Falling Skies 2x08

Was ist passiert?
In Molon Labe hat sich die Widerstandsgruppe um Captain Weaver (Will Patton) und Tom Mason (Noah Wyle) aufgemacht, Charleston zu erreichen und die Stadt als nÀchsten Stopp erklÀrt. Abgesehen von wenigen ZwischenfÀllen werden in der Episode Death March hauptsÀchlich die Beziehungen zwischen den Figuren beleuchtet und ihre Erwartungen an Charleston thematisiert.
Tector (Ryan Robbins) fĂ€hrt, im GesprĂ€ch mit Weaver vertieft, ein kleines MĂ€dchen mit Harness (Jenny) an, das gleich medizinisch versorgt und mitgenommen wird. Matt (Maxim Knight) macht Bekanntschaft mit Jenny und hört sich ihre Geschichte an. Wie schon in der ersten Staffel erklĂ€rt, hat auch Jenny durch das Harness eine neue Familie bekommen, die aus anderen Kindern und einem Skitter besteht. Eines der âFamilienmitgliederâ befreit sie auch spĂ€ter aus der Widerstandsgruppe, wobei sie selbst nicht untĂ€tig ist.
Hal (Drew Roy), Maggie (Sarah Carter) und Pope (Colin Cunningham), die die Vorhut ĂŒbernommen haben, bekommen abgesehen von den privaten Keilereien untereinander Probleme mit dem Fahrzeug und mĂŒssen einen Stopp einlegen, der sie hinter die Gruppe zurĂŒckwirft. Sie schlieĂen erst am Ende der Folge wieder zur 2nd Mass auf.
Als die Widerstandsgruppe Charleston dann in Sichtweite hat, erblicken sie eine zerstörte Stadt, in der sich nichts zu rĂŒhren scheint. Alle Hoffnungen zerstreuen sich im Wind und es ist an Weaver, der Gruppe neuen Mut zu geben. Notfalls will man sich ein eigenes Charleston erschaffen, aber dazu muss es nicht kommen: Colonel Jim Porter (Dale Dye) von der First Continental Army stapft plötzlich aus dem GebĂŒsch und heiĂt die 2nd Mass in Charleston willkommen.
Eine FĂŒllfolge?
In der Folge Death March passiert nicht viel auf der Handlungsebene. Dahingehend hĂ€tte man mit „Dead Boring“ einen wesentlich besseren Titel finden können. Die Dialoge zwischen Hal und Maggie (und Pope) oder zwischen Tom und Anne (Moon Bloodgood) oder zwischen Weaver und Tector hĂ€tten auch alle schon irgendwo in den Vorfolgen untergebracht werden können und bringen nicht viel Neues zum Vorschein. Von einem Todesmarsch war jedenfalls nicht viel zu spĂŒren.
Einzig die letzten fĂŒnf Minuten, das Eintreffen in Charleston, waren von Bedeutung und hĂ€tten in Anbetracht der fehlenden Ereignisse hier einen guten Folgenauftakt geboten.
Jenny
Das kleine MĂ€dchen mit dem Harness darf mitkommen. Sehr viel hat sie bei dem Unfall offensichtlich nicht abbekommen und es ist gute Tradition bei der 2nd Mass, jedem Harness-Kind eine Chance zu geben. Eine weitere Tradition liegt darin, dem Neuankömmling gleich zu erzĂ€hlen, wo die Reise hingeht und was man sich von der Ankunft dort erwartet. In diesem Fall darf Matt den Part ĂŒbernehmen.
Nichts gelernt, kann sich der Zuschauer da nur denken. Sowohl Rick (Daniyah Ysrayl), der einst die ganze Gruppe verriet als auch Ben (Connor Jessup), der die Gruppe freiwillig aus GrĂŒnden des fortbestehenden telepathischen Kontakts mit den Aliens verlassen hat, sind schon wieder vergessen. Vor allem aber, nachdem man Karen (Jessy Schram) und dem Overlord begegnet ist, sollte Vorsicht geboten sein.
Umso verwunderlicher fĂŒr alle, dass Jenny selbst ausbricht als ihr âBruderâ seine Aufwartung macht. Da hat sie zuvor gerade Matt erklĂ€rt, dass die Skitter und Harness-Kinder ihre neue Familie sind - eine Familie, wie sie sie zuvor noch nicht hatte - und jeder versucht, sie aufzuhalten. Hat man auf einmal Angst davor, sie könnte die neuen Informationen ĂŒber Charleston weitergeben, die man eben noch freiwillig erwĂ€hnt hat?
Charleston
Was erwartet man von einer Stadt, die der HoffnungstrĂ€ger fĂŒr die Zukunft der Menschheit sein soll? Einen hell erleuchteten Ort, in dem alles wie vor der Invasion der Aliens aussieht? FĂŒr alles und jeden sichtbar, ein Mahnmal des menschlichen Widerstands?
Den Eindruck konnte man haben, als die 2nd Mass ĂŒber die zerstörte BrĂŒcke hinweg die Stadt betrachtet. Alle Hoffnung bricht beim Anblick der zerstörten Stadt zunĂ€chst zusammen, dabei hat man sich noch nicht mal in dem TrĂŒmmerfeld umgesehen, was auf der anderen Seite vom Fluss erblickt wurde.
Anmerkung: Eine nette Ăberraschung wĂ€re es gewesen, wenn beim Anblick der Stadt gleich ein Angriff der Aliens auf Charleston stattgefunden hĂ€tte - und Jenny kurz darauf aufgetaucht wĂ€re, sich bei Matt fĂŒr die Infos bedankt und ihn fragt, ob er nicht in ihre Familie aufgenommen werden will. Da hĂ€tten sich die PlappermĂ€uler alle schön an den Kopf fassen können, wie es der Zuschauer so oft machen darf.
Tom und seine Söhne
In ebenfalls guter Tradition von Falling Skies darf Hal sich diese Folge lÀnger als gedacht von Tom entfernen. Was nutzt eine Vorhut, wenn der einzige Kontakt aus weggeworfenen Bierdosen von Pope besteht? Der arme Kerl trinkt ein Bier nach dem anderen, um dem restlichen Konvoi eine Spur zu hinterlassen. Ein harter Job.
Und alle vermissen natĂŒrlich Ben und sehnen sich danach, ihn wieder zu sehen. Weshalb er sich abgespalten hat, weshalb man das Krankenhaus letzte Folge verlassen musste - alles schon wieder vergessen.
Was auch etwas verwundert: Wie ist Porter in Charleston gelandet? Und warum bildet sich um Tom eine Legende?
Fazit: Eine Ă€uĂerst langweilige Folge, die nur von den Momenten unterbrochen wird, bei denen man sich an den Kopf fassen muss. Einziger Lichtblick bleibt nun, wie Charleston nĂ€chste Folge in Szene gesetzt wird. 1,5 von 5 Sternen von mir, aber nur um die Hoffnung am leben zu halten (der Rezensent schaut sich erst das komplette TrĂŒmmerfeld der zweiten Staffel an, bevor er aufgibt).
In der kommenden Woche endet Falling Skies in den USA mit einer Doppelfolge.
Verfasser: Christian SchÀfer am Dienstag, 7. August 2012(Falling Skies 2x08)
Schauspieler in der Episode Falling Skies 2x08
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei EpisodenfĂŒhrern?