tut.
All is lost
Warum sie und ihre Flugechsen jenseits der Mauer benötigt werden? Der Gruppe um Jon gelingt es tatsächlich, einen kleinen Hinterhalt durchzuführen, bei dem sie einen Wight erbeuten können. Zunächst zerschmettert Jon aber noch einen White Walker, woraufhin alle anderen untoten Schergen in sich zusammenfallen - eine Regel, die uns bisher nicht bekannt gewesen ist und hinsichtlich ihrer Einführung äußerst praktisch für diesen Moment erscheint. Der gefangen genommene Wight wehrt sich mit Händen, Füßen und Zähnen, so wird nämlich der Hound von dem Wesen gebissen (oder ist nur sein Handschuh betroffen?), was nun sicherlich die Spekulationen anheizen wird, ob er sich verwandeln und als Eiszombie auf seinen Bruder, den Mountain-Zombie Gregor Clegane, in King's Landing treffen wird.
Die Mission geht aber schief, denn der Wight ruft noch mehr Untote, was unser Team letzten Endes in große Gefahr bringt. Bereits zuvor sah sich die Gruppe einer Attacke durch einen untoten, blauäugigen Eisbären ausgesetzt, der durch die Reihen der Truppe fegte und Thoros schwer verletzte, während der Hound aufgrund der lodernden Flammen vor seinen Augen wie festgefroren tatenlos herumstand. Im Übrigen eine fantastische, aufregende Momentaufnahme zwischendurch, irgendwo zwischen „The Revenant“ und einem sehr morbiden „Der Goldene Kompass“. Die Eisbärenattacke übersteht man irgendwie, tausende ferngesteuerte Wights aber wohl eher nicht. Also wird Gendry zurück zur Mauer geschickt, um Hilfe zu holen, sprich Daenerys.

Falling back
Die Übriggebliebenen ergreifen die Flucht und die Auswahl, in welche Richtung gehen soll, ist begrenzt. Letzten Endes sitzt man auf einem kleinen Felsen inmitten eines zugefrorenen Gewässers fest, in Schach gehalten von der „Army of the Dead“ und dem Night King. Thoros übersteht die eiskalte Nacht nicht und verstirbt. Die Lage erscheint aussichtslos. Und als Zuschauer fange ich tatsächlich an zu Grübeln, wie man sich denn hier befreien kann. Die Rettung von Daenerys ist aufgrund der großen Distanz von hier bis nach Dragonstone eigentlich erst einmal keine Option, doch eine andere Möglichkeit existiert schlichtweg nicht.
Und erneut werden wir diskutieren: die Szenen vor der eisigen, ausweglosen Kulisse fühlen sich nach Endstation an, nach einem Moment, in dem tatsächlich alles verloren ist und wir uns auf das Schlimmste gefasst machen müssen. So zum Beispiel der Tod von Tormund, dessen verzweifelter Todeskampf mir persönlich extrem nahe geht und bei dem ich denke, dass er wirklich gleich dahingerafft wird. Der Hound kann zumindest ein bisschen Wiedergutmachung leisten und Tormund retten, nachdem er Thoros nicht helfen konnte und aus einer Laune die Untoten zurück aufs Eis lockte. Jorah, mit zwei Dragonglass-Dolchen bewaffnet, trifft hier noch die sinnvollsten Entscheidungen, während Beric sein Feuerschwert schwingt und Jon langsam erkennt, dass das Ende naht. Und aufgrund des schwachen Plans wäre es eventuell auch verdient. Gäbe es nicht diese eine Heldin, die einfach mal voranprescht und den Tag rettet.
Pale Dragon Down
Denn Daenerys schafft es tatsächlich noch rechtzeitig, um den fünf Kämpfern zu helfen, welch Wunder! In einer eindrucksvollen Aufnahme saust sie über die Armee der Untoten hinweg, Drogon, Viserion und Rhaegal speien Feuer und Verderben für die Soldaten des Night King - der am Ende jedoch genau das bekommt, was er sich wohl gewünscht hat: einen eigenen Eisdrachen. Jon ist plötzlich wie in Rage und verplempert wertvolle Zeit, evakuiert zu werden, was der Night King nutzt, um mit einer eisigen Lanze Viserion vom Himmel zu holen. Boom. Der Drache stürzt nieder und versinkt in der Kälte des Wassers. In Daenerys' Augen erkennt man Konsternation pur, Trauer und Unbegreiflichkeit. Was ein Volltreffer, der nicht wenige Zuschauer fassungslos und in einem ähnlich Zustand wie die Mother of Dragons zurücklassen wird. Der Moment sitzt und ist herausragend inszeniert, von dem musikalischen Aufbau bis zum bitteren Tiefschlag.
Und nun? Jon erkennt, dass der Night King jetzt Drogon ins Visier nimmt, also rät er Dany zur Flucht. Der King in the North wird schweren Herzens zurückgelassen und die Messe ist gelesen - nein, doch nicht! Der Kampf, der bereits erwähnten zwei Herzen in meiner Brust geht weiter, denn Jon ist nicht tot zu kriegen, bekommt auch noch in einer Gandalf-esken Rettungsaktion Hilfe von Onkel Benjen, der Jon seinen Gaul überlässt, mit der er sich nach Eastwatch retten kann, während Benjen den Heldentod stirbt. Es passt alles perfekt zusammen, mein Herz rast unentwegt und emotional bin ich begeistert - doch irgendwo tief in mir sagt eine Stimme, dass das doch Käse ist. Dass das doch so nicht sein kann, so perfekt orchestriert. Womit wir am Anfang wären..
Into the light
Ich mag die Game of Thrones-Episode Beyond the Wall. Sehr sogar. Es ist ein weiterer Höhepunkt der Serie, mitreißend, gewaltig, gefüllt mit vielen starken Szenen und überzeugenden, einfühlsamen Darbietungen. Aber es gibt Mängel, ohne Frage. Für viele wird auch das abschließende Gespräch zwischen Jon und Daenerys an seinem Krankenbett dazu zählen, was meiner Ansicht aber zumindest etwas besser funktioniert, weil die Episode zuvor so hochemotional gewesen ist und nun in dieser Szene von dieser Emotionalität profitiert. Da kann man sich schon gerührt und bewegt fühlen, so schwierig es nach wie vor auch ist, eine wirklich greifbare Chemie zwischen Dany - entschuldigung, Daenerys - und Jon zu spüren.
Die Drachenkönigin ist jetzt vollkommen an Bord, Eis (jetzt nur noch umso passender, nachdem Jon fast erfroren wäre) und Feuer bilden eine Allianz, die es braucht, um den kalten Tod aus dem hohen Norden aufzuhalten. Vor allem, nachdem der Night King Viserions Leichnam geborgen und als Eisdrache wiederlebt hat. Dies wird ein schwerer Schlag für Daenerys sein, deren Rolle als trauernde Drachenmutter sehr beeindruckend von Clarke gespielt wird. Was sich „Beyond the Wall“ letztlich verdient? Ich hasse Bewertungen, Skalen oder irgendwelche Parameter, die Dinge vereinfachen sollen. Die Episode hat einen so mitfiebern lassen, wie selten zuvor. Die Episode hat trotzdem auch die Schwächen der Serie in den letzten Jahren aufgezeigt, wie selten zuvor. Das verdammte Herz sagt aber eben ja.
Verfasser: Felix Böhme am Montag, 21. August 2017Game of Thrones 7x06 Trailer
(Game of Thrones 7x06)
Schauspieler in der Episode Game of Thrones 7x06
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